Trade Republic mit Einlagensicherung: Ist dein Geld wirklich geschützt?

Trade Republic mit Einlagensicherung: Ist dein Geld wirklich geschützt?
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Trade Republic hat sich als beliebter Online-Broker in Deutschland etabliert. Nur wie steht es um die Einlagensicherung? Ist dein Geld dort geschützt?

Online-Broker haben den Wertpapierhandel nachhaltig verändert. Anbieter wie Trade Republic lassen dich heutzutage ganz einfach per App in Aktien, ETFs, Kryptowährungen und Derivate investieren. Die breite Auswahl und günstigen Konditionen machen die Plattform gegenüber Direktbanken besonders attraktiv. Durch eine gesetzliche Einlagensicherung ist dein Geld außerdem jederzeit geschützt – selbst dann, wenn der Broker Pleite gehen sollte.

Einlagensicherung bei Trade Republic: So funktioniert’s

Die Sicherheit deiner Einlagen ist bei Trade Republic gewährleistet. Als neuer Kunde musst du ein Depot und ein Verrechnungskonto eröffnen. Auf Letzterem ist dein Geld bis 100.000 Euro gesichert. Die Einlagensicherung ist gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings verantwortet sich dafür nicht der Broker direkt, sondern die Solarisbank AG in Berlin.

Bei der Solarisbank werden die Einlagen der Kunden auf einem Treuhandsammelkonto verwahrt. Diese können nicht in die Insolvenzmasse einfließen, wenn es zu einer Insolvenz von Trade Republic kommt. Die Aufsicht der Solarisbank obliegt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin). Wertpapiere in deinem Depot fallen nicht unter die Einlagensicherung, da sie in deinem Eigentum stehen.

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Wie steht es um die Sicherheit des Depots?

Möchtest du bei Trade Republic handeln, benötigst du ein Wertpapierdepot*. Für die dort hinterlegten Vermögenwerte gibt es keine Einlagensicherung. Die Wertpapiere in deinem Depot gelten als Sondervermögen und werden treuhänderisch vom Online-Broker oder von der Depotbank verwaltet. Das Gute daran: Selbst wenn der Broker insolvent gehen sollte, bleiben die Wertpapiere in deinem Besitz. Bei Bedarf kannst du die Herausgabe fordern.

In seltenen Fällen kann es passieren, dass der Broker nicht in der Lage ist, deine Wertpapieren auszuhändigen. Da für diese – wie bereits erwähnt, keine Einlagensicherung gilt, greift die gesetzliche Anlegerentschädigung. Der Broker wäre dann verpflichtet, dir eine Entschädigung bis 20.000 Euro zu zahlen.

Trade Republic: Ist eine Pleite realistisch?

Trade Republic gehört zu den größten Neobrokern Deutschlands. Nach eigenen Angaben verwaltete das Berliner Start-up bereits im Mai 2021 über sechs Milliarden Euro an Kundengeldern. Bei der letzten Finanzierungsrunde konnte das Fintech mehr als 250 Millionen Euro einsammeln und erhielt somit eine Bewertung von über 5 Milliarden Euro. Dabei ist der Broker erst seit 2019 geschäftlich aktiv.

Schwarze Zahlen schreibt das Unternehmen aber noch nicht. Trotz der hohen Bewertung und des großen Kapitalzufluss ist eine Pleite jederzeit möglich. Die aktuelle Wirtschaftslage könnte das Start-up ins Straucheln bringen, sollten sich Investoren gegen weitere Finanzierungen entscheiden. Zuletzt entließ Trade Republic im Juni 2022 zahlreiche Mitarbeiter.

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