Geldanlage mit ETFs: 7 einfache Tipps für Anleger

Geldanlage mit ETFs: 7 einfache Tipps für Anleger
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Du möchtest in ETFs investieren? Mit diesen 7 einfachen Tipps kannst du Fallstricke und Tücken bei der Geldanlage umgehen.

Es gibt keine rundum perfekten Anlageprodukte – doch ETFs (Exchange Traded Funds) sind schon sehr nah dran. Die Indexfonds ermöglichen es, in eine breite Anzahl von Aktien zu investieren, wodurch das Risiko bei der Geldanlage enorm sinkt. Die Kosten fallen geringer aus als bei klassischen Fonds, die Rendite oft höher. Zudem lassen sich ETFs flexibel an der Börse handeln.

Die Popularität der Indexfonds in Deutschland hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Auswahl ist entsprechend groß. Wenn auch du darüber nachdenkst, in ETFs zu investieren, möchten wir dir einige Ratschläge mit auf den Weg geben. Hier sind 7 einfache Tipps für ETF-Anleger:

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Tipp 1: Investiere langfristig

Studien zeigen immer wieder, dass langfristig orientierte Investoren erfolgreicher an der Börse sind als Spekulanten. Markttiming funktioniert in den meisten Fällen nicht. Besser ist es, Spannungen und Krisen an der Börse einfach auszusitzen. Denn auf lange Sicht ging es mit den Märkten in der Vergangenheit stetig bergauf. Ein ideales Beispiel hierfür liefert der Weltaktienindex MSCI World.

Der MSCI World erzielte seit dem Jahr 1988 bis heute eine durchschnittliche Rendite von 8,06 Prozent im Jahr. Dabei durchlebte der Index in dieser Zeit gleich mehrere Krisen: Vom Platzen der Dotcom-Blase, bis zur Finanzkrise 2008 und zur Corona-Pandemie. Obwohl die Notlagen den Index nicht unberührt ließen, konnten sie doch früher oder später überwunden werden. Experten empfehlen Anlegern deshalb, ETFs mindestens 15 Jahre lang zu halten.

Tipp 2: Achte auf die Diversifikation

Um das Risiko deiner Geldanlage zu reduzieren, solltest du einen ETF auswählen, der eine breite Diversifikation ermöglicht. Ideal ist ein Indexfonds, der Aktien aus vielen verschiedenen Ländern und Branchen beinhaltet: Ein sogenannter Welt-ETF. Viele Anleger setzen hierbei auf den MSCI World, einen globalen Aktienindex, der mehr als 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern abbildet. So senken sie die Abhängigkeit von einzelnen Faktoren und sind in Krisenzeiten robust aufgestellt.

Tipp 3: Behalte die Kosten im Blick

Beim Kauf von ETFs fallen unterschiedliche Kosten an, die Anleger möglichst niedrig halten sollten. Da wären zum einen die Ordergebühren. Die Höhe dieser Gebühren hängt von der Handelsplattform ab, die du verwendest. Besonders geringe Kosten hast du bei einem Neobroker wie Trade Republic*. Bei Banken fallen meist höhere Gebühren für Kauf und Verkauf an.

Einen weiteren Kostenpunkt stellt der Spread dar. Dieser bezeichnet die Differenz zwischen Kaufs- und Verkaufspreis und kann je nach Fondsgröße, Tageszeit und Handelsplatz variieren. Am niedrigsten ist der Spread während der offiziellen Handelszeiten.

Besonders wichtig ist die Gesamtkostenquote (TER) bei ETFs. Sie gibt Aufschluss darüber, wie viel Geld der Fondsanbieter jährlich für Aufwendungen wie die Verwaltung und den Vertrieb des Fonds einkassiert. Die Gesamtkostenquote wird transparent für den Anleger dargestellt. Bei der ETF-Auswahl solltest du darauf achten, einen Fonds mit einer niedrigen TER auszuwählen, damit mehr von deinen Gewinnen übrig bleibt.

Tipp 4: Achte auf die Ertragsverwendung

ETFs schütten quartalsweise oder jährlich Dividenden aus. Was mit diesen Dividenden geschieht, hängt von der Art des Fonds ab. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs. Thesaurierende Indexfonds kaufen von den Dividenden automatisch neue ETF-Anteile – die Erträge werden also reinvestiert. Ausschüttende ETFs schreiben die Erträge direkt als Geldbetrag auf deinem Konto gut.

Vor dem Kauf eines Indexfonds solltest du unbedingt darauf achten, ob dieser die Dividenden reinvestiert oder ausschüttet. Beide Formen der Ertragsverwendung können sich für Anleger lohnen. Mit thesaurierenden ETFs profitierst du von einem Zinseszinseffekt. Ausschüttende ETFs ermöglichen derweil ein passives Einkommen aus Dividenden.

Tipp 5: Schaue auf das Fondsvolumen

Das Fondsvolumen eines ETFs gibt dir Auskunft darüber, wie viel Geld in einen Fonds investiert ist. Die Faustregel besagt: Kaufe nur Indexfonds, die über ein Volumen von mehr als 100 Millionen Euro verfügen. Denn: Je mehr Kapital verwaltet wird, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass der ETF irgendwann vom Markt verschwindet oder mit einem anderen Fonds verschmilzt.

Zwar kann der Anleger in solchen Fällen immer noch auf sein Kapital zurückgreifen, nur muss er jetzt er eben einen neuen ETF finden. Das ist nicht nur nervig, sondern im schlimmsten Fall auch kostspielig, wurde der ehemalige Fonds während einer kursschwachen Phase aufgelöst.

Tipp 6: Investiere nur verfügbares Kapital

Für deine Geldanlage in ETFs solltest du nur Kapital verwenden, dass du nicht anderweitig brauchst. Denn ansonsten könnte es passieren, dass du deine ETF-Anteile wegen finanzieller Engpässe vorzeitig liquidieren musst. Wenn du Pech hast, musst du die Anteile gerade dann verkaufen, wenn sich die Börsenkurse am Tiefpunkt befinden. Ein teures Unterfangen, das sich einfach vermeiden ließe.

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Tipp 7: Suche nach einer niedrigen Tracking Difference

ETFs haben zwar die Aufgabe, einen Index bestmöglich nachzubilden, in der Praxis besteht aber immer eine sogenannte Tracking Difference. Das bedeutet, die Kursentwicklung des Fonds unterscheidet sich von der des Index. Die Gründe dafür liegen unter anderem in den Kosten, der Quellensteuer und der Replikationsmethode.

Die Kennzahl kannst du mit folgender Formel herausfinden: Indexrendite – Rendite des ETFs = Tracking Difference. Manchmal findest du das Ergebnis auch schon in dem Factsheet eines Fonds. Achte unbedingt darauf, einen Indexfonds zu kaufen, dessen Tracking Difference nicht allzu heftig ausfällt. Hierfür eignet sich ein Vergleich mit anderen ETFs.

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