Kreditvertrag unterschrieben: Kann noch was schief gehen?

Kreditvertrag unterschrieben: Kann noch was schief gehen?
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Hast du den Kreditvertrag unterschrieben, steht der Auszahlung deines Kredits fast nichts mehr im Wege. Nun fehlt nur noch die Unterschrift der Bank – was kann da schief gehen?

Wie jeder andere Vertrag auch, kommt ein Kreditvertrag dann zustande, wenn beide Parteien – also der Kreditnehmer und Kreditgeber, eine übereinstimmende Willenserklärung abgeben. In der Regel ist dafür die Schriftform angeordnet. Verbraucher sollen somit vor unüberlegtem Handeln geschützt werden. Schließlich stehen bei Kreditgeschäften meist große Beträge im Raum.

Wann der Kreditvertrag in Kraft tritt

Damit ein Vertrag gültig wird, müssen ihm alle Vertragspartner ausdrücklich zustimmen. Bei schriftlichen Verträgen geschieht dies durch die eigenhändige beziehungsweise elektronische Unterschrift des Vertragspartners oder einer von ihm bevollmächtigten Person. Darüber hinaus müssen für die Gültigkeit auch die Willenserklärungen beider Parteien inhaltlich übereinstimmen.

Das heißt, der Kreditvertrag ist erst abgeschlossen, wenn Bankmitarbeiter und Kreditnehmer ihn zu den selben Konditionen unterschreiben. Würde zum Beispiel der Bankmitarbeiter nach der Unterschrift des Vertrags durch den Kreditnehmer nachträglich die Zinsen erhöhen und im Anschluss unterschreiben, würde die inhaltliche Übereinstimmung der beiden Willenserklärungen fehlen. Das Geschäft wäre dann ungültig.

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Nach der Unterschrift: Kann noch was schief gehen?

Wenn sowohl die Bank als auch du den Kreditvertrag unterschrieben haben, kann nichts mehr schief gehen. Steht die Unterschrift des Kreditgebers aber noch aus, handelt es sich lediglich um einen Kreditantrag. Dieser ist im Gegensatz zum Kreditvertrag nicht verbindlich, was bedeutet, dass die Bank immer noch einen Rückzieher machen kann.

Eine Ablehnung ist dann möglich, wenn sich bei der Kreditprüfung nach Antragseingang negative Merkmale ergeben, über welche die Bank im Vorfeld nicht informiert wurde. Wichtige Informationen über deine finanzielle Lage solltest du daher nicht vorenthalten. Damit schon beim Kreditantrag nichts schief geht, ist es außerdem wichtig, dass deine Bonität zum Risikoprofil der Bank passt. Je schlechter deine Kreditwürdigkeit, desto weniger Banken werden dir ein Darlehen gewähren.

Kreditvertrag unterschrieben: Wann erfolgt die Auszahlung?

Ist der Kreditvertrag schließlich von beiden Parteien unterzeichnet worden, steht der Auszahlung des Kredites normalerweise nichts mehr im Wege. Das Geld sollte innerhalb weniger Werktage auf deinem Konto landen. Die genaue Wartezeit hängt davon ab, wie schnell die organisatorische Abwicklung des Kreditinstituts vonstattengeht. Einige Banken brauchen dafür länger, andere nur einen einzigen Werktag.

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