Stripe Aktie kaufen – geht das?

Stripe Aktie kaufen - geht das?
© Stripe

Stripe ist ein innovativer Zahlungsanbieter aus den Vereinigten Staaten. Ob du Stripe Aktien an der Börse handeln kannst, erfährst du bei uns.

Das Unternehmen Stripe wird mit rund 100 Milliarden US-Dollar bewertet und gehört damit noch vor OpenAI und Epic Games zu den größten Einhörnern der Welt. Privatanleger warten gespannt auf einen Börsengang des innovativen Zahlungsanbieters. Denn momentan ist die Stripe Aktie nicht öffentlich handelbar.

Was ist Stripe?

Stripe ist ein Online-Bezahldienst mit Sitz im kalifornischen San Francisco. Das Unternehmen bietet seine Dienstleistungen in 25 Ländern rund um den Globus an. Zu den Kunden gehören sowohl Kleinunternehmen als auch Großkonzerne wie Amazon, Alphabet (Google), Microsoft, Uber, Zoom oder Spotify. Insgesamt sollen bereits rund eine Million Onlinedienste auf Stripe-Lösungen setzen.

Stripe tritt dabei weniger als Zahlungsabwickler für den Endkunden auf, wie es beispielsweise bei Klarna der Fall ist, sondern bietet seine Bezahllösungen vielmehr Unternehmen an, die Online-Shops betreiben. Eine Besonderheit an der Software von Stripe ist, dass sie maschinelles Lernen zur Erkennung möglicher Betrugsversuche nutzt.

Geld verdient das Unternehmen durch geringe prozentuale Transaktionsgebühren beziehungsweise nutzungsabhängige Gebühren. Eine weitere wichtige Einnahmequelle sind Geschäftskredite, die über den Service “Stripe Capital” angeboten werden. Zu den frühen Investoren zählen unter anderem die PayPal-Gründer Peter Thiel und Elon Musk. Aktuell wird das Start-up mit rund 100 Milliarden US-Dollar bewertet.

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Gibt es eine Stripe Aktie?

Stripe gehört zu den erfolgreichsten Start-ups der Welt. Kein Wunder, dass viele Anleger nach Möglichkeiten suchen, sich am Unternehmen beteiligen zu können. Jedoch wird die Stripe Aktie nicht an der Börse gehandelt. Dies erklärt das Unternehmen auf seiner Webseite auch selbst und warnt Kleinanleger:

“Stripe bietet weder Kleinanlegern die Möglichkeit, in das Unternehmen zu investieren, noch bietet es Aktienanlagen oder Schuldtitel (wie Anleihen) über Drittmakler oder andere Vermittler an, noch ist es der Mehrheit der Stripe-Aktionäre gestattet, ihre Aktien ohne Zustimmung von Stripe zu übertragen. Daher handelt es sich bei jedem Investitionsangebot, das nicht direkt von oder über Stripe gesendet wird, sehr wahrscheinlich um Betrug.”

Dank erfolgreicher Finanzierungsrunden konnte sich Stripe bisher ohne Börsengang über Wasser halten. Dies bedeutet allerdings auch, dass sich das Unternehmen ausschließlich in den Händen großer beziehungsweise institutioneller Investoren befindet. Eine Beteiligung als Kleinanleger ist nicht möglich. Doch besteht die Chance, dass ein IPO bald vollzogen wird. Dann wäre die Stripe Aktie für jedermann zugänglich.

Stripe: Ist ein Börsengang geplant?

Zum aktuellen Zeitpunkt steht der Stripe IPO nicht kurz bevor. Bisher hat das Unternehmen keinen Börsengang angekündigt; so ist nicht klar, ob dieser überhaupt stattfinden wird. Grundsätzlich ausgeschlossen werden kann der Börsengang jedoch nicht. Ganz im Gegenteil: In der Vergangenheit hat sich Stripe sogar mehrfach positiv demgegenüber geäußert.

Sollte sich das Unternehmen für diesen Schritt entscheiden, könnte es der größte Börsengang aller Zeiten werden. Aktueller Rekordhalter ist Saudi Aramco. Der Börsengang hat dem saudi-arabischen Ölkonzern rund 29,5 Milliarden Dollar eingebracht. Aber das Unternehmen ist deutlich mehr wert. Es wurden nämlich nur rund 1,5 Prozent der Anteile verkauft.

Angenommen, Stripe wird derzeit mit 100 Milliarden US-Dollar bewertet, müsste das Unternehmen demnach mindestens 30 Prozent seiner Anteile in Form von Aktien an den Markt bringen. Gemessen am Emissionsvolumen wäre es der bisher größte Börsengang weltweit. Wahrscheinlich ist das allerdings nicht. Trotzdem hat Stripe das Potenzial den größten Börsengang im jeweiligen Kalenderjahr zu vollziehen. Nur wenige Start-ups sind wertvoller.

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Der Ölkonzern Saudi Aramco vollzog den bisher größten Börsengang | © Adobe Stock

Alternativen zur Stripe Aktie

Investoren haben aktuell keine Möglichkeit, die Stripe Aktie öffentlich zu handeln. Dies bestätigt das Unternehmen auch selbst auf der eigenen Webseite. Dementsprechend musst du entweder auf einen möglichen Börsengang warten oder aber du beteiligst dich an konkurrierenden Unternehmen. Zu den größten Konkurrenten von Stripe gehören die Folgenden:

PayPal

PayPal wurde 1998 gegründet und hat sich seitdem zu einem der beliebtesten Zahlungsdienstleister entwickelt. Nutzer können Geld an andere Konten senden oder von diesen empfangen. Außerdem akzeptieren viele Online-Händler PayPal als Zahlungsmethode. Durch die Nutzung von PayPal müssen Kunden ihre Kreditkarteninformationen nicht direkt an den Händler weitergeben. Nach eigenen Angaben hat PayPal mehr als 277 Millionen aktive Nutzer in über 200 Märkten.

Adyen

Adyen ist ein weiterer Zahlungsdienstleister mit Sitz im niederländischen Amsterdam. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2006. Sowohl Meta-Chef Mark Zuckerberg als auch Twitter-Gründer Jack Dorsey sind ehemalige Investoren von Adyen. Das Hauptgeschäft des Dienstleisters besteht in der Zahlungsabwicklung. Der Großteil des Umsatzes (86 Prozent) wird in Nordamerika und Europa erzielt.

Amazon

Der Versandriese Amazon stellt mit Amazon Pay einen eigenen Online-Bezahldienst zur Verfügung. Kunden haben dadurch die Möglichkeit, ihre Einkäufe auf externen Websites und in Apps über ihr Amazon-Konto abzuwickeln. Sei dir allerdings bewusst, dass du mit dem Kauf der Amazon-Aktie nicht nur in Amazon Pay, sondern in die gesamte geschäftliche Tätigkeit des Onlineversandhändlers investierst.

Du möchtest an der Börse Aktien handeln?

Um an der Börse mit Aktien zu handeln, benötigst du ein Wertpapierdepot. Dieses kannst du bei einer Bank oder einem Online-Broker eröffnen. Theoretisch hast du auch die Möglichkeit, die Stripe Aktie zu erwerben, sollte eines Tages eines Tages ein Börsengang stattfinden.

Besonders günstige Konditionen beim Handel mit Aktien, ETFs und anderen Wertpapieren bietet der Broker Trade Republic*. Hier zahlst du lediglich eine Fremdkostenpauschale von einem Euro. Depotgebühren entfallen komplett. Außerdem verzichtet Trade Republic auf Gebühren für die Sparplanausführung. Demnach können Aktien und ETFs kostenfrei bespart werden.

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