Gen Z: Fast 39 Prozent lernen Finanzbildung durch TikTok, YouTube und Co.

Gen Z: Fast 39 Prozent lernen Finanzbildung durch TikTok, YouTube und Co.
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Die Gen Z ist für ihre Gewandtheit mit den sozialen Netzwerken bekannt. Selbst Finanzbildung findet bei den neuen Digital Natives maßgeblich über TikTok, YouTube und Co. statt.

Als Generation Z bezeichnet man die Personengruppe, welche in den Jahren 1995 bis 2010 geboren wurde. Besonders bezeichnend für Gen Z ist die Tatsache, dass die Altersgruppe in einem digitalen Zeitalter aufwächst. Bereits von Kindesbeinen an werden diese Menschen mit den Gefahren und Möglichkeiten einer vernetzten Online-Community konfrontiert. Die sozialen Netzwerke sind fester Bestandteil ihres Alltags. Dass die Internetportale nicht nur für seichte Unterhaltung, sondern auch für die Informationsbeschaffung herhalten, ist gemeinhin bekannt.

Gen Z: Klassische Finanzbildung kaum noch gefragt

Neue Information zu Politik und Popkultur werden zunehmend über die sozialen Netzwerke aufgenommen. Auch zum Thema Finanzen bildet sich die Gen Z digital weiter. Das zumindest zeigt eine Umfrage von GOBankingRates, bei welcher 1.000 US-Amerikaner im Alter von 18 bis 24 Jahren befragt wurden.

Das Ergebnis der Umfrage: 38.8 Prozent der Generation Z eignen sich Finanzwissen über soziale Netzwerke wie TikTok, YouTube, Instagram oder Twitter an. Ganze 34,3 Prozent davon nutzen speziell die Videoplattformen TikTok und YouTube dafür. Weitere 7,20 Prozent erklärten, dass sie ihre Information durch persönliche Recherche oder Online-Foren wie Reddit aufnehmen.

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Die Quellen, durch welche sich ihre Eltern und Großeltern mit Wissen versorgten, sind schon lange nicht mehr relevant für die Mehrheit der Gen Z. Nur 22,70 Prozent gaben an, dass sie Finanzbildung von ihrer Familie lernen. Ein kleiner Bruchteil von 17,60 Prozent eignet sich das nötige Wissen in den Räumen der Schule oder Universität an. Die Initiatoren der Umfrage, GOBankingRates, ziehen verschiedene Schlüsse aus den Ergebnissen.

“Aus dieser Statistik lässt sich einiges ableiten. Zunächst einmal spiegelt sie wider, wie sehr soziale Medien und Online-Informationen das Leben der Gen Z dominieren. Sie wirft jedoch auch Fragen zur Qualität der Informationen auf, welche die Gen Z über Finanzen erhält.” schreibt der Autor John Csiszar. Obwohl mit Sicherheit wertvolle Informationen im Internet zu finden seien, gäbe es “nicht viele Einschränkungen, wer online posten darf” und was gesagt werden dürfe. “Wenn Gen Zers die Informationen, die sie erhalten, nicht überprüfen, könnten sie anfällig für finanzielle Fehlinformationen sein.” Das wiederum bedeute auch, dass ihnen einige der Finanzgrundlagen fehlen könnten, so Csiszar.

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