Trade Republic: Versteckte Kosten des Brokers im Überblick

Trade Republic: Versteckte Kosten des Brokers im Überblick
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“Gibt es bei Trade Republic versteckte Kosten und wenn ja, welche?” Wir beantworten diese häufig gestellte Frage ein für alle Mal.

Das Angebot des deutschen Neobrokers Trade Republic ist mehr als attraktiv für Anleger. Die Ordergebühren fallen dort deutlich geringer als als bei herkömmlichen Banken. Depotführungsgebühren gibt es überhaupt keine. Auch Sparpläne sind komplett kostenfrei. Doch Vorsicht: Nicht alle Spesen fallen Anlegern sofort ins Auge.

Wie bei den meisten Brokern und Banken gibt es auch bei Trade Republic versteckte Kosten. Zwar sind das keine finanziellen Belastungen, die der Neobroker absichtlich vor seinen Nutzern verschleiert (das wäre nämlich illegal), doch sie sind unauffällig. Wo sich diese versteckten bzw. unauffälligen Kosten befinden, wollen wir dir im Folgenden genauer zeigen.

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Trade Republic: Versteckte Kosten durch Spread

Viele Menschen glauben, dass sie nur 1 € zahlen müssen, wenn sie eine Order bei Trade Republic aufgeben. Das stimmt aber nicht ganz. Neben den fixen Ordergebühren müssen Anleger noch den sogenannten Spread bezahlen, wenn sie eine Aktie kaufen.

Unter dem Spread versteht man im Grunde nichts weiter als die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines Vermögenswerts. Wer eine Aktie kauft, zahlt immer den Verkaufspreis. Dieser liegt in der Regel höher als der Kaufpreis. Die Differenz der beiden Preise kommt dem jeweiligen Handelsplatz zu.

Der Spread ist nur dann wirklich versteckt, wenn Anleger nicht gründlich bei dem Aktienkauf hinschauen. Bei Trade Republic wird der Verkaufspreis kurz und bündig als “Brief” und der Kaufpreis als “Geld” bei den Kennzahlen angegeben. Bei einer Aktie mit großem Handelsvolumen könnte etwa Folgendes stehen:

  • Brief: 100,10 €
  • Geld: 100,00 €

Einen Broker, der keinen Spread erhebt, findet man selten. Allerdings solltest du wissen, dass die Höhe des Spreads stark variieren kann. So fällt die Differenz zwischen Brief und Geldkurs zu bestimmten Uhrzeiten niedriger aus, zu anderen höher. Auch weisen selten gehandelte Aktien in der Regel einen höheren Spread auf als häufig gehandelte (z.B. DAX-Aktien).

Bei Wertpapieren und ETFs fällt der Spread oft nicht allzu sehr ins Gewicht. Anders sieht es bei Kryptowährungen aus. Bitcoins werden bei Trade Republic nicht selten zu einer Brief-Geld-Differenz von rund 2,0 Prozent gehandelt. Liegt der Kurs bei 20.000 Euro, muss der Anleger für einen Bitcoin also 400 Euro drauf zahlen.

Trade Republic: Versteckte Kosten in den Produkten

Wer eine Aktie bei Trade Republic kauft, hat danach erstmal keine weiteren Kosten. Anders sieht es aus, wenn man ETFs, Optionsscheine, Zertifikate oder Hebelprodukte erwirbt. All diese Anlageprodukte verlangen ihren Anlegern auch nach dem Kauf noch Kosten ab. Bei einem ETF gibt es z.B. die Verwaltungsgebühren. Diese werden mitsamt allen anderen Produktgebühren in der Gesamtkostenquote (TER) angezeigt und einmal im Jahr erhoben.

Diese “versteckten” Kosten Trade Republic anzudichten wäre aber ein wenig unfair. Der Neobroker bietet jegliche Produkte nur zum Handel an. Die zusätzlichen Kosten, welche die Produkte von ihren Anlegern verlangen, sind bei anderen Brokern genau dieselben.

Weitere Kosten beim Online-Broker

Je nachdem, welchen Service man nutzen möchte, werden bei Trade Republic die unterschiedlichsten Kosten fällig. Zählt man alle diese Spesen auf, ergibt sich folgende Liste:

  • Odergebühr: 1,00 €
  • Postalische Auftragserteilung: 25,00 €
  • Überweisungsaufgabe per Brief: 25,00 €
  • Bearbeitung Weisung: 1,00 – 10,00 €
  • Handel mit Bezugsrechten jeder Art: 1,00 €
  • Anmeldung Hauptversammlung: 25,00 €
  • Eintragung Namensaktien (Inland): 2,00 €
  • Freiwillige Depot-/ Saldenbestätigung: 25,00 €
  • Freiwilliges steuerliches Reporting: 25,00 €
  • Adressenermittlung: Unterschiedlich
  • Zurücksetzen mit Videoidentifizierung: 5,00 €
  • Spread: Unterschiedlich
  • Produktkosten: Unterschiedlich

Von den meisten hier aufgezählten Services wird der durchschnittliche Anleger vermutlich niemals Gebrauch machen. Wir möchten zudem nochmal darauf hinweisen, dass keine dieser Kosten wirklich versteckt sind. Trade Republic geht sehr offen mit jeglichen Spesen um, die auf Anleger zukommen. Wenn du ein Depot beim deutschen Online-Broker eröffnen möchtest, kannst du das ganz einfach hier* machen.

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