Was ist die beste Geldanlage bei der Sparkasse?

Was ist die beste Geldanlage bei der Sparkasse?
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Was ist die beste Geldanlage bei der Sparkasse? Wir helfen dir dabei, diese Frage souverän zu beantworten.

Wer sein Geld bei der Sparkasse anlegen möchte, steht vor einer großen Auswahl an Möglichkeiten. Von Aktien über Anleihen, Zertifikate und Fonds findet man bei der Bank alles, was das Herz begehrt. Tatsächlich findet man bei nur wenigen Banken in Deutschland überhaupt ein so gigantisches Angebot. Da wundert es nicht, dass viele Anleger die Suche nach der passenden Anlageform abkürzen und stattdessen die Frage stellen: “Was ist die beste Geldanlage bei der Sparkasse?”

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Was ist die beste Geldanlage bei der Sparkasse?

Leider gibt es nicht die beste Geldanlage – weder bei der Sparkasse, noch bei sonst einer Bank. Wie gut eine Anlageform ist, unterscheidet sich je nachdem, welche Ziele der Anleger erfolgt. Wer auf eine hohe Rendite hofft und sich nicht vor dem möglichen Verlust seines eingesetzten Kapitals fürchtet, ist mit Aktien gut bedient. Umgekehrt wäre wohl ein Festgeldkonto die bessere Wahl.

Jede Geldanlage hat ihre Stärken und Schwächen. Grundsätzlich unterscheidet man beim Investieren aber zwischen drei Faktoren: Rendite, Sicherheit und Verfügbarkeit. Keine Anlageform kann alle drei Komponenten gleichermaßen bedienen. Anleger müssen deshalb Kompromisse beim Investieren eingehen und einen oder zwei Faktoren hinten anstellen, um einen anderen zu favorisieren.

Die Geldanlagen der Sparkasse im Vergleich

Im Folgenden möchten wir dir die relevantesten Anlagemöglichkeiten bei der Sparkasse und deren Stärken sowie Schwächen vorstellen. Doch bedenke: Da es sich bei der Sparkasse eigentlich nicht um eine Bank, sondern vielmehr um eine Bezeichnung von eigenständigen Kreditinstituten handelt, können wir nicht garantieren, dass deine örtliche Sparkasse jede der genannten Geldanlagen anbietet.

1. Aktien

Aktien sind Anteile von Unternehmen, die zu einem gewissen Kurs an der Börse notieren. Der Anleger kann sowohl von Kursgewinnen, wie auch Gewinnausschüttungen (Dividenden) profitieren. Während die Renditechancen sehr hoch sind, lässt der Faktor Sicherheit zu wünschen übrig. Der Kurs einer Aktie kann sich nämlich jederzeit verändern. Ob ein Anleger seine erworbenen Unternehmensanteile im nächsten Jahr noch zum selben Preis verkaufen kann, ist unklar.

Doch Aktien sind keine spekulativen Anlageprodukte – zumindest nicht auf lange Sicht. Denn umso länger man eine Aktie hält, desto tiefer sinkt die Wahrscheinlichkeit, Verluste einzufahren. Der Grund: An der Börse geht es die meiste Zeit nach oben. Börsencrashs sind zwar eine reale Gefahr, können von geduldigen Anlegern aber einfach ausgesessen werden.

Für den Vermögensaufbau sind Aktien die ideale Anlageklasse. Wer aber einzelne Wertpapiere und keine Fonds kauft, sollte ein wenig Zeit mitbringen. Die dahinterstehenden Unternehmen müssen nämlich unbedingt analysiert werden – ansonsten gleicht der Aktienkauf einem Glücksspiel.

2. Fonds und ETFs

Ein Fonds sammelt das Geld mehrerer Anleger und investiert es in eine Reihe von Vermögenswerten. Manche Fonds investieren nur in eine bestimmte Anlageklasse (Aktien, Anleihen, etc…), andere in mehrere gleichzeitig. Anleger profitieren dabei von Kursgewinnen und Ausschüttungen. Der große Vorteil von Fonds besteht darin, dass sie durch ihren Umfang eine Risikostreuung ermöglichen, die mit dem Kauf einzelner Vermögenswerte nur schwer zu erreichen ist.

    Neben klassischen Fonds gibt es auch die sogenannten ETFs (Exchange Traded Funds). Dabei handelt es sich um Fonds, die an der Börse gehandelt werden und einen Index nachbilden. Mit einem ETF könntest du etwa von der Kursentwicklung des DAX oder des S&P 500 profitieren. Weil bei den Indexfonds kein Fondsmanager am Werk ist, der Vermögenswerte hin und her schiebt, sind sie oft günstiger als ihr Pendant.

    Auch interessant: ETFs kaufen – 7 Kriterien, auf die du bei der Auswahl achten solltest

    3. Anleihen

    Anleihen werden von Unternehmen oder Staaten verkauft, um Kapital zu sammeln. Anleger, die eine Anleihe kaufen, erhalten regelmäßige Zinszahlungen über einen vorher festgelegten Zeitraum. Am Ende der Laufzeit bekommen sie den Kaufpreis (das vergebene Kapital) zurück.

    Eine Anleihe funktioniert also ähnlich wie ein Kredit, der von einer Privatperson vergeben wird. Das Risiko dieser Anlageklasse hängt ganz von der Zahlungsfähigkeit des Herausgebers ab. Wenn dieser eine schlechte Bonität aufweist, ist die Chance hoch, dass du dein vergebenes Geld nie wieder siehst. Im Normalfall stellen Anleihen jedoch eine risikoarme Geldanlage dar. Die jährliche Rendite liegt üblicherweise unter der von Aktien, aber über der von Festgeld.

    4. Zertifikate

    Bei Zertifikaten handelt es sich um Wertpapiere, mit denen man auf die Kursentwicklung eines Basiswerts wetten kann. Sowohl Aktien, Indizes wie auch Rohstoffe können als Basiswert hergenommen werden. Abhängig davon, in welche Richtung sich der Wert entwickelt, wird dem Käufer des Zertifikats ein Bonus ausgeschüttet.

    Zertifikate sind äußerst komplexe Anlageprodukte, die in den unterschiedlichsten Formen am Markt gehandelt werden. Weil sie außerdem sehr risikoreich und spekulativ sind, sollten unerfahrene Anleger besser die Finger davon lassen.

    5. Tages- und Festgeld

    Ein Tagesgeldkonto ist ein verzinstes Konto ohne feste Laufzeit. Wer sein Geld dort verstaut, kann dieses also jederzeit wieder abheben. Der Zinssatz ist flexibel. Ein Festgeldkonto ist dagegen eine Termineinlage. Das bedeutet, dass die Laufzeit und der Zinssatz im Vornherein festgelegt und nicht geändert werden können. Dafür fällt der Zinssatz meist höher aus als beim Tagesgeld.

    Tages- und Festgeldkonten sind beides sehr risikoarme Geldanlagen der Sparkasse. Allerdings eignen sie sich aufgrund der geringen Zinsen nicht zum Vermögensaufbau. Dafür lässt sich das Tagesgeldkonto jedoch gut zum Verstauen des Notgroschens benutzen.

    6. Sparbuch

    Wer sein Geld auf einem Sparbuch anlegt, erhält regelmäßig Zinsen zu einem verschwindend geringen Risiko. Doch leider ist diese Form der Geldanlage alles andere als zeitgemäß, denn der Zinssatz liegt oftmals nicht höher als 0,001 Prozent. Zum Vergleich: Beim ebenfalls renditeschwachen Tagesgeldkonto erhält man wenigstens noch 0,50 bis 2,00 Prozent Zinsen im Jahr. Auch ist das Limit für Abhebungen beim Sparbuch auf 2.000 Euro im Monat begrenzt, während es beim Tagesgeld keine derartige Obergrenze gibt.

    7. Edelmetalle

    Edelmetalle werden von Anlegern oft dem Portfolio beigestreut, um eine breitere Diversifikation zu erreichen. Doch Vorsicht: Als alleinstehende Geldanlage sind Gold, Silber und Co. aufgrund der geringen Renditechancen nicht zu empfehlen. Die Aufbewahrung von Barren und Münzen kann darüber hinaus sehr teuer werden.

    Vor allem um Gold ranken sich zudem viele Mythen, die nicht der Wahrheit entsprechen. So wird etwa immer wieder behauptet, es handele sich dabei um einen lupenreinen Inflationsschutz. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Wenn hohe Inflationsraten einsetzten, war dies noch lange kein Indiz für steigende Goldpreise.

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