Wein als Geldanlage: Höhere Renditen als mit Aktien möglich

Wein als Geldanlage: Höhere Renditen als mit Aktien möglich
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Wein ist mehr als ein bloßes Genussprodukt. Anleger erzielten in der Vergangenheit teils horrende Renditen mit dem Verkauf der richtigen Weinflaschen.

Für viele Menschen ist Wein nicht nur ein alkoholisches Getränk, dass zu feierlichen Anlässen verkostet wird, sondern auch eine Geldanlage. Denn wer die richtige Flasche im Keller hat, kann damit langfristig satte Renditen einfahren. Wie gewinnversprechend Wein als Anlageform ist, zeigt ein Blick in die jüngste Vergangenheit. Denn in den letzten Jahren konnten nicht einmal die großen Indizes die exotische Geldanlage outperformen.

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Wein als Geldanlage: Welche Renditen sind realistisch?

Wer erfolgreich in Wein investieren möchte, muss sich für die richtige Flasche entscheiden. Denn nicht jeder Tropfen erfährt eine Wertsteigerung. Wichtig ist es z.B., dass der Wein eine hervorragende Qualität aufweist. Weiterhin spielen der Jahrgang, die Bewertung namhafter Kritiker und die Lagerfähigkeit eine Rolle. Werden echte Anlageweine ausgewählt, sind im Weingeschäft jährliche Renditen von fünf bis zehn Prozent realistisch, wie der Experte Heiko Schimeczek im Gespräch mit American Express verrät.

Ein klassischer Investmentwein sei laut Schimeczek der Tropfen des Château Lafite Rothschild. Wer einen solchen Wein im Jahr 2016 für 700 Euro erworben hat, konnte diesen 2022 für etwa 1.250 Euro wieder verkaufen. “Das entspricht einer Rendite von von rund zehn Prozent im Jahr” erklärt der Weinkenner. Einen Wertverlust einer einwandfreien Flasche gäbe es derweil nur sehr selten.

Am Aktienmarkt erzielten Anleger im selben Zeitraum geringere Renditen. Beim DAX kam von 2016 bis 2022 etwa nur eine Kurssteigerung von 3,3 Prozent zustande. Der Weltaktienindex MSCI World nahm derweil um 8,6 Prozent zu, steht damit aber immer noch ein gutes Stück hinter dem edlen Tropfen, was die Rendite angeht.

Auch bieten Weine einen großen Steuervorteil gegenüber Aktien. Gewinne aus einer Investition in Wein sind in Deutschland nämlich vollkommen steuerfrei. Solange es sich um private Veräußerungsgeschäfte handelt und die Spekulationsfrist von einem Jahr eingehalten wird, müssen Anleger weder Kapitalertragssteuer noch Einkommenssteuer beim Verkauf abdrücken.

In Wein investieren: Nur für Kenner sinnvoll

Ein Investment in Wein ist nicht für Laien geeignet. Wer sich für die exotische Geldanlage interessiert sollte eine gewisse Leidenschaft für das Weingeschäft mitbringen und bereit sein, mehr darüber zu lernen. Denn es gibt viele Faktoren, die Anleger beachten müssen, um eine Wertsteigerung zu erzielen. Neben der Auswahl des richtigen Tropfens ist etwa auch die Lagerung der Flaschen von Bedeutung.

Investmentweine sollten in einem dunklen Raum mit gleichbleibender Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufbewahrt werden. Ideal ist eine Lagertemperatur von 12 bis 17 Grad. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei Werten um die 70 Prozent liegen. Derartige Bedingungen lassen sich für Privatpersonen in der Regel nur mit einem Weinkühlschrank oder mit einer professionellen Lagerstätte realisieren.

Für unerfahrene Anleger stellen Aktien-ETFs weiterhin die beste Anlageklasse dar. Mit einem Aktien-ETF können Anleger einen Index wie den DAX oder den MSCI World nachbilden. Dadurch investieren sie nicht nur in ein Unternehmen, sondern gleich in mehrere – teilweise aus unterschiedlichen Branchen und Ländern. Für ein solches Investment brauchst du keinen Weinkühlschrank, sondern nur ein Depot bei einem Online-Broker wie Trade Republic*. Mehr zum Thema ETFs erfährst du hier.

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