Sicherheit statt Rendite: Die beliebtesten Geldanlagen der Deutschen

Sicherheit statt Rendite: Die beliebtesten Geldanlagen der Deutschen
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Sicherheit bleibt weiterhin Priorität bei deutschen Sparern. Aktien und Investmentfonds sind 2023 weniger beliebt als im Vorjahr.

In Zeiten steigender Zinsen legen Deutsche ihr Geld vermehrt auf Tagesgeldkonten an. Die Anlageform zieht demzufolge 2023 mit Aktien gleich. Am beliebtesten bleibt aber das Girokonto. Das geht aus einer im April veröffentlichten Umfrage zum Sparverhalten der Deutschen im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen hervor.

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Geldanlage: Deutsche mögen’s sicher

Auch in diesem Jahr steht das Girokonto wieder an der Spitze der Sparformen. 38 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, ihr Geld dort zu verwahren – im Vorjahr waren es noch 42 Prozent. Unverändert auf dem zweiten Platz befindet sich das Sparbuch. Hier legen 33 Prozent ihr Geld an, ein Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den dritten Platz belegen Immobilien mit 25 Prozent. Das Betongold muss immerhin einen Prozentpunkt einbüßen.

Auf Platz 4 folgen Renten- und Kapitallebensversicherungen mit 24 Prozent. Hier gibt es den stärksten Rückgang: Im Vorjahr waren es noch 29 Prozent. Auch der Bausparvertrag auf dem fünften Platz ist mit 26 Prozent weniger beliebt als 2022. Damals gaben noch 23 Prozent der Befragten an, die Geldanlage zu nutzen. Dicht dahinter folgen Investmentfonds mit 22 Prozent, die vier Prozentpunkte verloren.

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Kurzfristige Geldanlagen wie Tages- und Festgeldkonten kommen in diesem Jahr auf 20 Prozent, nachdem es 2022 noch 19 Prozent waren. Aktien verloren laut Umfrage den letztjährigen Zuwachs. Die vergleichsweise riskante Anlageform wird von 20 Prozent der Teilnehmer genannt, gegenüber 23 Prozent im Vorjahr.

Auch die Riester-Rente verzeichnet einen Rückgang. 17 Prozent geben an, die private Rentenversicherung zu nutzen, ein Jahr zuvor waren es 19 Prozent. Auf dem zehnten und letzten Platz rangieren festverzinsliche Wertpapiere, die von acht Prozent der Befragten genannt werden, womit sie ein Plus von einem Prozentpunkt verzeichnen. “Die hohe Inflation entzieht den Bürgern Kaufkraft und schwächt deren Sparfähigkeit”, sagt Christian König, der Hauptgeschäftsführer des Verbands der Privaten Bausparkassen, zum Ergebnis.

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