Halloween: Wie Aktien-Anleger von dem Fest des Grauens profitieren können

Halloween: Wie Aktien-Anleger von dem Fest des Grauens profitieren können
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Halloween löst nicht nur bei Kindern große Freude aus. Auch Aktien-Anleger dürfen den heutigen Tag mit einem breiten Grinsen bestreiten.

Was der Volksbrauch Halloween mit der Börse zu tun hat? Ziemlich viel. Der sogenannte Halloween-Indikator verrät Anlegern, wann die beste Zeit zum investieren gekommen ist: Nämlich von November bis April. In der Zeit von Mai bis Oktober, so besagt es der Indikator, solle man seine Aktien hingegen verkaufen.

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Der Halloween-Indikator: Eine hilfreiche Kalenderregel

Beim Halloween-Indikator handelt es sich um eine Kalenderregel. Mit solchen Regeln versuchen Anleger ohne viel Strategie den Markt zu timen. Die Annahme dabei ist, dass sich die Börse in gewissen Monaten anders verhält. So verspricht der Halloween-Indikator eben, dass die Aktien in den sechs Monaten nach Halloween besser performen als in der anderen Jahreshälfte.

Doch stimmt das wirklich? Eine Studie von Ben Jacobsen und Sven Bourman aus dem Jahr 1998 hat versucht, diese Frage zu beantworten. Und tatsächlich: In 36 von 37 ließ sich die versprochene Performance des Halloween-Indikators nachweisen. Besonders ausgeprägt war der Effekt in europäischen Ländern. In Großbritannien treibt er sogar seit dem Jahr 1694 sein Unwesen.

Es gibt mehrere Ansätze, die versuchen, die Magie des Halloween-Indikators zu erklären. So glauben manche Börsianer, dass der Optimismus zum Jahresanfang besonders groß ist. Das führt bei Anlegern dann zu einer höheren Risikobereitschaft. Weiter vermutet man, dass große Marktteilnehmer (z.B. Vermögensverwalter) ihr Portfolio am Jahresende umschichten. Hinzu kommt die Annahme, dass in der Zeit zwischen November und April besonders häufig Firmenübernahmen oder Aktienrückkäufe stattfinden.

Jacobsen und Bourman gestehen sich ein, die Ursachen des Effekts nicht gefunden zu haben. Auch schreiben sie, dass die saisonalen Performanceunterschiede natürlich nicht jedes Jahr eintreten, sondern nur öfter als nicht. Bezogen auf das Hier und Jetzt bleibt für Anleger also die Frage, ob uns der Halloween-Indikator auch dieses Jahr mit Süßem beschenken wird oder ob in den kommenden sechs Monaten Saures auf uns wartet.

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