Milliardär Ray Dalio über Schuldenkrise: “Es wird unser System kosten”

Milliardär Ray Dalio über Schuldenkrise: "Es wird unser System kosten"
© Charlie Rose (YouTube)

Hedgefonds-Milliardär Ray Dalio sieht in der Staatsverschuldung der USA ein großes Problem, welches im schlimmsten Fall einen Systemcrash zur Folge haben könnte.

Der Streit um die US-Schuldengrenze hat noch immer kein Ende gefunden. Somit wird es langsam heikel für die Vereinigten Staaten, die einem Zahlungsausfall entgegensteuern. Während die meisten Ökonomen Entwarnung geben und eine Last-Minute-Einigung der Parteien für wahrscheinlich halten, appelliert Hedgefondslegende Ray Dalio an eine langfristige Lösung der Schuldenfrage, um das Schlimmste zu vermeiden.

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Milliardär Ray Dalio ruft zum Handeln auf

In einem kurzen Video auf seinem YouTube-Kanal erklärte der Milliardär, dass der US-Schuldenstreit nicht Anlass zur Sorge sein sollte, weil er das eigentliche Problem nicht lösen würde. So würden die USA einfach weiter fleißig Schulden machen, wenn die Obergrenze angehoben wird. Dabei ist der Schuldenberg der weltweit größten Volkswirtschaft mit 31,4 Billionen Dollar bereits gewaltig.

Das eigentliche Problem liegt laut Dalio darin, dass die USA mehr Ausgaben als Einnahmen haben. Dies müsse aber gar nicht so sein. Aus diesem Grund rief der erfolgreiche Investor den Staat zum Handeln auf: “Wenn wir das nicht lösen, werden wir ein Schuldenkrisenproblem und ein soziales Problem haben, welches uns viel Geld kosten wird – es wird uns unser System, wie wir es kennen, kosten.”

Eine düstere Prognose, die aber durchaus realistisch erscheint. Schon seit einigen Jahren sind Ökonomen besorgt aufgrund der massiven Schulden vieler Industriestaaten. So hat auch Deutschland mittlerweile einen Berg an Verbindlichkeiten in Höhe von 2,57 Billionen Dollar zum Jahresende 2022 gesammelt.

Um sich vor der Krise zu schützen, setzt Dalio vor allem auf zwei Bereiche. Der Erste ist dabei der Sektor der Basiskonsumgüter. Hier besitzt sein Hedgefonds Bridgewater Associates bereits seit Anfang der 2000er große Positionen in Procter & Gamble und PepsiCo. Aber auch in Schwellenländer ist der Fonds stark investiert. Der iShares Core MSCI Emerging Markets ETF macht mehr als fünf Prozent des Fondsvermögens aus.

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