Was ist Frugalismus und woher stammt die Idee?

Was ist Frugalismus und woher stammt die Idee?
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So schnell wie möglich ein Vermögen aufbauen und früh in Rente gehen können – das ist das Ziel der Frugalisten. Ihren Ursprung fand die Bewegung in den USA.

Finanziell unabhängig zu sein ist der Traum vieler Menschen. Erfüllen können sich ihn im jungen Alter aber nur die wenigsten. Der Frugalismus kämpft dagegen an. Die Idee: Mit Ende 30 oder Mitte 40 den Job kündigen und von dem Geld leben, das vorher gespart und sicher angelegt wurde.

Um ihr Ziel zu erreichen, müssen Frugalisten einige Abstriche machen. Verzicht ist hier das Stichwort. Während andere Menschen beispielsweise im Urlaub ans Meer fliegen, setzen Frugalisten eher auf den altbewährten Campingplatz oder bleiben gleich Zuhause. Ähnlich verhält es sich mit Klamotten, Möbeln und anderen materiellen Objekten. Es gilt, so wenig Geld wie möglich im Monat auszugeben, denn je niedriger die Ausgaben, desto früher winkt die wohlverdiente “Pension”.

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Wurzeln in den Vereinigten Staaten

Der Frugalismus ist einer Bewegung namens FIRE entsprungen. Diese entstand im Jahr 2007 in den USA – primär als Folge der Finanzkrise. Während der Rezession mussten zahlreiche Menschen lernen, was es bedeutet, zu verzichten. Sie achteten mehr auf ihren Konsum und reduzierten ihre Ausgaben. FIRE steht für Financial Independence, Retire Early oder zu deutsch: finanzielle Unabhängigkeit, frühzeitiger Ruhestand.

Was ist Frugalismus und woher stammt die Idee?
Die Finanzkrise im Jahr 2007 brachte viele US-Amerikaner dazu, ihren Umgang mit Geld zu überdenken / © Pexels

Eine bekannte Persönlichkeit der Bewegung ist Peter Adeney alias “Mr. Moneymustache”, wie sich der Blogger im Internet nennt. Zusammen mit seiner damaligen Frau ging der Software-Ingenieur 2005 im Alter von 30 Jahren in den Ruhestand. Vielen anderen Bloggern diente er damit als Inspiration. Heute sind es vor allem Influencer auf Instagram und YouTube, die das Konzept einer breiteren Masse näherbringen.

Frugalismus und Minimalismus – Wo liegt der Unterschied?

Das oberste Ziel der Frugalisten ist die finanzielle Unabhängigkeit. Dabei investieren sie einen großen Teil ihres Einkommens in Wertanlagen wie Aktien, Fonds oder Immobilien. Möglichst frühzeitig wollen sie allein von dem angesparten Vermögen und der Rendite leben können. Im Mittelpunkt steht also der Vermögensaufbau.

Mit dem Frugalismus verwandt ist der Minimalismus. Auch bei diesem Trend – nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Kunstrichtung, spielt Bescheidenheit eine zentrale Rolle. Minimalisten verringern ihren Konsum und leben schlicht. In ihrem Haushalt sind oft nur wenige Gegenstände vorhanden, der Besitz wird auf ein Minimum reduziert. Antrieb ist hierbei in der Regel aber nicht das Geld, sondern eine Vereinfachung des Lebens. Daher gehören manche Minimalisten auch zu den Selbstversorgern.

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