Geldanlage: 7 tödliche Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Geldanlage: 7 tödliche Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest
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“Fehler machen ist menschlich”, heißt es im Volksmund. Diese 7 tödlichen Fehltritte sollten Anleger aber besser vermeiden.

Nicht immer müssen wir selbst Fehler machen, um aus diesen lernen zu können. Manchmal ist es möglich, aus den Fehltritten anderer zu lernen. Das gilt ganz besonders bei der Geldanlage. Im Folgenden möchten wir dir 7 gefährliche Anleger-Fehler vorstellen und erklären, wie du sie vermeiden kannst.

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1. Planlos investieren

Einer der größten Fehler bei der Geldanlage besteht darin, ohne Plan mit dem Investieren zu beginnen. Natürlich muss man kein Finanzexperte sein, um sein erstes Anlageprodukt zu erwerben. Doch ein gewisses Grundlagenwissen sollte man schon besitzen. Ansonsten sieht man sich schnell hohen Opportunitätskosten und möglicherweise auch schweren Verlusten ausgesetzt.

Finanzielle Bildung zu erlangen ist heute leichter denn je zuvor. Bücher zum Thema Geldanlage gibt es wie Sand am Meer. Gleiches gilt für Informationsquellen im Netz, die in vielen Fällen sogar kostenlos sind. Neben einigen Scharlatanen findet man auf YouTube etwa zahlreiche seriöse Experten, die Anfängern dabei helfen, die Grundlagen des Investierens zu lernen.

2. Fehlender Mut

Wir Deutschen sind dafür bekannt, bei der Geldanlage eher sicherheitsorientiert vorzugehen. Statt unser Vermögen in Aktien und Fonds zu investieren, verfrachten wir es auf einem Sparbuch, einem Tagesgeld- oder einem Festgeldkonto. Doch das ist ein großer Fehler. Denn mit den Zinsen dieser Anlageprodukte schaffen es Anleger derzeit nicht einmal, die Inflation auszugleichen.

Wer sein Vermögen real vermehren möchte, kommt um den Aktienmarkt nicht herum. Keine Sorge: So viel Mut braucht es an der Börse gar nicht. Langfristig ging es mit dem Aktienmarkt in der Vergangenheit nämlich immer bergauf. Ein gutes Beispiel hierfür ist der DAX. Obwohl der deutsche Aktienindex seit 2002 mehrere Krisen, Crashs und Bärenmärkte durchlebte, erzielte er bis ins Jahr 2022 eine durchschnittliche Rendite von 8,2 Prozent im Jahr.

3. Mangelhafte Streuung

Bei der Anlage in Aktien ist es wichtig, in mehrere Wertpapiere aus unterschiedlichen Branchen und Ländern zu investieren. Auf diese Weise können bessere Renditen bei geringerem Risiko erzielt werden. Eine gute Möglichkeit, breit diversifiziert zu investieren, stellen ETFs (Exchange Traded Funds) dar. ETFs sind börsengehandelte Fonds, die einen Index wie den DAX oder den MSCI World nachbilden. In manchen dieser Fonds sind hunderte, in anderen sogar tausende Unternehmen enthalten.

Weiterhin sollten Anleger nicht nur in eine Anlageform investieren. Denn wer z.B. ausschließlich Aktien besitzt, bekommt während eines Crashs die vollen Kursverluste an der Börse zu spüren. Um starke Schwankungen im Portfolio zu vermeiden, empfiehlt es sich, in zwei Anlageklassen zu investieren – am besten in solche, die neutral oder negativ miteinander korrelieren. Eine beliebte Kombination stellen etwa Aktien und Anleihen dar.

4. Keinen Notgroschen aufbauen

Viele Menschen stürzen sich Hals über Kopf in die Geldanlage und vergessen dabei, einen Notgroschen aufzubauen. Allerdings sollte man immer auch ein wenig Geld für finanzielle Engpässe, größere Anschaffungen oder notwendige Reparaturen besitzen. Experten zufolge sollte der Notgroschen mindestens drei bis sechs Monatsgehälter umfassen. Die Rücklagen kannst du auf einem Tagesgeldkonto, wie dem der TFBank* verstauen.

5. Zu viel Trading

Studien haben immer wieder bewiesen, dass es fast unmöglich ist, den perfekten Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt beim Handel mit Aktien zu erwischen. Dennoch versuchen sich viele Anleger daran, den Markt zu timen. Sinnvoller ist es, langfristig zu investieren und Renditen über einen Zeitraum von mehreren Jahren und Jahrzehnten mitzunehmen. Dazu rät auch die milliardenschwere Börsenlegende Warren Buffett.

Abgesehen davon, dass Markttiming extrem schwierig ist, verliert man dabei auch Geld durch die auftretenden Handelsgebühren. Denn Broker und Banken verlangen in der Regel für jeden Trade eine Gebühr. Auf Dauer können sich die hierbei anfallenden Kosten ordentlich summieren. Beim Verkauf mit Gewinn werden außerdem Abgeltungssteuer, Soli und eventuell Kirchensteuer fällig.

6. Von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen

Viele Anleger kaufen intuitiv solche Anlageprodukte, die in der Vergangenheit eine hohe Rendite erzielten. Doch leider kann man historische Kursentwicklungen nicht einfach auf die Zukunft projizieren. Eine jährliche Rendite von 20 Prozent in den letzten zehn Jahren ist kein Garant dafür, dass es in den kommenden zehn Jahren ähnlich gut laufen wird. Anleger sollten sich deshalb über jedes Anlageprodukt genauestens informieren, bevor sie ein Investment wagen. Dabei gilt es auch, das Risiko der Anlage richtig einzuschätzen.

7. Zu spät beginnen

Manche Menschen lassen Jahrzehnte ins Land ziehen, bevor sie mit der Geldanlage beginnen. Ein großer Fehler. Denn umso früher man mit dem Vermögensaufbau anfängt, desto besser kann man vom Zinseszinseffekt profitieren. Zur Erinnerung: Der Effekt bezeichnet die Verzinsung von erwirtschafteten Zinsen – bei Aktien können das Kursgewinne und Dividenden sein. Er sorgt dafür, dass dein Anlagekapital mit der Zeit immer stärker anwächst.

Wer noch nicht mit der Geldanlage begonnen hat, sollte sobald wie möglich ein Depot eröffnen. Beim Online-Broker Trade Republic* bekommt man das Depot vollkommen kostenlos. Neben Aktien kann man dort auch ETFs, Derivate und Kryptowährungen handeln. Außerdem erhalten Sparer beim deutschen Broker ohne Weiteres 2 Prozent Zinsen im Jahr.

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