Wie vor dem Platzen der Dotcom-Blase: S&P 500 sendet Warnung

Wie vor dem Platzen der Dotcom-Blase: S&P 500 sendet Warnung
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Der S&P 500 sendet ein Signal, das Anleger im Auge behalten sollten. Zuletzt geschah dies kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase vor 23 Jahren.

2022 war für Aktienanleger kein gutes Jahr. Die großen Indizes wie der S&P 500 oder Nasdaq, die im Vorjahr neue Rekordhochs erreichten, schlossen allesamt im Minus. Hintergrund waren der Krieg in der Ukraine, die damit verbundene Energiekrise, eine hohe Inflation und steigende Zinsen. Dafür läuft es 2023 bisher umso besser. Der S&P 500 steht so hoch wie seit rund zehn Monaten nicht mehr. Doch ist der Anstieg nur Vorbote eines gewaltigen Crashs?

S&P 500: Diese Warnung sollten Anleger nicht ignorieren

Beim S&P 500 ist momentan etwas zu beobachten, das Sorge bereitet. Zwar geht es für den Index wieder bergauf, jedoch scheint diese Aufwärtsbewegung nur von einem kleinen Teil an Unternehmen bestimmt zu sein, wie Michael Kantro, Chefstratege von Piper Sandler kürzlich feststellte. 20 Prozent der Komponenten des Index übertrafen den S&P 500 in den vergangenen drei Monaten. Fast 30 Prozent der Punktbewegungen im S&P 500 werden derzeit von nur acht Unternehmen bestimmt.

Das letzte Mal, dass so ein kleiner Prozentsatz den S&P 500 übertraf, war im März 2000. Als die Dotcom-Blase damals platzte, verlor der Index fast die Hälfte seines Werts. Wie damals, sind es auch derzeit vor allem Technologiewerte, welche die Märkte antreiben. Die Nvidia-Aktie liegt, durch den KI-Boom bedingt, seit Jahresbeginn rund 160 Prozent im Plus. Facebook-Betreiber Meta verzeichnet ein Wachstum von über 120 Prozent, während Amazon, Alphabet und Microsoft immerhin zweistellig zulegten.

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Sollte die Blase platzen, wie einige Marktexperten prophezeien, dann wäre mit katastrophalen Folgen zu rechnen. Trotzdem sollten Anleger jetzt nicht in Panik verfallen. Vereinzelte Schwächeanzeichen müssen nicht automatisch einen Crash bedeuten. Ganz im Gegenteil: Möglicherweise steuert der S&P 500 derzeit auf einen langen Bullenmarkt zu – und dann wäre es ärgerlich, diese günstige Einstiegschance verpasst zu haben.

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