Pfändung bezahlt: Wann ist das Konto wieder frei?

Pfändung bezahlt: Wann ist das Konto wieder frei?
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Die Pfändung wurde bezahlt, aber dein Konto ist noch nicht wieder freigeschaltet? Das kannst du jetzt tun, um den Vorgang zu beschleunigen.

Eine Kontopfändung ist eine Zwangsvollstreckungsmaßnahme, mit der ein Gläubiger das ihm zustehende Geld einfordern kann. Wenn dein Bankkonto gepfändet wurde, dann liegt das vermutlich daran, dass du deine Schulden nicht rechtzeitig beglichen hast. Ist die Auszahlung an den Gläubiger per Pfändung erfolgt, sollte dein Konto wieder freigeschaltet werden.

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Wichtig ist dabei, dass dein Konto über eine ausreichende Deckung verfügt. Denn, so schreibt die Sparkasse: “Bei einer Pfändung wird ein Konto erst dann entsperrt, wenn die offenen Forderungen beglichen sind, die zur Pfändung geführt haben.” Der Überweisungsprozess kann nur dann abgewickelt werden, wenn du zahlungsfähig bist.

Die Pfändung wurde bezahlt: Wann ist mein Konto wieder frei?

Die Kontopfändung dauert so lange, bis alle Schulden getilgt sind. Meistens wird die Forderung sofort vollständig aus dem Bankguthaben beglichen, womit die Pfändung endet. Sind jedoch nicht genügend Zahlungsmittel auf dem Konto vorhanden, so kann dieser Prozess Monate oder gar Jahre andauern – je nach Guthaben und Höhe der Forderung.

Du hast die Pfändung bezahlt, aber dein Konto ist noch immer gesperrt? Dann solltest du entweder einige Werktage abwarten oder mit deiner Bank in Kontakt treten, zum Beispiel über deinen Berater oder den Support. Wichtig ist hierbei zu wissen, dass manche Banken eine schriftliche Bestätigung des Gläubigers verlangen, bevor sie das Konto wieder freischalten. Bis dahin können theoretisch mehrere Wochen vergehen.

Je nachdem, ob du bei der Sparkasse, der Volksbank, der Postbank, der Commerzbank oder einem anderen Geldinstitut Kunde bist, fällt die Bearbeitungszeit unterschiedlich lange aus. Wann dein Konto wieder frei ist, lässt sich nicht allgemein sagen. Musst du schnell an dein Guthaben kommen, ist es in jedem Fall ratsam, den Support deiner Bank zu kontaktieren. Auskünfte speziell zu deiner Pfändung kann dir der entsprechende Gläubiger geben.

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Miete und Strom weiter bezahlen: Pfändungsschutzkonto einrichten

Um deine Lebenshaltungskosten wie Miete, Strom und Lebensmittel trotz Pfändung weiter bezahlen zu können, bietet sich die Umwandlung deines Girokontos in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) an. Trotz laufender Pfändung kann damit monatlich über einen gesetzlich festgelegten Betrag verfügt werden, wie die Sparkasse Karlsruhe schreibt.

Das P-Konto schützt den monatlichen Betrag fortwährend: Man muss den Freibetrag also nicht direkt nach Eingang abheben, sondern kann das Girokonto normal weiter nutzen. Insofern der Freibetrag noch nicht überschritten ist, werden auch Lastschriften, Überweisungen und Daueraufträge ausgeführt. Momentan liegt die gesetzliche Freigrenze für eine Person bei 1.410 Euro pro Kalendermonat.

Pfändung bezahlt: Wann ist das Konto wieder frei?
Richte ein P-Konto ein, um deine Fixkosten zu decken | © Adobe Stock

Pfändung bezahlt: Sollte ich mein Konto wechseln?

Selbst wenn der offene Betrag schnell beglichen wurde, kann eine Kontopfändung unangenehme Folgen für dich haben. Möglicherweise kommst du dir vor wie ein Kontoinhaber zweiter Klasse, da dich deine Bank nach der Pfändung nicht mehr für kreditwürdig hält. Sie wird dir dementsprechend keinen Ratenkredit und auch keine Kreditkarte mehr einräumen. In diesem Fall könnte es Sinn machen, ein neues Girokonto bei einer anderen Bank zu eröffnen.

Allerdings wird eine Kontopfändung immer der Schufa gemeldet. Das bedeutet, dass viele Banken über deine finanzielle Situation Bescheid wissen und dir womöglich kein Konto gewähren. Abhilfe schaffen hier sogenannte “schufafreie Banken”. Der Anbieter Bunq* verzichtet beispielsweise komplett auf die Zusammenarbeit mit der Schufa. So kannst du auch dann ein Konto eröffnen, wenn deine Bonität nicht optimal ist.

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