Warum zahlt Berkshire Hathaway keine Dividende?

Warum zahlt Berkshire Hathaway keine Dividende?
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Berkshire Hathaway, die Investmentfirma von Warren Buffett, zahlt bekanntlich keine Dividende. Aber warum ist das eigentlich so?

Warren Buffett liebt Dividenden – zumindest dann, wenn er sie selbst erhält. Mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hat der Börsenmeister bis auf eine Ausnahme im Jahr 1967 nämlich stets auf Gewinnausschüttungen verzichtet. Dafür gibt es auch einen guten Grund.

Keine Dividende von Berkshire Hathaway – das ist der Grund

Dass Buffett mit Berkshire Hathaway keine Dividende zahlt, ist in erster Linie mit steuerlichen Nachteilen zu erklären. Der Investor ist der Ansicht, dass er bei Berkshire Hathaway bereits genügend Steuern auf das Konzernergebnis und seine Mittelrückflüsse bezahlt. Würde er eine Ausschüttung an die Investoren leisten, so entfiele auf diese Mittel noch einmal ein gewisser Anteil an Steuern. Das, was bei den Investoren ankäme, sei dann letztlich geringer, als würde es einfach im Konzern bleiben.

Außerdem ist Buffett der Überzeugung, dass Investoren ohnehin nur ein Ziel verfolgen – und zwar maximale Rendite. Einen Teil des Geldes an das Finanzamt über eine Dividende zu zahlen ist demnach ineffizient. Buffett setzt stattdessen auf Aktienrückkäufe, um trotzdem Kapital an seine treuen Aktionäre zurückgeben zu können. Seit 1999 ist der Aktienkurs von Berkshire Hathaway um mehr als 800 Prozent gestiegen.

Wird es bald Dividendenzahlungen geben?

Bisher schien Buffetts Strategie gut zu funktionieren. Trotzdem könnte sich der Börsenmeister bald für eine Gewinnausschüttung entscheiden. Im Aktionärsbrief von 2014 schrieb Buffett, dass vermutlich in zehn bis 20 Jahren die Erträge und die Kapitalressourcen von Berkshire Hathaway ein Niveau erreichen würden, dass es dem Management dann nicht mehr möglich sei, alle Mittel des Unternehmens auf intelligente Weise reinvestieren zu können.

Zu diesem Zeitpunkt müsste die Entscheidung getroffen werden, ob die beste Methode zur Verwendung des Gewinnüberschusses in Form von Dividenden, Aktienrückkäufen oder einer Kombination aus beiden besteht. Jetzt, genau eine Dekade später, gibt Buffett einen spannenden Ausblick.

Im Aktionärsbrief von 2024 schrieb der Investor, dass Berkshire Hathaway derzeit keine Dividenden zahle. Das Wort “derzeit” ist in diesem Kontext bisher in keinem seiner Aktionärsbriefe aufgetaucht. Könnte angesichts des enormen Barmittelüberschusses nun die Zeit gekommen zu sein, intensiv über Gewinnausschüttungen nachzudenken?

Aktien mit Dividende – Alternativen zu Berkshire Hathaway

Für Investoren, die eine regelmäßige und attraktive Dividendenzahlung erwarten, ist Berkshire Hathaway natürlich nicht die richtige Wahl. In diesem Fall ist es sinnvoller, auf zuverlässige Dividendenaktien zu setzen. Auf dem US-amerikanischen Markt sind das zum Beispiel Coca-Cola, Chevron Corportation (sogar im Portfolio von Warren Buffett enthalten) und Franklin Resources. Zu den beliebtesten Dividendenaktien in Deutschland gehören die Allianz, BASF und Mercedes-Benz.

Bevor du dich für eine bestimmte Aktie entscheidest, solltest du eine umfangreiche Analyse des zugrundeliegenden Unternehmens durchführen. Schließlich sind neben der Dividende noch weitere Faktoren entscheidend, allen voran die Kursentwicklung. Den richtigen Broker zum Investieren findest du in unserem Depotvergleich. Hier kannst du nach gewünschtem Ordervolumen, Depotvolumen und Handelsplätzen filtern:

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