Morgan Stanley Analyst überzeugt: Bankenkrise markiert Ende des Bärenmarkts

Morgan Stanley Analyst überzeugt: Bankenkrise markiert Ende des Bärenmarkts
© Adobe Stock

Der Bärenmarkt steuert gerade auf sein Ende zu. Das zumindest glaubt der bekannte Morgan Stanley Analyst Mike Wilson im Zuge der Bankenkrise.

Die Bankenkrise hat den Finanzmärkten in den vergangenen Tagen schwer zugesetzt. Nachdem die Silicon Valley Bank am 10. März pleite ging und die Credit Suisse wenige Zeit später zusammenbrach, fielen die Aktienkurse verschiedener Banken im Eiltempo. Mit dem Goldpreis ging es derweil bergauf – ein Zeichen für die Unsicherheit der Anleger. Viele Investoren, die zuvor schon pessimistisch waren, sehen dass Ende des Bärenmarkts nun in noch weitere Ferne gerückt.

Auch interessant: Silicon Valley Bank bricht zusammen – Stehen wir jetzt vor einer Finanzkrise?

Morgan Stanley Analyst verrät: Die letzte Phase des Bärenmarkts hat begonnen

Mike Wilson, Analyst bei Morgan Stanley, glaubt hingegen an ein baldiges Ende des Kursverfalls. Seiner Einschätzung zufolge befinden wir uns derzeit in der “letzten Phase” des Bärenmarkts – signalisiert durch das Aufkommen der Bankenkrise.

Doch angenehm ist diese letzte Phase nicht. Wie Bloomberg berichtet, glaubt Wilson, der Stress im Bankensystem markiere den wahrscheinlich schmerzhaften und “bösartigen” Beginn eines Endes des Bärenmarkts bei US-Aktien. Weiter erklärte der Analyst: “Die Preise fallen stark durch einen Anstieg der Aktienrisikoprämie, der im eigenen Portfolio nur sehr schwer zu verhindern oder zu verteidigen ist.”

Analyst Mike Wilson: “Genau so enden Bärenmärkte”

Der Zusammenbruch der Silicon Valley Bank und der Ausverkauf der Aktien der Credit Suisse Group AG haben in diesem Monat Sorgen um den Finanzsektor geschürt und die Märkte in Aufruhr versetzt. Die Kurse der US-Futures gingen am Montag zurück, nachdem die Federal Reserve Bank die Anleger nicht durch neue Dollar-Maßnahmen beschwichtigen konnte.

“Genau so enden Bärenmärkte – ein unvorhergesehener Katalysator, der im Nachhinein offensichtlich ist, zwingt die Marktteilnehmer, anzuerkennen, was die ganze Zeit direkt vor ihnen lag”, erklärt Wilson. Dem Analyst zufolge haben die Ereignisse der vergangenen Woche dazu geführt, dass die Verfügbarkeit von Krediten für weite Teile der Wirtschaft abnimmt. Das wiederum könnte dazu führen, dass die Marktteilnehmer ihre Gewinneinschätzungen senken.

Von den Analysten glaubt Wilson, dass sie ihre Erwartungen im Vorfeld der Berichtssaison zurückschrauben werden. Die Unternehmen bereiten sich derweil darauf vor, ihre Prognosen deutlich zu reduzieren.

Bärenmarkt in letzter Phase: Dazu rät Mike Wilson jetzt

Den Anlegern empfiehlt Mike Wilson, jetzt in defensive Aktien zu investieren. Außerdem sollten sie nach Aktien mit einem niedrigen Beta Ausschau halten. Zur Erinnerung: Der Beta-Wert gibt an, wie stark eine Aktie auf den Gesamtmarkt reagiert. Bei einem Beta von 1, verhält sich eine Aktie genauso wie der Markt bzw. Index. Ein Beta von über 1 bedeutet, dass die Aktie stärker schwankt als der Markt. Ein Wert von unter 1 verrät uns, dass sie weniger schwankt

Die Tipps von Wilson sind nur für kurzfristig orientierte Anleger interessant. Wer langfristig investiert, sollte sich von dem Trubel an den Finanzmärkten nicht verrückt machen lassen. Kursverluste können in diesem Fall einfach ausgesessen werden.

Du hast jetzt Lust bekommen, zu investieren? Ein kostenloses Wertpapierdepot kannst du beim Online-Broker Trade Republic* eröffnen. Zum Angebot des Brokers gehören neben Aktien auch ETFs, Derivate und Kryptowährungen. Dank einer neuen Aktion erhalten Anleger gerade außerdem zwei Prozent Zinsen bei Trade Republic.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

 

Mehr aus dem Netz

Related Posts