J.P. Morgan CEO schlägt Alarm: 2023 soll eine schwere Rezession drohen

J.P. Morgan CEO schlägt Alarm: 2023 soll eine schwere Rezession drohen
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Der J.P. Morgan CEO verleiht seiner Warnung von vor einigen Monaten Nachdruck. Für das kommende Jahr sieht Jamie Dimon einen Abschwung der Wirtschaft voraus.

Jamie Dimon, CEO der US-Bank J.P. Morgan warnt, dass die Inflation die US-amerikanische Wirtschaft im nächsten Jahr in eine Rezession stürzen könnte. Zwar seien Verbraucher und Unternehmen derzeit in guter Verfassung, doch werde dies möglicherweise nicht mehr lange so bleiben, sagte Dimon im Interview mit CNBC. Die Verbraucher hätten 1,5 Billionen Dollar an überschüssigen Ersparnissen aus den Pandemie-Konjunkturprogrammen und gäben 10 Prozent mehr aus als im Jahr 2021.

Schwere Rezession möglich

“Die Inflation untergräbt alles, was ich gerade gesagt habe, und diese anderthalb Billionen Dollar werden irgendwann Mitte nächsten Jahres ausgehen”, sagte Dimon. “Wenn Sie nach vorne blicken, können diese Dinge die Wirtschaft sehr gut entgleisen und eine leichte oder schwere Rezession verursachen, über die sich die Menschen Sorgen machen.”

Der J.P. Morgan CEO begann bereits Anfang dieses Jahres, Bedenken hinsichtlich der Wirtschaft zu äußern. Im Juni sagte er, dass er seine Bank auf einen wirtschaftlichen Hurrikan am Horizont vorbereite, unter anderem wegen der Rücknahme der Anleihekaufprogramme durch die Federal Reserve und des Ukraine-Kriegs.

Der Leitzins der US-Notenbank bewege sich auf 5 Prozent, um den Druck auf die Kreditnehmer zu erhöhen, stellte Dimon am Dienstag fest. Aber diese Rate “reicht möglicherweise nicht aus”, um die Inflation zu dämpfen, fügte er hinzu. Zuletzt hatte die Federal Reserve den Leitzins um weitere 0,75 Prozentpunkte Anfang November erhöht. Damit hat dieser inzwischen eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent erreicht, wie die Tagesschau berichtet.

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Großbanken sollen Abschwung überstehen

Jamie Dimon, 66 Jahre alt, leitet die in New York ansässige Bank seit 2006. Unter seiner Führung wurde J.P. Morgan nach Vermögenswerten zur größten US-Bank, nachdem sie die Finanzkrise 2008, ihre Folgen und die Coronavirus-Pandemie im Jahr 2020 überstand.

Während sich die Aussichten für die Wirtschaft möglicherweise verdunkeln, werde die Bankenbranche in der Lage sein, einem Zyklus höherer Kreditausfälle standzuhalten, sagte er. Das läge zum Teil an den neuen Kapitalanforderungen, die der Branche nach der Krise von 2008 auferlegt wurden. Privatanleger sollten ebenfalls Vorkehrungen treffen, um gegen eine leichte bis schwere Rezession gewappnet zu sein.

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