Ray Dalio: Darum ist Markttiming eine schreckliche Idee

Ray Dalio: Darum ist Markttiming eine schreckliche Idee
© TechCrunch via Wikimedia Commons

Viele Anleger, insbesondere Neulinge, versuchen den Markt zu timen – und scheitern kläglich. Hedgefonds-Legende Ray Dalio erklärt warum.

Timing spielt an der Börse eine wichtige Rolle. Dennoch sollten Anleger nicht ständig versuchen, den richtigen Kauf- und Verkaufszeitpunkt zu finden. Dies sei die Aufgabe eines Narren, sagt Hedgefonds-Manager Ray Dalio, und schwieriger “als an den Olympischen Spielen teilzunehmen.”

In einem Interview im Podcast “We Study Billionaires” erklärte der Vorsitzende von Bridgewater Associates gegen Anfang des Jahres, dass die meisten Menschen einfach nicht in der Lage sind, vorherzusagen, welche Aktien steigen und welche fallen werden, und entsprechend zu investieren. Die Chancen stehen gegen sie, sagt Dalio. Bridgewater gebe “hunderte Millionen Dollar” pro Jahr aus und habe trotzdem Schwierigkeiten damit den Markt zu timen.

Auch interessant: Geldanlage: 5 Dinge, die du noch vor deinem ersten Investment tun solltest

Markttiming: Anleger begehen immer wieder die selben Fehler

Im Laufe seiner Karriere beobachtete der Investor, dass Anleger oft immer wieder in die selben Fallen tappen. “Der häufigste Fehler von Anlegern ist zu glauben, dass die Märkte, die gestiegen sind, eher gute Investitionen als teurere sind”, verrät Dalio.

Der Hedgefonds-Manager verweist dabei auf einen profitablen Fonds, der hohe Renditen erzielte, bei dem aber “der durchschnittliche Anleger Geld verlor”, weil versucht wurde, den Markt zu timen. “Jedes Mal, wenn der Kurs hoch war, haben sie gekauft und jedes Mal, wenn er fiel, haben sie verkauft.” Ihr schlechtes Markttiming sei darauf zurückzuführen, dass sie “reaktiv waren” und dachten, es sei eine großartige Investition, wenn der Kurs stark nach oben geht.

Zum Angebot: Aktien und ETFs für 1 Euro bei Trade Republic handeln*

Im vergangenen Jahr ermittelte die Bank of America die potenziellen Gewinne, die eine Person, die versucht, den Markt zu timen, verpassen könnte. Ausgehend von 1930 würde das Verpassen der zehn besten Tage jedes Jahrzehnts eine Rendite von 28 Prozent bringen, gegenüber 17.715 Prozent Rendite, die erzielt worden wäre, wenn die Person investiert geblieben wäre, berichtet das Wirtschaftsportal CNBC.

Nicht ohne Grund empfehlen viele erfolgreiche Investoren wie unter anderem auch Warren Buffett Aktien so lange wie möglich zu halten. Kursschwankungen, ob positiv oder negativ, sollen dabei in der Regel ausgesessen werden. Wie diverse Studien und Fallbeispiele zeigen, erzielen Anleger mit dieser Strategie eine langfristig deutlich bessere Rendite.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

 

Mehr aus dem Netz

Related Posts