One Piece, Naruto & Co: Wie kann man in die Anime-Branche investieren?

One Piece, Naruto & Co: Wie kann man in die Anime-Branche investieren?
© Toei Animation / Eiichiro Oda

Du glaubst an die die Zukunft der Anime-Branche und möchtest deshalb an deren Wertentwicklung teilhaben? Wir zeigen dir, wie’s funktioniert.

Die Anime-Industrie hat sich im Verlauf der letzten Jahre stetig ausgebreitet. Von einer Nische kann nicht mehr die Rede sein: Im Jahr 2021 belief sich die Größe des globalen Anime-Marktes auf schätzungsweise 24,23 Milliarden Dollar. Das Limit ist damit noch nicht erreicht. Einer Prognose von Precedence Research zufolge soll die Branche bis 2030 um durchschnittlich 7,9 Prozent im Jahr wachsen.

Zu den größten Anime-Konsumenten gehören derweil die Menschen des Asien-Pazifik-Raums (Japan, China, Indien, Korea und Co.). Sie sorgen für fast die Hälfte des gesamten Umsatzes der Branche. Den zweitgrößten und zugleich potentialreichsten Wertschöpfungsraum stellt der Mittlere Osten gepaart mit Afrika dar. Das Marktwachstum wird dort durch eine wachsende Fangemeinde, einen steigenden Lebensstandard und der zunehmenden Verbreitung von Streamingdiensten vorangetrieben. Darauf folgen die Regionen Europa, Lateinamerika und Nordamerika.

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So investierst du in die Anime-Branche

Wenn du ein Abo bei einem Streaminganbieter besitzt, stehen die Chancen nicht schlecht, dass du schon einmal einen Anime gesehen hast. Vielleicht bist du ja sogar ein großer Fan der japanischen Animationsserien. Doch hast du auch schon einmal darüber nachgedacht, am Erfolg der Branche teilzunehmen?

Die leichteste und fast schon einzige Möglichkeit, in die Anime-Industrie zu investieren, besteht in dem Kauf von Aktien. Mit Wertpapieren kannst du dich nämlich schon für wenig Geld an den bedeutsamsten Unternehmen des Sektors beteiligen. Gewinne lassen sich durch Dividenden und Kurssteigerungen erzielen. Im Folgenden haben wir die größten börsennotierten Unternehmen der Branche für dich aufgelistet:

UnternehmenKerngeschäftMarktkapitalisierung
Bandai Namco HoldingsVideospiele, Spielwaren13,66 Mrd. €
Tōei AnimationSerien & Filme4,05 Mrd. €
Kadokawa Corp.Serien & Filme, Manga2,51 Mrd. €
OriconStatistiken & Informationen95,80 Mio. €

Ist ein “Anime-Investment” wirklich sinnvoll?

Abgesehen von Bandai Namco Holdings, sind die hier aufgezählten Unternehmen nur schwer bei deutschen Brokern und Banken handelbar. Möchtest du deren Aktien dennoch erwerben, musst du auf den OTC-Handel zurückgreifen (“over the counter”). Das Trading findet dann nicht an einer offiziellen Börse, sondern direkt zwischen Käufer und Verkäufer statt.

Nun gibt es auch die Möglichkeit, indirekt in die Anime-Branche zu investieren. Das bedeutet, Aktien von Unternehmen zu kaufen, die nur mit einem Fuß in der Industrie stehen. Ein Beispiel hierfür stellt Netflix dar. Seit vielen Jahren schon lizenziert der Streaminganbieter japanische Zeichentrickwerke und produziert seine eigenen Anime-Serien bzw. Filme. Allerdings macht diese Sparte nur einen kleinen Teil des Gesamtkatalogs aus. Ob man dann wirklich noch von einem Investment in die Anime-Branche sprechen kann, ist fraglich.

Wir persönlich raten von einem Investment in die Anime-Branche statt. Die Industrie ist sehr umfangreich und viele der darin agierenden Unternehmen sind nicht an der Börse notiert. Andere sind wiederum Teil eines Mutterkonzerns. So gehört Crunchyroll, die größte Streamingplattform für Anime-Serien und Filme, etwa zu Sony. Wer in die Anime-Branche investieren möchte, kann deshalb nur einen kleinen Bereich der gesamten Industrie in sein Portfolio aufnehmen. Einen Anime-ETF oder ähnliches gibt es derzeit noch nicht.

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