Goldminenaktien: Eine Alternative zu Goldbarren und Münzen?

Goldminenaktien: Eine Alternative zu Goldbarren und Münzen?
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Können Goldminenaktien als eine Alternative zu Goldbarren und Münzen dienen? Wir haben diese Frage für dich beantwortet.

Wenn es an der Börse ordentlich rumpelt, greifen viele Anleger auf Gold als sicheren Hafen zurück. Denn in der Regel entwickelt sich der Preis des Edelmetalls gegensätzlich zu den Aktienkursen. Außerdem gibt es keine Krise, die der schimmernde Rohstoff noch nicht überstanden hat. Das große Manko: Physisches Gold aufzubewahren ist sehr teuer. Auch fallen für den Kauf von Barren und Münzen oft hohe Händlermargen an.

Um diese Nachteile zu umgehen, entscheiden sich Anleger häufig dazu, in Goldminenaktien zu investieren. Doch stellen die Wertpapiere wirklich eine Alternative zu physischem Gold dar? Ein kritischer Blick lässt Zweifel daran aufkommen.

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Goldminenaktien: Eine sinnvolle Alternative zu physischem Gold?

Bei Goldminenaktien handelt es sich um Wertpapiere, die von Goldminenbetreibern herausgegeben werden. Das Geschäftsmodell von Goldminen besteht darin, Gewinne durch den Abbau und Verkauf von Gold zu erwirtschaften. Wenn der Goldpreis steigt, geht es auch mit den Gewinnen der Unternehmen bergauf. Fällt derselbe Preis, geht es entsprechend bergab.

Eine Alternative zu physischem Gold stellen die Aktien trotz dieser Korrelation aber nicht dar. Denn der Goldpreis alleine entscheidet noch nicht über den Erfolg einer Goldmine. Die Gewinne der Minenbetreiber werden ebenfalls durch Faktoren wie die Produktionskosten oder das Abbauvolumen getrieben. Weiterhin können auch unvorhersehbare Ereignisse wie Streiks und Naturkatastrophen die Bilanz einer Goldmine beeinflussen.

Dass sich Goldminenaktien nicht notwendigerweise wie der Goldpreis entwickeln, beweist ein Blick auf den NYSE Arca Gold BUGS-Index. Der Aktienindex zeigt die Kursentwicklung von 24 internationalen Goldproduzenten und goldfördernden Bergbauunternehmen. Im Jahr 2022 verlor er rund 9,48 Prozent seines Kurswertes. Schuld daran sind laut Experten vor allem die gestiegenen Betriebskosten in diesem Jahr. Mit dem Goldpreis ging es im selben Zeitraum nur rund 0,23 Prozent bergab.

Ein weiterer Nachteil: Goldminenaktien schwanken im Schnitt stärker als der Goldpreis – und schon der hat es in sich, was die Volatilität betrifft. Wer in die Wertpapiere investieren möchte, sollte deshalb über Nerven aus Stahl verfügen.

Gold-ETCs: Eine echte Alternative zu Barren und Münzen

Anders als Goldminenaktien stellen Gold-ETCs eine wirkliche Alternative zu Barren und Münzen dar. Bei ETCs (Exchange Traded Commodities) handelt es sich um börsengehandelte Rohstoffe. Rechtlich gesehen gelten sie als Schuldverschreibungen. Als Gläubiger hat man deshalb einen Lieferanspruch gegenüber dem Emittenten.

Gold-ETCs sind in der Regel mit physischem Gold besichert. Die Barren beziehungsweise Münzen werden im Tresor eines Treuhänders hinterlegt und können jederzeit auf Anfrage geliefert werden. Im Falle einer Insolvenz des Emittenten ist der Anleger also abgesichert. Einer der bekanntesten Gold-ETCs ist der Xetra-Gold der Deutschen Börse, welcher den Preis des Edelmetalls fast exakt nachbildet.

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