John Bogle: Stelle dir diese eine Frage, bevor du Aktien kaufst

John Bogle: Stelle dir diese eine Frage, bevor du Aktien kaufst
© Morningstar (YouTube)

John Bogle zufolge ist nicht jeder für die Börse geeignet. Angsthasen sollten sich vom Handel mit Aktien und ETFs lieber fernhalten.

Vielen Anlegern ist der Name John Bogle (auch bekannt als “Jack” Bogle) gänzlich unbekannt. Dabei war er es, der mit seiner Firma Vanguard den ersten Indexfonds auf den Markt brachte. Zu einer Zeit, als die ganze Börsenwelt versuchte, mit aktiven Fonds den Markt zu schlagen, bewarb Bogle einen passiven Ansatz. Damals erntete er Spott. Heute jedoch sind Indexfonds bzw. ETFs ein fester Bestandteil der Finanzbranche.

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John Bogle: Kannst du diese Frage mit “Ja” beantworten?

Indexfonds machen die Börse auch für solche Menschen zugänglich, die keine Zeit für “Stock Picking” haben oder keine hohen Gebühren für einen aktiven Fonds hinblättern möchten. Dieser Punkt war Bogle wichtig. Die Ratschläge, welche er in seinen zahlreichen Büchern aufschrieb, richteten sich deshalb nie nur an reiche Investoren, sondern an jedermann.

Gleichzeitig wusste der Amerikaner, dass nicht jeder Charakter für die Börse geeignet ist. Wer nicht mit höheren Kursverlusten klarkommt, solle Bogle zufolge gar nicht erst mit dem Investieren beginnen. So erklärte der Unternehmer einst:

“Wenn du Schwierigkeiten hast, dir einen Verlust von 20 Prozent an der Börse vorzustellen, solltest du nicht in Aktien investieren.”

Bogles Zitat lässt sich auch zu folgender Frage umfunktionieren: “Kannst du bei einem Verlust von 20 Prozent an der Börse ruhig bleiben?” Falls deine Antwort “Nein” lautet, ist es besser, wenn du dich nach weniger risikoreichen Anlagemöglichkeiten umschaust. Denn selbst breitgestreute Indexfonds sind nicht vor derartigen Kursverlusten geschützt.

Wie schnell man in eine solche Situation rutschen kann, zeigt die jüngste Vergangenheit. Während der Coronakrise 2020 fiel der DAX zwischenzeitlich um etwa 35 Prozent von seinem Allzeithoch. Selbst der Weltaktienindex MSCI World musste zu dieser Zeit rund 21 Prozent seines Wertes einbüßen.

Wer sich damals von der Panik hat treiben lassen und seine Aktien bzw. Fonds-Anteile verkaufte, beging einen Riesenfehler. Schon kurze Zeit nach den Kursverlusten erholte sich die Börse nämlich wieder. Sowohl der DAX als auch der MSCI World erreichten innerhalb weniger Monate einen neuen Kurshöchststand.

Wie die Geschichte zeigt, war das nicht das erste Mal, dass sich ein Bärenmarkt in einen Bullenmarkt verwandelte. Früher oder später scheinen sich die Finanzmärkte immer zu erholen – selbst wenn es selten so schnell geht, wie bei unserem Corona-Beispiel. John Bogle rät deshalb dazu, möglichst lange an einem ETF oder Indexfonds festzuhalten, ohne sich von der Achterbahnfahrt an den Märkten irritieren zu lassen.

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