Millionäre investieren anders, als der Rest der Bevölkerung. Weder Geldanlagen noch Immobilien machen den größten Teil ihres Vermögens aus.
Früher oder später sollte sich jeder mit Wertanlagen beschäftigen. Schließlich möchten wir verhindern, dass Krisen wie die aktuelle Inflation unser Vermögen schmälern. Aber wie legt man sein Geld am besten an? Wer könnte das besser wissen, als die reichsten Menschen des Landes? Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) aus dem Jahr 2020 gibt Einblick in die Vermögensanlage hiesiger Millionäre.
Millionäre bevorzugen Firmenanteile
Im Rahmen einer dreijährigen Recherche haben die Forscher 1.956 Haushalte interviewt, darunter 881 Millionäre. Das Ergebnis: Die wohlhabendsten Deutschen legen ihr Vermögen anders an, als der Rest der Bevölkerung. Den größten Teil investieren sie demnach in Firmenanteile – das Betriebsvermögen macht rund 40 Prozent ihres Bruttovermögens aus (rund 1,26 Millionen Euro). Danach folgen sonstige Immobilien (etwa 792.000 Euro) und selbstgenutztes Wohneigentum (rund 575.000 Euro).

Für den Rest der Deutschen machen eigene Wohngebäude und Fahrzeuge den größten Anteil aus. Die Forscher vermuten, dass die Superreichen vor allem Anlageformen wählen, die auf die Generierung von Erträgen setzen, beispielsweise Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Geldvermögen spiele derweil eine untergeordnete Rolle.
Interessant ist auch, dass Millionäre überdurchschnittlich glücklich sind. Auf einer Skala von 0 bis 10 liegt ihre durchschnittliche Lebenszufriedenheit bei 8,2 Prozent. Damit stehen sie über der ärmeren Hälfte der Bevölkerung, die 7,1 Punkte erreicht und der oberen Mittelschicht, deren Lebenszufriedenheit bei 7,4 Prozentpunkten liegt. Macht Geld also doch glücklich? Dieser Frage gehen wir in einem anderen Beitrag nach.