Morgan Stanley warnt vor neuem Crash: Börsen in Ausnahmezustand

Morgan Stanley warnt vor neuem Crash: Börsen in Ausnahmezustand
© Adobe Stock

Die US-amerikanische Großbank Morgan Stanley warnt erneut vor einem starken Einbruch der Märkte. Wie Anleger jetzt handeln sollten.

Laut der US-amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley könnte die Börsenrallye der letzten Monate ein jähes Ende nehmen. Gemessen an der Eigenkapitalprämie seien Aktien jetzt so teuer wie seit 2007 nicht mehr. Der bekannte Analyst Mike Wilson erklärt, dass sich die Rallye, die im Oktober letzten Jahres begann, in einen “spekulativen Wahnsinn” verwandelt habe, wie Market Watch berichtet.

Den aktuellen Zustand beschreibt Wilson mit einer Metapher, die sich auf das Bergsteigen bezieht. “Entweder freiwillig oder aus Notwendigkeit haben Anleger die Aktienkurse wieder einmal in schwindelerregende Höhen verfolgt, da die Liquidität es ihnen ermöglicht, in eine Region aufzusteigen, in die sie wissentlich nicht gehen sollten […] Aber irgendwann geht der Sauerstoff aus und diejenigen, welche die Risiken ignorieren, werden verletzt.”

Auch interessant: BlackRock: Welchen Megatrend Anleger jetzt nicht verpassen dürfen

Mike Wilson warnt vor einem Einbruch von 26 Prozent

Im Wesentlichen warnt Mike Wilson von Morgan Stanley davor, dass die Gewinnprognosen bei den Unternehmen immer noch zu hoch seien und die Anleger die Zinserhöhungen, die noch kommen sollen, nicht ernst genug nähmen. So kommt der Analyst zu dem Schluss, dass der S&P 500 innerhalb der nächsten Monate auf rund 3.000 Punkte fallen könnte, was einem Absturz von circa 26 Prozent entspricht.

Geben die US-Börsen nach, hat das meistens auch starke Auswirkungen auf die europäischen und asiatischen Märkte. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger zunächst keine großen Risiken eingehen. Neben Morgan Stanley zeigen sich noch weitere Großbanken für die nahe Zukunft der Börse pessimistisch gestimmt. “Wir bleiben für einen deutlichen Rückgang der Wachstumsdynamik in den kommenden Monaten vorbereitet”, sagt die Bank of America-Strategin Milla Savova.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

 

Mehr aus dem Netz

Related Posts