Tesla Aktie: Kursziel 2025 – Wie entwickelt sich der Börsenkurs?

Tesla Aktie: Kursziel 2025 - Wie entwickelt sich der Börsenkurs?
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Die Tesla Aktie gehört weiterhin zu den interessantesten Wertpapieren am Markt. Wir verraten dir, welches Kursziel Experten für das Jahr 2025 prognostizieren.

Kaum ein Unternehmen wird so scharf an der Börse beobachtet, wie Tesla. Verwundern sollte das nicht: Der E-Auto-Hersteller legte in den letzten Jahren eine unvergleichbare Kursentwicklung hin. Wurden Tesla-Anteilsscheine Anfang Januar 2019 noch für 19,22 Euro gehandelt, ging die Aktie zwei Jahre später schon für knapp 317,37 Euro über die Ladentheke – das entspricht einem Kursanstieg von rund 1.551 Prozent.

Sein Allzeithoch erreichte die Aktie am 5. November 2021. Satte 356,47 Euro kostete ein Wertpapier des Autobauers zu diesem Zeitpunkt. Seitdem ging es mit dem Börsenkurs immer mal wieder heftig bergab. Viele Finanzexperten sind dennoch optimistisch, was die Zukunft der Tesla Aktie betrifft. Bis ins Jahr 2025 werden teils gigantische Kurssprünge prognostiziert.

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Tesla: Die Geschichte des E-Auto-Herstellers

Tesla wird im Jahr 2003 im US-Bundestaat Kalifornien von den Ingenieuren Martin Eberhard und Marc Tarpenning gegründet. Nicht lange nach der Gründung beteiligen sich Elon Musk und sein Geschäftspartner Jeffrey Brian Straubel an dem unscheinbaren Startup. Von einer revolutionären Vision getrieben, arbeitet das Unternehmen fleißig an der Entwicklung elektrisch betriebener Autos.

Im Jahr 2008: Elon Musk wird CEO

Seit dem Jahr 2008 ist Elon Musk der CEO und das öffentliche Gesicht der Firma. Im selben Jahr gelangt das erste Serienfahrzeug mit Li-Ion-Batterie, der Tesla Roadster, auf den Markt. Zwei Jahre später gelingt Tesla der Börsengang, wodurch ganze 226 Millionen Dollar Eigenkapital gesammelt werden können. In der Folgezeit produziert Tesla das Model S, ein Sportwagen, der mit einer Reichweite von über 500 Kilometer jedes andere Elektroauto übertrifft.

Nach der Eröffnung der ersten Gigafactory in Nevada bringen die Kalifornier 2015 das Model X an den Mann, einen sportlichen SUV mit einer noch größeren Reichweite als sein Vorgänger.

Im Jahr 2020: Tesla schreibt erstmals schwarze Zahlen

Im Frühjahr 2016 stellt Tesla mit dem Model 3 endlich einen Wagen für die Mittelklasse vor. Das Interesse ist groß: Innerhalb einer Woche wird das Auto 325.000 mal vorbestellt. Die Produktion des Fahrzeugs beginnt knapp ein Jahr später. Im Jahr 2019 überholt Tesla mit 800.000 hergestellten Elektrofahrzeugen den chinesischen Konkurrenten BYD und rangiert damit zum größten E-Auto-Hersteller der Welt.

2020 schreibt Tesla dann erstmals schwarze Zahlen. Das Beheben schwerer Produktionsprobleme beim Model 3 und der Verkauf von Emissionszertifikaten ermöglichen einen Jahresüberschuss von 690 Millionen Dollar.

Im Jahr 2022 erzielt Tesla einen Rekordgewinn von 12,6 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Steigerung von 129 Prozent gegenüber dem Vorjahr (5,5 Mrd. USD). Die Anzahl der ausgelieferten Fahrzeuge beläuft sich auf 1,3 Millionen. Damit werden rund 40 Prozent mehr Elektroautos ausgeliefert als in 2021.

Tesla: Das Geschäftsmodell im Check

Im Vordergrund des Geschäftsmodells von Tesla steht die Entwicklung, Produktion, das Leasing und der Verkauf von Elektroautos. Von dort bezieht das Unternehmen fast 88 Prozent seines Gesamtumsatzes. Die produzierten Fahrzeuge sind für Privatpersonen gedacht – das Model S und X für die Oberklasse, das Model 3 und Y für den Verkauf an den Mittelstand.

Seit neuestem ist Tesla auch in der LKW-Branche tätig. Mit dem Semi Truck brachte das Unternehmen Ende 2022 seinen ersten elektronisch betriebenen Lastkraftwagen auf die Straße. Der neueste PKW von Tesla ist der futuristisch gestaltete Cybertruck, welcher voraussichtlich Ende 2023 in den USA ausgeliefert wird.

Ein kleineres Segment von Teslas Geschäftsmodell stellt die Energieerzeugung dar. Hierfür setzen Musk und Co. auf sogenannte “Solar-Roofs”, die durch integrierte Solarzellen grünen Strom bei Sonneneinstrahlung erzeugen können. Weiterhin stellt Tesla Batterien als Energiespeicher her, die an Privatpersonen und Unternehmen verkauft werden.

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Die Zukunft der E-Auto-Branche

Das Wachstum von Tesla hängt stark von der Entwicklung der Elektroauto-Branche ab. Dementsprechend relevant ist es, einen Blick auf die Zukunft dieser Branche zu werfen.

Die Themen Klima- und Umweltschutz sind den Menschen in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Das hat dazu geführt, dass auch das Interesse an Elektroautos gestiegen ist. Weltweit wurden im 1. Quartal des Jahres 2022 rund 2 Millionen neue Elektrofahrzeuge ausgeliefert. Das entspricht einer Steigerung von 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die IEA (Internationale Energieagentur) berichtet.

E-Auto-Branche: Internationale Energieagentur rechnet mit starkem Wachstum

Insgesamt wurden 2021 jede Woche mehr Elektroautos verkauft als im ganzen Jahr 2012 (120.000 Fahrzeuge). Den größten Markt für Elektrofahrzeuge bildet China, gefolgt von Europa und den USA. Auf dem europäischen Kontinent ist Deutschland der größte Markt. Ein Viertel aller verkauften PKWs werden hierzulande elektrisch betrieben.

Bei fast 10 Prozent aller weltweit verkauften Autos handelt es sich bereits um Elektrofahrzeuge. Die IEA nimmt an, dass diese Zahl trotz der globalen Hindernisse im Moment weiter steigen wird: “Die Nachwehen der Pandemie, der Krieg in der Ukraine sowie die daraus resultierenden Lieferengpässe sorgen aktuell für einen Dämpfer bei den Absätzen von E-Autos. Trotzdem sieht die IEA längerfristig nur eine Richtung für die Zukunft der Elektromobilität, nämlich steil nach oben.”

Seit Ende 2021 gibt es weltweit etwa 1,8 Millionen öffentliche Ladestationen für E-Autos. Der Marktwert von Strom für das Aufladen von Elektrofahrzeugen wird der IEA zufolge um das 20-fache wachsen und bis 2030 etwa 190 Milliarden Dollar erreichen. Das entspricht rund einem Zehntel des aktuellen Marktwerts von Diesel und Benzin.

Tesla Aktie: Kursziel 2025: Wie geht es weiter mit dem Börsenkurs?

Gemessen an der Marktkapitalisierung (755 Mrd. USD) gehört Tesla zu den größten Unternehmen der Welt. Da sollte es nicht verwundern, dass es zahlreiche Prognosen zur Kursentwicklung des Elektroauto-Herstellers gibt. Viele davon gehen auch ins Jahr 2025 hinein.

Cathie Wood: Optimistisches Kursziel zur Tesla Aktie

Eine der optimistischsten Prognosen zur Tesla Aktie stammt von Cathie Wood. Berühmt wurde die Fondsmanagerin durch ihren Ark Innovation ETF, mit welchem sie ausschließlich in disruptive Technologien investiert. Glaubt man ihren Worten, wird der Aktienkurs von Tesla bis 2025 auf 3.000 Dollar steigen.

Das Kursziel der 67-Jährigen berechnet sich als gewichteter Mittelwert aus unterschiedlichen Szenarien vom “Bear Case” (pessimistischste Annahmen) bis zum “Bull Case” (optimistische Annahmen). Im schlechtesten Szenario geht Wood von einem Tesla-Kurs von 1.500 Dollar aus, im besten Fall von 4.000 Dollar.

Im Jahr 2025 soll das Unternehmen außerdem zwischen 5 bis 10 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Des Weiteren werde es dann schon eine vollständig autonome Robo-Taxi-Flotte auf den Straßen geben, so Cathie Wood. Die Prognose der Fondsmanagerin stammt aus dem März 2021.

Im April 2023 gab Cathie Wood eine neue zuversichtliche Prognose ab. Bis ins Jahr 2027 soll der Kurs der Tesla-Aktie demnach auf 2.000 Dollar ansteigen. Im selben Jahr soll das Unternehmen weltweit 10,3 bis 20,7 Millionen Fahrzeuge verkaufen.

Ron Barron: Tesla Aktie soll sich mehr als verdoppeln

Der Investor Ron Baron, CEO von Baron Capital, glaubt ebenfalls an einen steigenden Tesla-Kurs. Die erste Aktie des Elektroauto-Herstellers kaufte Baron im Jahr 2014. Seine Anteile am Unternehmen sind insgesamt mehr als 4 Milliarden Dollar wert, wie Business Insider berichtet.

Ganz so optimistisch wie Cathie Wood ist Baron aber nicht. “Ich glaube, in 2025 wird die Tesla Aktie 500 bis 600 Dollar kosten.” verriet der Investor in einem Interview im November 2022. Weiterhin schätzt Baron, dass die Marktkapitalisierung des Unternehmens in acht bis zehn Jahren auf ungefähr 4,5 Billionen Dollar ansteigen wird. Die Prognose des Investors basiert auf der Annahme, dass Tesla im Verlauf des nächsten Jahrzehnts stark wächst und etwa 20 Millionen neue Autos pro Jahr verkauft.

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Vanguard, BlackRock und Co: Die größten Shareholder von Tesla

Vanguard hat zwar keine Kursprognose bis ins Jahr 2025 abgegeben, scheint aber dennoch bullish zu sein, was Tesla betrifft. Denn der Vermögensverwalter gilt mit einem Anteil von 7,01 Prozent als zweitgrößter Shareholder des Unternehmens, nach Elon Musk. Mit fast 54 Milliarden Dollar wettet Vanguard auf die Zukunft des Elektroauto-Herstellers.

Der drittgrößte Anteilseigner von Tesla ist BlackRock. Satte 5,86 Prozent aller Aktien des aufsteigenden Unternehmens gehören dem riesigen Vermögensverwalter. Der viertgrößte Shareholder ist die State Street Corporation (3,28 Prozent) an fünfter Stelle steht Geode Capital Management (1,63 Prozent).

Kritische Stimmen zu Tesla

Es gibt natürlich auch Investoren, die skeptisch gegenüber Tesla eingestellt sind. So wettet etwa David Einhorn, Gründer von Greenlight Capital, immer wieder gegen die Aktie des Unternehmens. Ähnliches gilt für Mark Spiegel, den Eigentümer von Stanphyl Capital, der in der Vergangenheit schon öfter den Untergang Teslas prognostiziert hat.

Gordon Johnson, Managing Director bei GLJ Research, ist davon überzeugt, dass die “Phase des Hyperwachstums” bei Tesla vorbei ist. Weiter rechnet er damit, dass eine Aktie des Elektroauto-Herstellers bis Ende 2023 nur noch 24,33 Dollar kosten wird.

Wer darüber nachdenkt, in Tesla zu investieren, sollte sich die Meinungen mehrerer Finanzexperten anhören. Außerdem ist es unabdingbar, eine tiefgehende Fundamentalanalyse durchzuführen, bevor man die Aktie erwirbt.

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