Wegen Apple: Warren Buffett fährt Milliardenverlust ein

Wegen Apple: Warren Buffett fährt Milliardenverlust ein
© Georgetown University (YouTube)

Warren Buffett gilt als einer der größten Investoren aller Zeiten. Doch zuletzt fielen seine Erfolge an der Börse eher bescheiden aus.

Selbst bei Warren Buffett geht es nicht kontinuierlich bergauf. Der gesunkene Kurs der Apple-Aktie hat Berkshire Hathaway zuletzt rote Zahlen eingebrockt. Wie die Holdinggesellschaft am Wochenende mitteilte, musste im dritten Quartal ein Nettoverlust von 12,77 Milliarden Dollar hingenommen werden. Damit fällt der Nettoverlust viermal höher aus als im Vorjahr.

Schuld an dem Portfolio-Crash ist vor allem die Apple-Aktie, deren Kurs um 12 Prozent ins Minus rutschte. Gepaart mit anderen fallenden Aktien führte dies zu einem Buchverlust von 23,5 Milliarden Dollar. Hierbei sollte man jedoch bedenken, dass diese Verluste erst eine Rolle spielen, wenn sie auch realisiert werden.

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Nicht alles schlecht: Buffetts operativer Gewinn steigt um 40 Prozent

Ganz ohne Erfolg geht Buffett aber nicht aus: Der operative Gewinn stieg um rund 40 Prozent auf 10,8 Milliarden US-Dollar. Der Gründe dafür liegen laut den Analysten Matthew Palazola und Eric Bedell im Aufschwung des Versicherungsbereichs sowie positiver Rückstellungstrends und höherer Kapitalerträge. Diese konnten die rückläufigen Eisenbahngewinne und die Kosten für Rechtsstreitigkeiten im Energiesektor ausgleichen.

Ebenfalls nicht unbedeutend: Das florierende Geschäft des Spielzeugherstellers Jazwares. Das Unternehmen, welches durch seine Squishmallows-Plüschtiere Bekanntheit erlangte, trat erst im letzten Jahr dem Konglomerat Warren Buffetts bei.

Das “Orakel von Omaha” sammelt Bargeld

Der Bargeldbestand von Berkshire Hathaway fiel im dritten Quartal so hoch wie niemals zuvor aus. Rund 157 Milliarden Dollar stehen der Holding gerade als Cash-Vermögen zur Verfügung. Damit wurde selbst der Rekordwert aus dem Jahr 2021 übertroffen, welcher bei 149 Milliarden Dollar lag.

Die hohen Cash-Reserven lassen darauf schließen, dass Buffett und seine “rechte Hand” Charlie Munger von starken Kursrückgängen an der Börse ausgehen. Vielleicht warten sie gerade darauf, wieder auf Schnäppchenjagd zu gehen, sollte sich eine günstige Chance ergeben. Möglicherweise deuten die satten Bargeldbestände aber auch darauf hin, dass die beiden Investoren zuletzt kaum günstig bewertete Aktien finden konnten.

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