Investieren in Devisen: Ein Leitfaden für Anfänger im Forex-Markt

Investieren in Devisen: Ein Leitfaden für Anfänger im Forex-Markt
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Der Devisenhandel oder Forex-Markt stellt den größten und liquidesten Finanzmarkt der Welt dar. Anders als die Aktienmärkte ist er ein Over-the-Counter, kurz OTC, Markt. Das bedeutet, dass er dezentralisiert ist. Die Marktteilnehmer handeln außerbörslich elektronisch miteinander. Zu den Hauptakteuren gehören Zentralbanken, Finanzinstitute, multinationale Unternehmen, Hedgefonds und Einzelinvestoren. Der Devisenhandel spielt in der globalen Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Denn: Er beeinflusst den internationalen Handel, die Absicherung und die Kursentwicklung. Der Forex-Markt ist von sonntags um 23.00 Uhr bis freitags um 23.00 Uhr geöffnet. Deswegen können die Teilnehmer nahezu jederzeit auf globale Entwicklungen reagieren. Die Handlung der Währungen erfolgt in Paaren. Hierbei stellt eine Währung die Basis und die andere die Kurswährung dar. Es gibt wichtige Begriffe, die Sie unbedingt kennen müssen. Wir meinen Pip, Spread, Lot und Leverage. Pip steht für Prozentsatz im Punkt. Leverage ist das englische Wort für Hebel.

Die Grundlagen des Devisenhandels oder Forex-Marktes

Der Devisenhandel basiert auf Währungspaaren. Hierbei tauschen die Marktteilnehmer zu einem festen Kurs eine Währung gegen eine andere. Der Devisenkurs bestimmt, wie teuer eine Währung gegen eine andere umgetauscht werden kann. Die Händler im Forex-Markt können mit Währungen Long oder Short gehen. So können Sie auf Wertveränderungen spekulieren. Mithilfe von Hebeln können Sie mit weniger Kapital höhere Positionen kontrollieren. Die Trader können verschiedene Auftragsarten einsetzen. Damit können Sie Positionen eröffnen, schließen oder verändern. Das gilt für Market-, Limit-, Stop- und Stop-Limit-Orders. Der Devisenhandel läuft von sonntags bis freitags von 23.00 Uhr bis 23.00 Uhr. Seine Liquidität und seine Flexibilität zeichnen ihn aus. Dennoch bestehen Risiken wie jene der Hebelwirkung und des Markt- sowie des Liquiditätsrisikos.

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So funktioniert der Devisenmarkt

Dank der Hebelwirkung können Händler größere Positionen, als es ihr Kapital zulassen würde, kontrollieren. Denn: Setzen Sie einen Hebel ein, können Sie ihre Gewinne steigern. Gleichzeitig erhöhen sich die Risiken. Der Broker legt die für einen Handel erforderliche Marge fest. Die Höhe hängt vom gewählten Hebel ab. Die Trader gehen es mit verschiedenen Market-, Limit-, Stop- und Stop-Limit-Orders an. Damit verwalten Sie Ihre Positionen und führen ihre Geschäfte aus. Das Risikomanagement spielt eine Schlüsselrolle. Es umfasst die Steuerung des Liquiditäts- sowie des Marktrisikos und psychologische Faktoren, die Einfluss auf die Entscheidungen haben. Wirtschaftsindikatoren und technische Analysen helfen Ihnen bei der Markteinschätzung und bei der Entscheidungsfindung. Die automatisierten Handelssysteme erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit. Denn: Sie verarbeiten rasch riesige Datenmengen. Zusätzlich treffen sie ohne menschliches Zutun schnelle Entscheidungen.

Bei uns erfahren Sie alles, was Sie als Anfänger im Forex-Markt wissen müssen. | © Pixabay

Diese Analyse-Methoden können Sie im Forex-Markt heranziehen

Die technische Analyse beschäftigt sich mit dem Kursverlauf. Sie hat das Ziel, zukünftige Bewegungen vorherzusagen. Hierfür nutzt sie Chartmuster, Indikatoren und Trendlinien. So identifiziert sie Handelsmöglichkeiten. Die Fundamentalanalyse untersucht die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Faktoren. Diese beeinflussen die Währungswerte. Ferner beinhalten sie die Analyse des BIP-Wachstums, der Inflationsraten, der Zinssätze sowie anderer makroökonomischer Daten. Die Sentimentanalyse erfasst die Stimmung der Marktteilnehmer. Das gelingt durch die Positionierung, den Nachrichtenfluss und das konträre Denken. Viele erfolgreiche Trader vereinen verschiedene Analysemethoden. Auf diese Weise verschaffen Sie sich einen umfassenden Marktüberblick. Einige Händler setzen automatisierte Handelssysteme ein. Diese basieren auf Algorithmen. Die kontinuierliche Weiterbildung spielt eine zentrale Rolle. Denn: Nur so können Sie sich auf dem sich schnell verändernden Devisenmarkt behaupten.

So betreiben Sie Ihr Risikomanagement

Ein effektives Risikomanagement spielt auf dem Devisenmarkt eine Schlüsselrolle. Denn: Der Forex-Markt weist eine hohe Volatilität auf. Deswegen kommt es häufig zu schnellen Kursschwankungen. Zu den Kernelementen zählen etwa die Definition klarer Handelsziele, die Definition der individuellen Risikotoleranz, und die angemessene Verwaltung von Positionen. Dazu kommen die Diversifizierung und die Ausführung von Stop-Loss- und Take-Profit-Orders. Hierfür sind die Emotionskontrolle und die Beobachtung von Wirtschaftsnachrichten und -ereignissen essenziell. Dazu kommen die Backtests der Strategien, die regelmäßige Überprüfung des Risikomanagementplans und die Berücksichtigung psychologischer Aspekte. Diesbezüglich meinen wir vorrangig den Stress und die Unsicherheit.

Das müssen Sie bei der Auswahl des Forex-Brokers beachten

Bei der Auswahl eines Forex-Brokers müssen Sie einige grundlegende Faktoren berücksichtigen. So finden Sie zuverlässig einen vertrauenswürdigen Partner. Zu diesen Faktoren gehören die Regulierung und Lizenzierung, die Plattform, die Gebühren und Provisionen, die Instrumente, die Hebelwirkung und die Marge. Der Kundensupport, die Bildungs- und Analysetools, die Sicherheitstechnologien, die Forschung und Bewertungen, die Demo-Kontenoptionen und der Standort spielen ebenfalls eine Rolle. Anhand dieser Kriterien können Sie einen Broker, der Ihren Bedürfnissen und Präferenzen entspricht, ermitteln.

Diese Rolle spielt die Psychologie im Devisenhandel

Die Gefühlsachterbahn beim Trading kann die Entscheidungsfindung beeinflussen und zu impulsivem Verhalten führen. Deshalb bilden Disziplin, Selbstbeherrschung und Geduld entscheidende Erfolgsfaktoren. Als Händler müssen Sie Ihre Emotionen durch Stressbewältigungstechniken in den Griff bekommen. So können Sie einen klaren Kopf bewahren und häufige Psychofallen vermeiden. Außerdem empfehlen wir Ihnen das Führen eines Trading-Tagebuchs. Zudem können Sie erfahrene Trader um Unterstützung bei der Bewältigung Ihrer Herausforderungen bitten. Überdies müssen Sie beachten, dass externe Faktoren wie Nachrichten und soziale Medien die Marktstimmung beeinflussen können. Sie müssen diese Faktoren wachsam und kritisch beurteilen. Bei Bedarf sollten Sie für die Bewältigung psychologischer Probleme professionelle Hilfe aufsuchen.

Der Devisenmarkt verzeichnete in den diesen Jahren bedeutende technologische Fortschritte. Dazu zählen der verstärkte Einsatz von algorithmischem Handel und künstlicher Intelligenz oder KI. Dies ermöglicht es den Händlern, komplexe Strategien zu automatisieren. Dadurch können Sie rasch auf Marktentwicklungen reagieren. Ebenso kam die Blockchain-Technologie ins Spiel. Deswegen bieten einige Broker Instrumente für das Krypto Trading. Überdies erfreuen sich die sozialen Handelsplattformen einer wachsenden Beliebtheit. Denn: Die Trader können sich zu ihren Handelsaktivitäten austauschen.

Überdies diskutieren sie über Strategien und können die Geschäfte von erfahreneren Händlern nachahmen. Außerdem setzt sich der mobile Handel immer mehr durch. Schließlich ermöglicht er es Händlern, von überall aus auf ihre Konten zuzugreifen und die Märkte zu beobachten. Gleichzeitig gab es regulatorische Änderungen. Der Fokus liegt zunehmend auf nachhaltigen Anlagepraktiken. Zudem nehmen die Cyberbedrohungen infolge der zunehmenden Marktdigitalisierung immer mehr zu. Sie müssen in Deutschland alle Gewinne aus dem Forex-Markt versteuern.

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