Sparkasse: Wie kann ich eine Pfändung einsehen?

Sparkasse: Wie kann ich eine Pfändung einsehen?
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Wird einer Geldforderung nicht nachgekommen, kann dein Konto gepfändet werden. Doch wie lässt sich die Pfändung bei der Sparkasse einsehen?

Wer seine Schulden nicht mehr zurückzahlen kann, muss mit einer Kontopfändung rechnen. Durch diese Zwangsvollstreckungsmaßnahme versucht der Gläubiger, das ihm zustehende Geld einzufordern. Über einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss oder eine Pfändungs- und Einziehungsverfügung wird die Sperrung des Schuldnerkontos erwirkt.

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Pfändung bei der Sparkasse einsehen

Hast du ein Konto bei der Sparkasse, das einer Pfändung unterliegt, wirst du darüber schriftlich informiert. Auf ihrer Webseite erklärt die Sparkasse das Ganze wie folgt: “Sie erhalten schriftlich eine ausführliche Information über die Zustellung der Pfändung durch einen Gerichtsvollzieher oder einen öffentlich rechtlichen Gläubiger wie bspw. das Finanzamt, die Krankenkasse oder das Hauptzollamt.”

Auch im Online-Banking lässt sich eine Pfändung gegebenenfalls einsehen. So gibt es bestimmte Merkmale, die darauf hindeuten, dass dein Konto gepfändet wurde. Mehr dazu erfährst du im Artikel “Ist eine Kontopfändung im Online-Banking sichtbar?“. Wirklich sicher kannst du dir aber erst dann sein, wenn die sogenannte “Pfändungsverfügung” als offizielles Dokument vorliegt. Sie wird auf dem Postweg versandt.

Kurz: Eine Pfändung kannst du bei der Sparkasse einsehen, indem im du im Online-Banking auf bestimmte Merkmale achtest. Ansonsten wirst du generell auch schriftlich über die Pfändung deines Girokontos informiert.

Konto gepfändet – was jetzt?

Dein Konto wurde gepfändet oder du rechnest mit einer anstehenden Pfändung? Dann ist es ratsam, dein Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln zu lassen. Mit dem Pfändungsschutzkonto, auch P-Konto genannt, kann trotz laufender Pfändung monatlich über einen gesetzlich festgelegten Betrag verfügt werden.

Dieser Freibetrag liegt bei 1.410 Euro pro Kalendermonat und dient der Existenzsicherung. Durch das Pfändungsschutzkonto soll verhindert werden, dass das Konto gesperrt ist und Schuldner in die Situation kommen, dass sie zum Beispiel keine Nahrung kaufen oder die Miete nicht zahlen können. Deshalb sind Banken in Deutschland, einschließlich der Sparkasse, gesetzlich dazu verpflichtet, jedem Kunden ein P-Konto zu gewähren.

Wie bekomme ich ein Pfändungsschutzkonto?

Bist du bereits Kunde bei der Bank oder Sparkasse, dann kannst du ein P-Konto eröffnen, indem du dein bestehendes Girokonto umwandeln lässt. Dafür musst du in der Regel ein Formular ausfüllen, welches dir von der Bank zur Verfügung gestellt wird. Wichtig ist, dass es sich um ein Einzelkonto handelt und du nicht bereits ein anderes P-Konto besitzt (auch nicht bei anderen Kreditinstituten).

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Darf man ein zweites Girokonto eröffnen?

Grundsätzlich ist es nicht verboten, während einer aktiven Pfändung ein neues Girokonto zu eröffnen. Teilweise wird dieses Vorgehen sogar von Schuldnerberatern und Anwälten empfohlen. Beachten solltest du allerdings, dass dieses neue Konto nicht in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt werden darf. Schließlich könnte der gesetzliche Freibetrag so doppelt ausgenutzt werden.

Wichtig: Damit das zweite Konto dem Gläubiger nicht direkt wieder bekannt wird, muss das Konto bei einer neuen Bank oder Bankengruppe eröffnet werden. Diese neue Bank darf mit der alten in keiner unmittelbaren Verbindung stehen. Demnach solltest du kein zweites Konto bei der Sparkasse eröffnen, wenn du dort bereits Kunde bist.

Außerdem sollte es sich beim neuen Konto um ein schufafreies Konto handeln, da ansonsten ein Datenaustausch mit Auskunfteien wie der Schufa stattfindet. Somit kann der Gläubiger direkt vom neuen Konto erfahren und auch dieses pfänden lassen. Als schufafreie Kreditinstitute empfehlen wir die Girokonten von Bunq* und Revolut*. Hier findet grundsätzlich kein Schufa-Austausch statt.

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