Private Maßnahmen gegen die Inflation: So kannst du dein Geld schützen

Private Maßnahmen gegen die Inflation: So kannst du dein Geld schützen
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Um die aktuelle Inflation einzudämmen, erhöht die Europäische Zentralbank den Leitzins. Auch Privatpersonen können zum Schutz ihres Geldes einige Maßnahmen treffen – sieben Vorschläge liest du hier.

Seit mehreren Monaten heizt der Anstieg der Energie- und Lebensmittelpreise die Inflation an. Im Oktober lagen die Verbraucherpreise im Euroraum um 10,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats – ein Rekordwert. Dagegen steuert die EZB (Europäische Zentralbank) mit immer höheren Zinsen. Doch wie kann man eigentlich als Privatperson sein Geld schützen?

Damit du deinem Vermögen nicht beim Schrumpfen zusehen musst, solltest du private Maßnahmen gegen die Inflation treffen. Idealerweise natürlich schon vorher – nur ist das derzeit nicht möglich. Zum Glück bieten sich die meisten Maßnahmen auch während der steigenden Inflation noch an. Sieben Vorschläge bekommst du im Folgenden:

1. Lebensstandard senken

Im Grunde liegt es auf der Hand: Wenn die Preise steigen, musst deine Ausgaben verringern. Das bedeutet gleichzeitig auch, den Lebensstandard zu senken. Kaufe nur Dinge, die du wirklich benötigst und versuche deine laufenden Kosten so gering wie möglich zu halten. Sinnvoll ist es dabei, vor allem die Ausgaben zu reduzieren, die von der Teuerung am stärksten betroffen sind – momentan also Energie und Lebensmittel.

2. Vorräte anlegen

Zu den privaten Maßnahmen gegen die Inflation, die nur wenige Menschen in Betracht ziehen, gehört das sogenannte Hamstern. Besonders bei einer starken Preissteigerung von Lebensmitteln, ist das für den einzelnen Verbraucher keine schlechte Idee. Wenn du Vorräte anlegst, beachte jedoch, dass die Produkte lange haltbar sein müssen. Das gilt zum Beispiel für Reis, Nudeln und Konserven.

Auch als Selbstversorger kannst du dich gegen die Inflation schützen. Da du weniger oder gar kein Geld für Lebensmittel ausgeben musst, bist du von den steigenden Preisen nicht so sehr betroffen. Der Anbau von Obst und Gemüse im eigenen Garten ist eine Möglichkeit. Außerdem kannst du Wildkräuter und Pilze im Wald sammeln und dein eigenes Brot backen.

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3. In Aktien investieren

Wer sein Vermögen vor der Inflation schützen möchte, sollte in Sachwerte investieren. Eine beliebte Möglichkeit sind Aktien, da diese mithilfe von Online-Brokern* unkompliziert gekauft werden können. Noch besser eignen sich breitgestreute Aktienfonds wie beispielsweise Welt-ETFs, die eine vergleichsweise sichere Rendite bringen. Natürlich besteht auch hier ein gewisses Verlustrisiko, doch ist dein Geld in Aktienfonds wohl besser investiert als auf dem Konto, wo es stetig an Wert verliert.

4. In Gold investieren

Gold ist eines der ältesten Zahlungsmittel überhaupt. Seit Jahrhunderten hat es weltweit einen beständigen Ruf als perfekte Geldanlage in Krisenzeiten. Die Verbraucherzentrale empfiehlt allerdings nicht nur auf das glänzende Edelmetall zu setzen, sondern auch Aktienfonds und Zinspapiere zu kaufen. In Gold sollten nur fünf bis zehn Prozent deines Vermögens angelegt sein, da der Goldpreis hohen Schwankungen ausgesetzt ist.

5. In Immobilien investieren

Spontan eine Immobilie kaufen, kann natürlich nicht jeder. Wer über die finanziellen Mittel verfügt, sollte in Zeiten hoher Inflation aber darüber nachdenken. Mit dieser steigen in der Regel nämlich auch die Mieten und Immobilienpreise. Theoretisch können dabei sogar Gewinne und Wertzuwächse weit über die Inflation hinaus erzielt werden.

6. In Rohstoffe investieren

In den vergangenen zwölf Monaten sind die Preise von Heizöl um über 94 Prozent gestiegen, Erdgas ist um circa 59 Prozent teurer geworden und Flüssiggas um rund 54 Prozent. Für Verbraucher ist das sehr ärgerlich, Anleger hingegen dürften sich freuen. Finanziell an Rohstoffen beteiligen kannst du dich sowohl indirekt mit Aktien als auch direkt über Derivate, also Termingeschäfte.

7. Kredit aufnehmen

Als eine der Maßnahmen gegen die Inflation einen Kredit aufzunehmen, klingt erstmal verrückt. Staaten und Unternehmen nutzen diesen Trick allerdings schon seit Jahrhunderten. Steigt die Inflation stärker als die vereinbarten Schuldzinsen, die man zu zahlen hat, dann greift die Geldentwertung dem Schuldner unter die Arme. Der Finanzierungsbetrag erfährt einen konstanten Wertverlust. Nominal bleibt die Summe gleich, real verringern sich aber die zu zahlenden Schulden.

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