Gen Z: Junge Menschen in Deutschland werden immer sparsamer

Gen Z: Junge Menschen in Deutschland werden immer sparsamer
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Die deutsche Gen Z wird immer sparfreudiger. Das zumindest verrät eine neue Studie des Finanzdienstleisters Klarna.

Der Zahlungsdienstleister Klarna hat im Rahmen des Money-Management-Reports mehr als 14.000 Menschen in 13 Ländern zu ihren Spar- und Investitionsgewohnheiten befragt. Ein zentrales Ergebnis der Studie: Junge Deutsche werden immer sparsamer. Auch das Investieren gewinnt bei der Generation Z an Beliebtheit.

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Gen Z: Rund 92 Prozent sparen regelmäßig Geld

Laut der Umfrage, welche zwischen Juni und September 2022 abgehalten wurde, legen aktuell 92 Prozent der Gen Z (Alter: 18-24 Jahre) regelmäßig Geld zurück. Das entspricht einer Steigerung von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Mit diesem Ergebnis sind die jungen Deutschen unter den Top 5 im internationalen Vergleich. Überraschend ist auch, dass die Befragten angaben rund 13 Prozent ihres Einkommens zu sparen.

Übertroffen wird die Gen Z in Deutschland nur von den Millennials. Unter den 25- bis 40-Jährigen sparen rund 93 Prozent der Studienteilnehmer. Außerdem legen sie satte 15 Prozent ihres Einkommens zurück.

Bei der Gen X (Alter: 41-56 Jahre) sparen derweil 75 Prozent der Befragten. Bei den Babyboomern (Alter: 56-75 Jahre) sind es nur 66 Prozent. Vom Einkommen wandern bei der Gen X etwa 8 Prozent ins Sparschwein. Die Babyboomer legen 7 Prozent ihrer Einkünfte zur Seite.

Gen Z: Wachsendes Interesse am Investieren

Viele Angehörige der Gen Z parken ihr Geld nicht einfach auf dem Sparbuch – sie investieren es. So erklärten rund 28 Prozent der jungen Deutschen, Geld anzulegen. Im Vorjahr waren gerade einmal 16 Prozent. Im internationalen Vergleich liegt die deutsche Gen Z damit auf dem ersten Platz beim Investieren – gemeinsam mit Dänemark.

Besonders begehrt sind ETFs und Investmentfonds bei der Gen Z. Global betrachtet investieren nur die Österreicher (57 Prozent) häufiger in diese zwei Anlageformen. Zudem führt die Gen Z beim investieren in Kryptowährungen, Anleihen und Sammlerstücke (etwa seltene Weine, Baseballkarten, etc.).

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Sparziele der jungen Deutschen

Bei den Sparzielen hat sich einiges innerhalb der Gen Z verändert. Die wichtigsten Ziele sind immer noch Urlaub, Wohnraum und Rente. Immer seltener wird derweil für den Heimwerkerbedarf oder für Verbesserungsarbeiten im Haus bzw. der Wohnung gespart (Rückgang von 18 Prozent auf 8 Prozent). Klarna zufolge verschwindet damit ein Trend, der wahrscheinlich während der Pandemiezeit entstanden ist.

Immer wichtiger ist es der Gen Z aber, einen Notgroschen für unvorhergesehene Ausgaben aufzubauen. Rund 8 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr beschrieben die finanzielle Reserve als persönliches Sparziel. “Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass junge Menschen finanziell verantwortungsvoller handeln. Denn statt Geld für Lifestyle- und Einrichtungstrends auszugeben, denken sie beim Sparen an ihre Zukunft und wappnen sich für größere Ausgaben” erklärt Klarna.

Blick in die Zukunft: Gen Z optimistischer als andere Generationen

Was ihre Zukunft betrifft sind viele Deutsche eher pessimistisch eingestellt. Rund 34 Prozent schätzen, dass sich ihre finanzielle Situation in einem Jahr verschlechtern wird. Etwa 48 Prozent Gen Z rechnen derweil mit einer Verbesserung der Lage. Nur 21 Prozent der jungen Erwachsenen denken, dass es mit ihren Finanzen bald bergab geht.

Klarna vermutet, dass diese positive Einstellung mit dem Investitions- und Sparverhalten der Gen Z zusammenhängen könnte, durch welche sie “selbst aktiv zur Verbesserung ihrer finanziellen Lage beiträgt und für unvorhergesehene Ausgaben vorsorgt.”

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