Heftiger Bitcoin-Crash: Was sind die Gründe für den fallenden Kurs?

Heftiger Bitcoin-Crash: Was sind die Gründe für den fallenden Kurs?
© Adobe Stock

Die Kryptowährung Bitcoin verlor in zwei Tagen rund 9,2 Prozent ihres Wertes. Was sind die Ursachen für den Crash?

Der Bitcoin ist von Donnerstag auf Freitag urplötzlich steil abgestürzt. Der Kurs der Kryptowährung fiel zwischenzeitlich auf unter 26.000 Dollar. Damit erreichte die digitale Münze ihr tiefstes Preisniveau seit zwei Monaten. Andere Kryptos wie Ethereum und XRP reagierten auf diese Entwicklung und rauschten ebenfalls bergab. Marktanalysten spekulieren bereits über die Gründe für den spontanen Kursverfall – die Namen “SpaceX” und “Elon Musk” fallen dabei besonders häufig.

Auch interessant: Krypto-Hedgefonds geraten ins Straucheln

SpaceX verkaufte gesamten Bitcoin-Besitz

Am Donnerstagabend veröffentlichte das Wall Street Journal einen Artikel über die Finanzen von SpaceX auf Grundlage exklusiver Dokumente. Darin berichtete die Zeitung unter anderem, die Firma von Elon Musk habe ihre gesamten Bitcoin-Bestände im Wert von 373 Millionen Dollar verkauft. Experten zufolge hat diese Neuigkeit Anleger verunsichert und somit den plötzlichen Kursverfall des Bitcoins losgetreten.

Der Verkauf der Bitcoin-Bestände durch SpaceX hat im eigentlichen Sinne keine Auswirkungen auf den Kurs gehabt. Denn der große Abverkauf fand bereits in den letzten zwei Jahren statt. Einzig die psychologische Reaktion auf den Wall-Street-Journal-Bericht sorgte für den Flash-Crash beim Bitcoin und anderen Kryptowährungen.

Steigende Zinsen und geringe Liquidität ebenfalls Crash-Auslöser

Obwohl der Artikel über SpaceX sicherlich eine große Rolle spielt, lassen sich noch andere Faktoren für den Kursabstieg verantwortlich machen. So ist die Stimmung am Markt schon zuvor pessimistisch gewesen. Die US-Notenbank Fed hat die Zinsen in den letzten Monaten stetig angehoben, was Staatsanleihen für Anleger wieder attraktiver machte und zinslose Risikoanlagen wie Bitcoin derweil unattraktiver. Die Aussicht auf noch weitere Zinserhöhungen hat den Krypto-Markt stark unter Druck gesetzt. Am Donnerstag gaben dann wohl viele Anleger den Sorgen nach und lehrten ihre Wallets.

Ein weiterer Grund für den Crash ist sicherlich die vergleichsweise geringe Liquidität am Krypto-Markt. Das Handelsvolumen bei Kryptowährungen ist gerade so niedrig, wie schon lange nicht mehr. Das macht den Bitcoin und andere Digitalwährungen anfälliger für Kursschwankungen. Denn Verkäufe einzelner Marktteilnehmer haben dann einen stärkeren Einfluss auf den Preis der Assets.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

 

Mehr aus dem Netz

Related Posts