Rezession: Wie Anleger auf den Abschwung reagieren sollten

Rezession: Wie Anleger auf den Abschwung reagieren sollten
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Wann eine Rezession eintritt, lässt sich kaum vorhersagen. Ist der Zeitpunkt jedoch gekommen, müssen Anleger mit Bedacht handeln.

Das Jahr neigt sich dem Ende und die Prognosen für 2023 fallen alles andere als optimistisch aus. Experten sind sich einig, dass eine Rezession – möglicherweise globalen Ausmaßes, droht. Die Weltwirtschaft würde dann in mindestens zwei aufeinanderfolgenden Quartalen schrumpfen, mit verheerenden Folgen. Das Problem: Die Gegenmaßnahmen der Regierungen reichen meistens nicht aus, um den Abschwung zu verhindern. Anleger müssen ihr Vermögen daher selbst schützen.

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Rezession: Welche Maßnahmen trifft die Regierung?

Eine Rezession ist die Folge auf eine wirtschaftlich erfolgreiche Phase und Teil des Konjunkturzyklus. Das macht sie zwar zu einem natürlichen Ereignis, trotzdem setzt die Regierung alles daran, den Abschwung zu verhindern oder immerhin einzudämmen. Eine der wichtigsten Gegenmaßnahmen sind Steuersenkungen. Diese entlasten das Volk und sorgen dafür, dass Verbraucher ihren Konsum wieder erhöhen können. Auch Unternehmen profitieren von den niedrigen Steuern und steigern ihren Umsatz.

Neben der Regierung hat auch die Zentralbank ein Mittel gegen die Rezession und zwar die Anpassung des Leitzins. Während bei einer Inflation der Leitzins erhöht wird, um weniger Geld in Umlauf zu bringen, ist bei der Rezession das Gegenteil der Fall. Indem sie den Leitzins verringert, macht die Zentralbank die Aufnahme von Krediten für Unternehmen und Bürger attraktiver. Dank der Kredite werden neue Investitionen ermöglicht und es kommt wieder mehr Geld in Umlauf.

Auch interessant: Was ist eine Rezession? Bedeutung und Folgen einfach erklärt

Wie Anleger während der Rezession handeln sollten

Der Konsum lässt nach, Firmen machen weniger Umsatz und infolgedessen fallen auch die Börsenkurse. Anleger sollten jetzt nicht panisch werden. Wer über ein breitgefächertes, qualitatives Aktienportfolio verfügt, kann damit rechnen, dass sich dieses auch irgendwann wieder erholt. Wann genau, lässt sich wie der Eintritt der Rezession nur schwer bestimmen. Allerdings dauert ein Bärenmarkt im Schnitt 14 Monate und ist damit wesentlich kürzer als sein Pendant, der Bullenmarkt, welcher durchschnittlich 4,4 Jahre anhält.

Rote Zahlen sind an der Börse nie gerne gesehen. Im Grunde genommen stellt die Rezession aber auch eine Chance dar. So kannst du die niedrigen Kurse nutzen, um dich mit neuen Aktien einzudecken und deine bestehenden Positionen weiter auszubauen. Aus diesem Grund sollten auch Sparpläne – beispielsweise in Verbindung mit ETFs, nicht aufgelöst werden. Bei niedrigen Kursen erhältst du mehr Anteile, weshalb es sich lohnen kann, Sparpläne während des Abschwungs weiter laufen zu lassen.

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Tages- und Festgeldkonten sind derweil nicht die beste Idee. Zwar ist dein Geld dort sicher verwahrt, allerdings wirst du feststellen, dass du nur wenige bis keine Zinsen erhältst. Um langfristig von der Rezession zu profitieren, ist das Nachkaufen von Wertpapieren wohl eine der vielversprechendsten Anlageoptionen. Hat sich die Wirtschaft wieder erholt, dürfte es dein Depot dir danken.

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