Wie lange muss ich Aktien für eine Dividende halten?

Wie lange muss ich Aktien für eine Dividende halten?
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Nicht nur die Kursentwicklung spielt bei Aktien eine wichtige Rolle, auch die Dividende ist für viele Anleger relevant. Nur wie lange muss man seine Anteile halten, um von der Ausschüttung zu profitieren?

Aktien lohnen sich in vielerlei Hinsicht: Du wirst zum Anteilseigner eines Unternehmens und kannst von Kursgewinnen profitieren. Unter Umständen erhältst du auch regelmäßig eine Dividende, welche deine Rendite zusätzlich steigert. Diese Zahlung orientiert sich meist am Erfolg des Unternehmens und ist für manche Anleger so wichtig, dass sie nur Aktien mit hoher Dividende kaufen.

Wie lange muss ich Aktien für eine Dividende im Depot haben?

Viele Menschen glauben, dass eine Aktie erst für einen bestimmten Zeitraum gehalten werden muss, damit ein Anspruch auf die Dividende besteht. Diese Annahme ist jedoch falsch. Tatsächlich gibt es keine Art Mindesthaltedauer, die für eine Dividendenzahlung vorausgesetzt wird. In Grunde musst du lediglich darauf achten, dass du die Aktie an einem bestimmten Stichtag im Depot besitzt.

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Wann und wie oft werden Dividenden gezahlt?

Um einen Anspruch auf die Dividende zu haben, musst du die Aktie spätestens am Tag der Hauptversammlung in deinem Depot einbuchen. Auf der Hauptversammlung entscheiden die Aktionäre, ob eine Ausschüttung stattfindet und wie hoch sie ausfällt. Gezahlt wird die sie meist zum dritten Börsentag nach der Versammlung.

Die Frequenz von Dividendenzahlungen unterscheidet sich je nach Aktie und Hauptsitz des Unternehmens. In Deutschland findet die Ausschüttung in der Regel einmal jährlich statt. Bei ausländischen Aktien können Abweichungen auftreten. Hier werden Dividenden auch mehrmals pro Jahr ausgeschüttet, beispielsweise halbjährlich oder sogar je Quartal. Manche Unternehmen wie Amazon zahlen überhaupt keine Dividende.

Was bedeutet Dividendenabschlag?

Beschließt die Aktiengesellschaft eine Gewinnausschüttung, kommt es zum Dividendenabschlag. Am Tag nach der Hauptversammlung, dem sogenannten Ex-Dividende-Tag, verringert sich der Wert der Aktie um den Betrag der Dividende. Dies hat den einfachen Grund, dass Anleger nicht bereit sind, am Ex-Tag den gleichen Preis für eine Aktie zu zahlen wie am Vortag, an dem sie noch von der Dividendenausschüttung profitiert hätten.

In der Praxis funktioniert der Dividendenabschlag demnach wie folgt: Notiert eine Aktie vor der Hauptversammlung bei einem Kurs von 100 Euro und die Dividende beträgt 5 Euro, sinkt der Aktienkurs am Ex-Dividende-Tag auf 95 Euro. Die Dividende wurde vom jeweiligen Kurs der Aktie faktisch abgeschlagen. Verantwortlich für den Abschlag sind – wie bei sonstigen Kursschwankungen auch, Angebot und Nachfrage.

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Dividende hin oder her: Warum du Aktien lange halten solltest

Wie wir bereits festgestellt haben, musst du Aktien für eine Dividende nicht unbedingt lange halten. Warum dies trotzdem sinnvoll ist, hat den Grund, dass Aktien erst als langfristige Geldanlage ihre eigentliche Wirkung entfalten. Verglichen mit anderen Geldanlagen wie Anleihen sind Aktien nämlich sehr volatil – das heißt, dass sie Kursschwankungen unterliegen, die beim Verkauf zu Verlusten führen können.

Ausgeglichen werden können diese Kursschwankungen nur dann, wenn die Papiere über einen längeren Zeitraum gehalten werden. Börsenexperten wie Warren Buffett empfehlen, Aktien über mehrere Jahrzehnte zu halten und auch mehrere Studien zeigen, dass Anleger, die eine langfristige Strategie verfolgen, höhere Renditen erzielen.

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