Nicht McGregor: Der bestbezahlte Sportler aller Zeiten lebte in der Antike

Nicht McGregor: Der bestbezahlte Sportler aller Zeiten lebte in der Antike
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Wer sich über die hohen Gehälter der heutigen Sportler beschwert, sollte einen Blick auf die Antike werfen. Der Wagenlenker Diocles verdiente deutlich mehr als jeder Spitzenathlet der Neuzeit.

Der MMA-Kämpfer Conor McGregor verdiente alleine im Jahr 2021 satte 180 Millionen US-Dollar. Zwei langersehnte Kämpfe, zahlungsfreudige Sponsoren und seine Whiskey-Marke Proper No. Twelve katapultierten den Iren auf Platz Eins der bestbezahlen Sportler der Welt. Selbst Spitzenfußballer wie Lionel Messi und Cristiano Ronaldo mussten sich laut Forbes mit geringeren Einnahmen zufriedengeben. Doch trotz seines enormen Cashflows, ist McGregor noch lange nicht der bestbezahlte Sportler der Geschichte. Dieser Platz gebührt schon seit Jahrhunderten einem anderen Athleten.

Gaius Appuleius Diocles: Antiker Wagenlenker war Multi-Milliardär

Gaius Appuleius Diocles war ein Wagenlenker im römischen Reich, der durch seine sportlichen Erfolge ein unglaubliches Vermögen anreicherte. Geboren wurde der berühmte Athlet im Jahr 104 n. Chr. in der römischen Provinz Lusitanien, dem heutigen Portugal. Seit dem Beginn seiner Karriere im Alter von 18 Jahren, bestritt Diocles 4.257 Rennen – eine ungewöhnlich hohe Zahl, da viele Wagenlenker schon in jungen Jahren ihr Leben ließen.

Der römischen Buchführung sei dank, wissen wir heute, dass der Lusitanier 1.462 Siege errang, bis er seine Karriere im Alter von 42 Jahren beendete. Dem Historiker Peter Struck zufolge, hat Diocles durch die Preisgelder insgesamt 35.863.120 Sesterzen verdient.

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Auf die heutige Zeit umgerechnet sind das 15 Milliarden US-Dollar. Diese Summe hätte ausgereicht, um die Stadt Rom während eines ganzen Jahres mit Getreide zu versorgen, meint Struck. Des Weiteren wäre es möglich gewesen, rund zwei Monate sämtliche Gehälter der römischen Armee zu bezahlen.

Wagenlenker stammten für gewöhnlich aus den niederen Schichten der Gesellschaft. Finanziert wurden sie von verschiedenen Rennställen, die für Ausrüstung, Pferde und das Training der Sportler aufkamen. Diocles selbst war vermutlich Analphabet. Dennoch verdiente der lusitanische Athlet das fünffache von dem, was die bestbezahlten Statthalter der damaligen Zeit erhielten. Eine wahre “Vom Tellerwäscher zum Millionär”-Geschichte also.

Bis Conor McGregor ein ebenso hohes Vermögen wie Diocles angereichert hat, dürfte es wohl ein Weilchen dauern. Selbst Basketball-Legende Michael Jordan verfügt “nur” über rund 2 Milliarden Dollar. Wer jetzt über einen Karrierewechsel nachdenkt, denn müssen wir leider enttäuschen. Die Wagenrennen sind mittlerweile, ähnlich wie die Gladiatorenkämpfe des Kolosseums, aus der Mode gekommen.

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