Produktiver arbeiten: Wie du mit dem Batman-Effekt deine Ausdauer steigern kannst

Produktiver arbeiten: Wie du mit dem Batman-Effekt deine Ausdauer steigern kannst
© Warner Bros. Pictures

Wer die Rolle eines Superhelden wie Batman einnimmt, kann produktiver arbeiten. Das zumindest impliziert eine Studie der University of Pennsylvania.

Einem Kind Konzentration zu lehren, gehört wohl zu den schwierigsten Aufgaben des Elterndaseins. Kaum sitzen die kleinen Racker vor den Hausaufgaben, lassen sie sich von allem ablenken, was die Umgebung zu bieten hat. Sie wippen auf dem Stuhl umher, jammern oder jonglieren mit allerlei Gegenständen. Bis die eigentliche Aufgabe erledigt wurde, ziehen zahllose Minuten und Stunden ins Land. Doch Ausdauer und Selbstkontrolle lassen sich steigern – und zwar mithilfe des Batman-Effekts.

Was würde Batman tun?

Wenn Kinder ein Batman-Kostüm tragen, fällt es ihnen leichter, konzentrierter und geduldiger an langweiligen Aufgaben zu arbeiten. Das fanden die Forscherinnen Rachel White und Stephanie Carlson der University of Pennsylvania heraus. In einer Studie gaben sie 180 Kindern im Kindergartenalter eine unlösbare Aufgabe. Während der Aufgabe durften die Kinder wann immer sie wollten pausieren und zu einem Computerspiel wechseln.

Beim arbeiten wurden sie von den Forschern dazu aufgefordert, sich selbst laut zu fragen: “Strenge ich mich gerade an?” Wenn sie in der Ich-Form von sich sprachen, ließen sie sich leicht ablenken. Wenn sie in der dritten Person von sich selbst sprachen (“Strengt sich … gerade an?”), konnten sie sich schon besser konzentrieren. Am produktivsten arbeiteten die Kinder jedoch, wenn sie einen Batman-Umhang trugen und sich fragten: “Strengt sich Batman gerade an?”

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Zum selben Ergebnis führten auch die Personalisierungen anderer Superhelden. Aus den Beobachtungen folgerten die Forscherinnen, dass sich Kinder in Verkleidung besser von ihrem Selbst distanzieren können und auf diese Weise weniger anfällig für Ablenkungen sind. Wer sich selbst mit seinem Vorbild identifiziert, übernimmt dessen Persönlichkeit – und Batman würde wohl kaum vor einer schwierigen Aufgabe zurückschrecken.

Auch Erwachsene erleben den Batman-Effekt. Wenn uns eine Person nach Hilfe fragt, sind wir oft besser darin, deren Problem zu lösen, als unser eigenes. Der Grund dafür ist der, dass wir die Situation distanziert betrachten können – losgelöst von unserem persönlichen Bias. Das psychologische Phänomen kann bewusst eingesetzt werden, wenn schwierige Aufgaben im Alltag bevorstehen.

Wie die in dem Experiment getesteten Kinder, musst du dir einfach vorstellen, du nähmst jetzt die Rolle einer anderen Person ein. Das kann entweder eine reale oder eine fiktive Person ein. Während dem bewältigen der Aufgabe, wirst du merken, dass sich mentale Blockaden lösen. Am Schluss fällt dir auf, zu welch fokussierter Arbeit du eigentlicher in der Lage bist, wenn du aus dem üblichen Gedankenwirrwarr “herauszoomst” und die Dinge aus einer neuen Perspektive betrachtest.

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