Was ist ein Schwellenland? Definition und Beispiel

Was ist ein Schwellenland? Definition und Beispiel
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Schwellenländer kommen überwiegend in Asien und Südamerika vor. Welche Staaten dazugehören und woher der Begriff stammt, erfährst du hier.

Vielen Menschen dürfte der Begriff “Schwellenland” aus dem Anlagebereich bekannt sein. Dort gibt es die Möglichkeit, am sogenannten Emerging Market gezielt in Aktien oder Anleihen eines Schwellenlandes zu investieren. Doch was ist ein Schwellenland überhaupt? Wir liefern die Antwort und mehrere Beispiele.

Einfach erklärt: Was ist ein Schwellenland?

Als Schwellenländer werden jene Staaten bezeichnet, die sprichwörtlich an der Schwelle zum Industrieland stehen. Der Prozess der industriellen Entwicklung ist bei ihnen so weit fortgeschritten, dass sie nicht mehr zu den Entwicklungsländern gehören. Zugleich handelt es sich nicht um Wirtschaftsnationen wie Deutschland und die Vereinigten Staaten. Schwellenländer sind demnach im globalwirtschaftlichen Mittelfeld angesiedelt.

Es gibt keine verbindliche Definition für die Merkmale eines Schwellenlandes. Meistens kennzeichnen sie sich aber durch den Export von Fertigwaren oder Rohstoffen, ein starkes Wachstum bei durchschnittlichem Pro-Kopf-Einkommen, die Bildung einer breiten Mittelschicht, steigende Arbeitsproduktivität sowie überdurchschnittliche Wachstumsraten und die zunehmende Ausweitung industrieller Tätigkeiten. Oft nutzen Schwellenländer auch Nischen des Weltmarktes, um Wohlstand aufzubauen, wie im Fall von Saudi-Arabien, das überwiegend Erdöl exportiert.

Beispiele für Schwellenländer

Wie viele Staaten in die Kategorie Schwellenland fallen, ist von der jeweiligen Definition abhängig. Institutionen wie die Weltbank und IWF haben eigene Listen mit unterschiedlicher Anzahl erstellt. Für die Weltbank existieren insgesamt 55 Schwellenländer (upper-middle-income economies), darunter Mexiko, Brasilien, Südafrika, Malaysia, Ukraine, Russland und die Türkei. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht sogar von 150 Vertretern aus.

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