Neue Online-Zahlungsmethoden erobern den Markt

Neue Online-Zahlungsmethoden erobern den Markt
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Das Einkaufen in Onlineshops oder die Nutzung von Online-Dienstleistungen hat während der Corona-Pandemie einen wahren Schub erfahren. Um die bestellten Waren oder Dienstleistungen zu bezahlen, müssen Online-Zahlungsmethoden verwendet werden. Neben Kreditkarten und Online-Banking haben sich im Laufe der Zeit E-Wallets wie PayPal etabliert. PayPal ist wegen seines erweiterten Käuferschutzes sogar zur beliebtesten Zahlungsmethode bei den Deutschen geworden. Mittlerweile gibt es jedoch noch sehr viel mehr Alternativen, mit denen Online bezahlt werden kann und es drängen immer noch weitere auf den Markt. Einige Möglichkeiten im Internet zu zahlen, sollen hier kurz vorgestellt werden.

Bezahlen mit E-Vouchers

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Manche Leute scheuen sich davor, Ihre Online-Bestellungen mit Kreditkarte oder per Banküberweisung zu bezahlen. Das ist verständlich, wenn beispielsweise Inhalte für Erwachsene bezahlt werden sollen. Den Bankberater, der das beim Zahlen über das Bank- oder Kreditkartenkonto sehen könnte, geht das schließlich überhaupt nichts an. Um das zu vermeiden, können E-Vouchers verwendet werden. Eines davon ist CASHlib. Um die Zahlungsmethode zu nutzen, müssen Kunden die CASHlib-Seite aufrufen oder zu einer Verkaufsstelle gehen und sich ein Guthaben besorgen, das mit einem 16-stelligen Code gespeichert wird.

CASHlib findet besonders bei Online Casinos und Wettanbietern Akzeptanz. Das CASHlib einlösen erfolgt im Online Casino oder beim Online Bookie ganz einfach durch die Eingabe des Codes im Kassenbereich. Die Gutschrift auf dem Spieler- beziehungsweise Wettkonto erfolgt sofort. Einen Bonus zum Spielen der Casinospiele oder für Sportwetten gibt es meist ebenfalls.

Da der Code nur einmal verwendet werden kann und keinerlei persönliche Daten übermittelt werden, gelten die E-Vouchers als besonders sicher. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Art von E-Voucher nicht nur an einen Händler oder Dienstleister gebunden ist, sondern bei vielen Anbietern akzeptiert wird. Neben CASHlib gibt es noch zahlreiche weitere, zum Teil neue E-Voucher-Anbieter wie CashtoCode, die auf vielen Seiten im Netz genutzt werden können.

E-Wallets

Sehr beliebt für Online-Zahlungen sind auch E-Wallets. Neben PayPal, das schon seit 1999 genutzt werden kann oder Skrill, Neteller oder ecoPayz, die ebenfalls schon eine Weile verfügbar sind, gibt es mittlerweile ebenfalls neue viele neue Anbieter. Eines der neuen E-Wallets ist Mifinity, dass beispielsweise auf über 500 iGaming-Seiten akzeptiert wird. Das Besondere an dem Wallet ist, dass sich Kunden über die App Sub-Wallets in neun verschiedenen Währungen einrichten können. Geldüberweisungen ins Ausland sind ebenfalls möglich und funktionieren in Sekundenschnelle. Außerdem kann kostenlos Geld empfangen werden. Weitere, relativ neue E-Wallets sind Jeton und mypaysafe.

Das nach wie vor mit Abstand am meisten genutzte E-Wallet ist jedoch PayPal. Der Dienst erlebte seinen großen Durchbruch als Zahlungsmethode für Ebay-Käufe. Heute kann sich kaum ein Onlinehändler leisten, auf PayPal als Zahlungsmethode zu verzichten. Laut statista werden etwa 70 % aller Onlinekäufe mit PayPal abgewickelt. Selbst Fahrkarten für Bus und Bahn können schnell und sicher mit PayPal gekauft werden. Der große Vorteil bei PayPal ist der erweiterte Käuferschutz. Das für die Ware zu zahlende Geld erst freigegeben wird, wenn die Ware einwandfrei und wie gewünscht beim Kunden ankommt. Bei Dienstleistungen wie Abos von Spotify oder Netflix oder beim Auffüllen von Guthaben für Online-Spiele oder Ähnliches gibt es jedoch keinen Käuferschutz.

Instant-Payment Services

Um schnell und sicher online zu zahlen, können auch sogenannte Instant-Payment-Services genutzt werden. Besonders beliebt sind Dienste wie Trustly oder Sofort. Zahlungen mit Trustly oder Sofort funktionieren ganz einfach über das Handy und eine Anbindung an das eigene Online Banking. Hierbei müssen Kunden im Kassenbereich des Anbieters lediglich Trustly oder Sofort als Zahlungsmethode auswählen. Beim Aufladen von Guthaben, beispielsweise für Online Sportwetten, muss zusätzlich noch der gewünschte Betrag eingegeben werden. Der Betrag wird dann über eine sichere Anbindung vom eigenen Bankkonto abgebucht. Manche Anbieter wie Klarna bieten sogar die Möglichkeit, Waren und Dienstleistungen auf Kredit zu kaufen.

Sicherheit bei Online Zahlungen

Ob Kreditkarte, PayPal oder E-Vouchers, die Online-Zahlungsmethoden selbst sind im Allgemeinen sehr sicher. Die Zahlungsdaten beziehungsweise Bestätigungen werden über besonders gesicherte Gateways übertragen. Wunde Punkte sind dagegen der Datenschutz und das unbefugte “Abgreifen” von Daten am eigenen Rechner oder beim Online-Verkäufer beziehungsweise Dienstleister. Immer wieder konnte man in den letzten Jahren Meldungen verfolgen, dass bei Firmen Kreditkartendaten gestohlen oder das PayPal-Konto geplündert wurde. Kunden sollten daher ihren Rechner mit der jeweils neuesten Version eines Anti-Viren- beziehungsweise Anti-Trojaner-Programms sichern und nur sichere Webseiten nutzen. 

Bei E-Mails sollte genau auf die E-Mail-Adresse des Versenders geachtet und keineswegs Passwörter und Benutzernamen preisgegeben werden. Vorsicht geboten ist auch bei kleineren Online-Händlern, die Online-Zahlungen mit Kreditkarten anbieten. Leider muss davon ausgegangen werden, dass diese nicht immer sorgsam mit den Kundendaten umgehen, sodass Unbefugte Zugriff darauf erlangen können. Auch auf Lastschriften sollte hier verzichtet werden, da diese nicht immer an einen bestimmten Betrag gebunden sind. Bei kleineren Online-Händlern sollte daher auf E-Vouchers, Instant-Payment-Services oder E-Wallets zurückgegriffen werden.

Falls es dennoch einmal zu einer unbefugten Abbuchung von der Kreditkarte kommen sollte, haben Kunden die Möglichkeit, ein Chargeback durchzuführen, sodass der Betrag wieder zurückgebucht wird. Bei PayPal kann ein Problem, wie doppelte Abbuchungen wie sie beispielsweise in letzter Zeit zum Beispiel bei booking.com vorgekommen sind, direkt über die Webseite gemeldet werden. In jedem Fall empfiehlt es sich auch, Informationen auf Seiten wie Trustpilot oder Reddit zu den Onlinehändlern beziehungsweise -dienstleistern einzuholen, um zu erfahren, ob es sich um seriöse und sichere Anbieter handelt. Besondere Vorsicht ist beispielsweise bei neuen Investment-Seiten geboten, die mit High Yield Versprechen und großen Namen als Testimonials werben. Hier ist das zumeist mit Kreditkarte oder per Banküberweisung einzuzahlende Geld in der Regel verloren.

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