Top-Ökonom warnt vor Blutbad: Aktien sollen um 25 Prozent einbrechen

Top-Ökonom warnt vor Blutbad: Aktien sollen um 25 Prozent einbrechen
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Die Kurse von Aktien rauschen bald um 25 Prozent nach unten. Davor zumindest warnt der Top-Ökonom David Rosenberg.

Der renommierte Ökonom David Rosenberg ist davon überzeugt, dass die US-Wirtschaft kurz vor einer Rezession steht. Infolge dieses makroökonomischen Abschwungs sollen die Aktienkurse an der hiesigen Börse zweistellig einbrechen. Das verriet der Marktexperte in einer neuen Episode des WTFinance-Podcasts auf YouTube, wie Markets Insider berichtet.

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David Rosenberg: Anzeichen für eine Rezession

Wie Rosenberg erklärte, habe die US-Notenbank Fed die Zinssätze seit letztem Frühjahr von nahezu null auf über fünf Prozent angehoben, mit dem Ziel, die Inflation einzudämmen. Auch werfen kurzfristige Staatsanleihen derzeit höhere Renditen ab als langfristige Anleihen. Dies soll darauf hindeuten, dass die Wall Street einen wirtschaftlichen Abschwung erwartet, der die Fed dazu veranlassen wird, die Zinsen in den kommenden Jahren wieder zu senken.

Laut dem Top-Ökonom habe die Wirtschaft noch nie einen solchen Straffungszyklus der Fed durchlaufen, bei dem die Zinsstrukturkurve invertiert gewesen wäre, ohne in einer Rezession zu landen.

Den amerikanischen Verbraucher bezeichnete Rosenberg als “Energizer-Bunny”, weil die Haushalte in den letzten Jahren unermüdlich Geld ausgegeben hätten. Allerdings warnte er davor, dass die Ersparnisse fast aufgebraucht seien, die Rückzahlung der Studentenschulden in diesem Monat wieder aufgenommen worden sei und es Anzeichen von Stress bei den Verbrauchern gebe – zum Beispiel zunehmende Zahlungsausfälle bei Kreditkartenzahlungen.

Dicker Börsencrash im Anmarsch: US-Aktien sollen um 25 Prozent einbrechen

Rosenberg prognostizierte, dass die Arbeitslosigkeit steigen und sich das Lohnwachstum verlangsamen werde, als Folge der gestiegenen Zinsen. Die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage sei derzeit nicht in den Vermögenswerten eingepreist, was bedeutet, dass Anleger innerhalb weniger Monate eine “wirkliche böse Überraschung“ erleben könnten.

Was der Marktexperte damit meint? Einen heftigen Börsencrash, bei welchem der Aktien-Index S&P 500 um 25 Prozent nach unten rauschen würde, auf rund 3.400 Punkte. Nimmt man das Allzeithoch im Anfangsjahr 2021 als Ausgangspunkt, würde der Index sogar um 30 Prozent fallen.

Auch auf den Immobilienmarkt in den USA blickt Rosenberg nicht mit Optimismus. Den jüngsten Anstieg der Immobilienpreise sieht er als Beweis für einen “sehr deprimierten” Markt und nicht als Zeichen der Gesundheit. Gestiegen seien die Preise laut dem Experten nur, weil das Angebot noch stärker zurückgegangen sei als die Nachfrage. Rosenberg zog außerdem eine Parallele zwischen der aktuellen Marktsituation und der Zeit vor dem Platzen der Immobilienblase Ende 2007.

Ob die US-Börse in naher Zukunft tatsächlich zusammenbricht, bleibt abzuwarten. Dem allgemeinen Pessimismus entgegen, prognostizierte der Wharton-Professor Jeremy Siegel zuletzt neue Aktien-Rekorde. In jedem Fall lohnt es sich, ein stabiles, breitgestreutes Portfolio aufzustellen. Essentiell hierfür sind zum Beispiel ein Welt-ETF und risikoarme Anlageklassen wie Gold und Tagesgeld als Beimischung.

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