US-Aktien: Darum rät die Bank of America jetzt zum Verkauf

US-Aktien: Darum rät die Bank of America jetzt zum Verkauf
© Adobe Stock

Michael Hartnett, Stratege der Bank of America, rät zum Verkauf US-amerikanischer Aktien. Er prognostiziert, dass die Blase um Künstliche Intelligenz demnächst platzen und den S&P 500 zum Einsturz bringen wird.

Bank of America-Stratege Michael Hartnett wiederholt seine Aufforderung, US-Aktien zu verkaufen. Er sagt, dass sich in den Bereichen Technologie und Künstliche Intelligenz eine Blase bilde und die Zinserhöhungen der US-Notenbank möglicherweise noch nicht abgeschlossen seien, da die steigenden Anleiherenditen ein Risiko darstellten. Dies berichtet das Finanzportal Bloomberg.

Hartnett, der im vergangenen Jahr richtig vorausgesagt hatte, dass Rezessionsängste eine Aktienflucht auslösen würden, empfiehlt den Verkauf des S&P 500 bei 4.200 Punkten – nur wenige Prozent vom aktuellen Niveau entfernt.

Wenn die Fed “irrtümlicherweise” in diesem Jahr keine Zinserhöhungen mehr vornehme, würden die US-Anleiherenditen dies widerspiegeln, indem sie auf über vier Prozent ansteigen, “und wenn dies der Fall ist, haben wir mit Sicherheit nicht die letzte Zinserhöhung der Fed in diesem Zyklus gesehen”, so die von Michael Hartnett angeführten Strategen in einer aktuellen Mitteilung. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen wird derzeit bei etwa 3,7 Prozent gehandelt.

Auch interessant: Anleihen vs. Aktien: Für wen sich welche Anlage lohnt

KI-Blase vorerst eine “Babyblase”

Die Bank of America erklärt, dass es sich bei der künstlichen Intelligenz vorerst um eine “Babyblase” handele und weist darauf hin, dass Blasen in der Vergangenheit immer mit “leichtem Geld” begannen und mit Zinserhöhungen endeten. So zum Beispiel auch 1999, als eine Rallye bei Internetaktien und starke Wirtschaftsdaten die Fed veranlassten, die Geldpolitik wieder zu straffen und die Blase um Tech-Aktien neun Monate später platzte.

US-Aktien: Darum rät die Bank of America jetzt zum Verkauf
© Bank of America

Mike Wilson, Stratege der US-Großbank Morgan Stanley, glaubt ebenfalls nicht dass die Rallye der US-Aktien den Beginn eines neuen Bullenmarktes markiert. Er rät Anlegern, sich nicht vom jüngsten Aufschwung mitreißen zu lassen. Vergangene Woche stieg der S&P 500 kurzzeitig über die Marke von 4.200 Punkten, den höchsten Stand seit August 2022.

“Ist dies endlich der Ausbruch, der einen neuen Bullenmarkt bestätigt? Die kurze Antwort lautet nein”, zitiert Bloomberg Wilson. Und weiter: “Es gibt viele technische Signale und fundamentale Faktoren, die dieser Idee entgegenstehen.” Der Stratege verweist auf die hohen Bewertungen, die geringe Breite an Aktien, die die Rallye antreiben, und die Outperformance der defensiven Aktien.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

 

Mehr aus dem Netz

Related Posts