Investment-Legende und Bestsellerautor: Wer ist Peter Lynch?

Investment-Legende und Bestsellerautor: Wer ist Peter Lynch?
© Charlie Rose (YouTube)

Peter Lynch verwaltete einen der erfolgreichsten Investmentfonds der 1980er Jahre und erzielte ungeschlagene Renditen. Seine Lehren hat er in mehreren Büchern niedergeschrieben.

An der Wall Street ist Peter Lynch eine echte Legende. Der Ex-Fondsmanager erreichte in den 13 Jahren seiner Tätigkeit eine durchschnittliche Rendite von 29,2 Prozent, womit er selbst den milliardenschweren Star-Investor Warren Buffett hinter sich lässt. Außerdem ist Peter Lynch als erfolgreicher Buchautor bekannt. In seinen Werken erklärt er, wie Privatanleger besser performen können als professionelle Fondsmanager und gibt einen Einblick in seine einzigartige Investmentphilosophie.

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Erste Schritte im Finanzwesen

1944 geboren, wuchs Peter Lynch in der Nähe von Boston, Massachusetts auf. Über seine Kindheit ist nicht allzu viel bekannt, nur, dass er sich schon damals für Aktien interessierte. Lynch studierte zunächst Psychologie, Geschichte und Philosophie bis 1965 am Boston College. Anschließend absolvierte er 1968 einen Master of Business Administration an der Wharton School der University of Pennsylvania.

Während seiner Studienzeit arbeitete Lynch als Caddy im Brae Burn Country Club in seiner Heimatstadt Newton, wo er verschiedene Führungspersonen des Vermögensverwalters Fidelity kennenlernte, über die er 1966 an ein Praktikum in dem Unternehmen kam. Nach seinem zweijährigen Wehrdienst in der US-Army erhielt er 1969 eine Festanstellung. Erst wurde er als Analyst der Textil-, Metall-, Bergbau- und Chemieindustrie zugeteilt, dann fungierte er als Forschungsdirektor, bis er 1977 Verwalter des damals noch weitgehend unbekannten Fidelity Magellan Funds wurde.

Peter Lynch und der Fidelity Magellan Fund

Der Fidelity Magellan Fund war ein wachstumsorientierter Fonds, der sich überwiegend auf US-Aktien konzentrierte. Innerhalb von sechs Jahren stieg das verwaltete Vermögen von 18 Millionen auf über eine Milliarde US-Dollar an. Als Lynch 1990 im Alter von 46 Jahren in den Ruhestand trat, betrug das Fondsvermögen mehr als 14 Milliarden US-Dollar.

Neben seiner Tätigkeit bei Fidelity schrieb Lynch für das Fachmagazin Worth und veröffentlichte drei Bücher. Privatanlegern rät er darin, “zu kaufen was sie kennen”, anstatt ihr Geld in komplizierte Ideen zu investieren, die sie nicht verstehen. Für Lynch sind Logik und Branchenkenntnisse bei der Suche nach unterbewerteten Aktien von großer Bedeutung. Ein Spaziergang durch das Einkaufzentrum verrate seiner Meinung nach viel mehr über den Markt, als quantitative Analysemethoden.

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