Wie viele Girokonten darf man haben?

Wie viele Girokonten darf man haben?
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Ist es erlaubt, mehrere Girokonten zu haben, gibt es ein Limit und welche Folgen hat eine Vielzahl an Konten auf den Schufa-Score? Mehr dazu in diesem Artikel.

Ein Leben ohne Girokonto ist für die meisten Menschen heutzutage undenkbar. Das liegt daran, dass ein großer Teil des Zahlungsverkehrs mittlerweile digital stattfindet. In Deutschland gibt es mit rund 100 Millionen sogar mehr Girokonten als Menschen. Die Frage, wie viele Girokonten man haben darf, beantwortet sich damit von selbst. Trotzdem ist es ratsam, nicht zu viele Konten zu führen.

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Wie viele Girokonten darf man haben?

Grundsätzlich darfst du so viele Konten besitzen, wie du möchtest. Es gibt kein Gesetz in Deutschland, welches die Anzahl an Girokonten pro Person begrenzt. Allerdings kann es sein, dass deine Bank nicht die Möglichkeit einräumt, mehrere Girokonten zu eröffnen. In diesem Fall solltest du dich nach alternativen Anbietern umsehen.

Schließlich kann es durchaus Sinn machen, mehr als ein Konto zu führen. So können beispielsweise Freiberufler oder Selbstständige private und geschäftliche Finanzen getrennt voneinander verwalten. Und auch als Privatperson ist ein Zweitkonto sinnvoll, etwa wenn es darum geht, sich einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. Zudem gewähren manche Banken eine Prämie für die Eröffnung des Girokontos.

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Darf man 2 Girokonten bei verschiedenen Banken haben?

Ja, man darf auch 2 Girokonten bei verschiedenen Banken haben. Manchmal ist es sogar so, dass du gar keine andere Möglichkeit hast, als dein zweites Konto bei einer anderen Bank zu eröffnen, weil deine Hausbank kein weiteres Konto zulässt. Das ist vollkommen legal und sogar ratsam, wenn du bei der neuen Bank bessere Konditionen erhältst, also geringere Kontoführungsgebühren oder weniger Zinsen beim Dispo bezahlen musst.

Schufa: Wie viele Girokonten sind schlecht?

In der Theorie kannst du beliebig viele Girokonten eröffnen, in der Praxis solltest du eher darauf verzichten. Der Grund dafür liegt in deinem Schufa-Score begründet, welcher durch zu viele Kontoeröffnungen negativ beeinflusst wird. Für dich als Verbraucher ist der Schufa-Score jedoch von großer Wichtigkeit, da er maßgeblich über die Wahrnehmung deiner Bonität entscheidet.

Mit einer schlechten Bonität wirst du Schwierigkeiten haben, ein weiteres Girokonto zu eröffnen, geschweige denn einen Kredit zu bekommen. Aus diesem Grund solltest du deinen Schufa-Score niemals vernachlässigen. Wie es derzeit um deine Akte bestellt ist, erfährst du, indem du eine kostenlose Bonitätsprüfung bei Bonify* beantragst.

Nur wie viele Girokonten sind für die Schufa eigentlich zu viele? Die Auskunftei schreibt auf ihrer Webseite, dass sich schon mehr als zwei Girokonten negativ auf den Score auswirken. Daran solltest du dich halten, wenn du keine Verschlechterung deiner Bonität riskieren möchtest. Übrigens ist ein weiteres Tages- oder Festgeldkonto neben den Girokonten kein Problem. Das liegt daran, dass diese als reine Anlagekonten geführt werden.

Inwiefern beeinflussen Girokonten den Schufa-Score?

In der Regel ermöglicht ein Girokonto dem Kontoinhaber eine gewisse Kreditlinie. Mit jedem neuen Girokonto könnten demnach neue Dispokredite aufgenommen werden. Für die Banken bedeutet das ein höheres Risiko, da sich mit jedem weiteren Kredit die Ausfallwahrscheinlichkeit des Kunden erhöht.

Darüber hinaus kann die Zahlungsfähigkeit einer Person erst im Laufe der Zeit eingeschätzt werden. Kurz nach der Kontoeröffnung steht noch nicht fest, inwiefern der Kontoinhaber den damit verbundenen finanziellen Verpflichtung nachkommen kann. Die Schufa ist sich diesen Faktoren bewusst und begrenzt deshalb die Anzahl der möglichen Girokonten pro Person, ohne Einfluss auf den Score zu nehmen.

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