Geld an Freunde und Familie verleihen: Wie viel ist erlaubt?

Geld an Freunde und Familie verleihen: Wie viel ist erlaubt?
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Fast jeder hat einem Freund, einem Partner oder einem Verwandten schon mal Geld geliehen. Doch wie hoch darf die Summe eines privaten Darlehens ausfallen?

Wenn Freunde und Familie mal knapp bei Kasse sind, erklären sich viele Menschen bereit dazu, ihren Liebsten etwas Geld zu leihen. Doch was ist, wenn hohe Beträge den Besitzer wechseln? Kann man in Deutschland so viel Geld verleihen, wie man möchte, oder gibt es vielleicht sogar ein Limit, das man nicht überschreiten darf?

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Privat Geld verleihen: Welche Gesetze gilt es zu beachten?

Wer seinem besten Kumpel beim Kinobesuch etwas Geld leiht, muss nichts befürchten. Auch eine kleine Finanzspritze für die nächste Miete darf problemlos vergeben werden. Sogar wenn es um Millionenbeträge geht, bleibt dir jeglicher Ärger mit dem Gesetz erspart. Der Grund: Für die private Geldvergabe gibt es in Deutschland keine Betragsgrenze. Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten.

Wenn du etwa Zinsen für dein freundschaftliches Darlehen verlangst, müssen diese in der Steuererklärung aufgeführt werden. Zinsen gelten nämlich als Einkommen und sollten deshalb in der Anlage KAP zu finden sein. Üblicherweise belegt das Finanzamt Erträge, welche bis zum Ende des Jahres erwirtschaftet wurden, mit einem Steuersatz von 25 Prozent. Dazu kommen noch 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und möglicherweise Kirchensteuer.

Die Steuern bleiben dir erspart, wenn du den Freibetrag noch nicht ausgeschöpft hast. Dieser liegt für alleinstehende Personen bei 801 Euro. Paare können in Deutschland sogar bis zu 1.602 Euro erwirtschaften, ohne Steuern darauf zu zahlen.

Damit du dein Geld auch wirklich zurückbekommst: Einen Vertrag auflegen

Es mag lächerlich klingen: Doch wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Bittsteller seine Schulden rechtzeitig begleicht, solltest du einen Vertrag auflegen. Für einen solchen Kontrakt reichen schon wenige Sätze auf einem normalen Papier. Ob du diesen selbst schreibst, oder einen Anwalt damit beauftragst, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass die folgenden Information darin enthalten sind:

  • Namen und Adressen der Beteiligten
  • Datum des Vertragsabschlusses
  • Kreditsumme
  • Datum der Auszahlung
  • Ablauf zur Rückzahlung (z.B. monatliche Raten)
  • Wenn gewünscht: Sicherheiten falls Rückzahlung nicht klappt
  • Wenn gewünscht: Regelung zur Zinszahlung
  • Unterschriften der Beteiligten

Kostenlose Musterverträge findest du zuhauf im Internet, etwa auf konto.org. Der Vertrag ist deshalb so bedeutend, weil du mit seiner Hilfe Ansprüche vor Gericht geltend machen kannst, sollte der Schuldner nicht den vereinbarten Forderungen nachkommen. Das muss allerdings bis zum Ende des dritten Jahres nach Ablauf der Rückzahlungsfrist geschehen.

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