Führender KI-Gründer: “Künstliche Intelligenz ist die größte Blase aller Zeiten”

Führender KI-Gründer: "Künstliche Intelligenz ist die größte Blase aller Zeiten"
© Adobe Stock

Der Hype um Künstliche Intelligenz liefert Antrieb für die Börse. Emad Mostaque, CEO von Stability AI, warnt jedoch, dass KI die “größte Blase aller Zeiten” sein könnte.

Es ist das Thema des Jahres: Künstliche Intelligenz. Die rasante Entwicklung der modernen Technologie hat vielen Unternehmen an der Börse einen starken Aufwind beschert. Anleger profitierten von dementsprechend satten Renditen. Stellt sich nur die Frage, ob der Lauf weitergeht oder in den Kursen zu viele Erwartungen stecken.

Emad Mostaque, Gründer und CEO von Stabiliy AI, denkt eher, dass Letzteres zutrifft. In einem Gespräch mit UBS-Analysten vergangene Woche bezeichnete er die Technologie als “größte Blase aller Zeiten”. Dabei führt Mostaque mit Stability AI selbst ein Unternehmen, das für seine KI-Tools bekannt ist. Darunter zum Beispiel Stable Diffusion, welches Nutzern die Erzeugung von Bildern via Texteingabe ermöglicht.

Experte zieht Vergleich zu Dotcom-Blase

Künstliche Intelligenz gibt es schon lange. Die Technologie findet Anwendung in den sozialen Netzwerken und bei Smart Devices. Aber auch im Finanzwesen, bei der Verteidigung, in der Robotik oder der Medizinbranche hat sich KI fest etabliert. Innovativer ist hier die generative KI, welche durch Chatbots wie ChatGPT und Google Bard oder Bildgeneraten wie Stable Diffusion und Midjourney bekannt wurde.

Mostaque schätzt, dass die Gesamtinvestitionen in Künstliche Intelligenz wahrscheinlich 1 Billion Dollar betragen werden, da sie “wichtiger als 5G als Infrastruktur für Wissen” sei. Er wies darauf hin, dass Banken wie UBS die Technologie annehmen müssten, da sie einen “gigantischen Markt” darstelle.

Allerdings befinde sich die KI-Branche noch in einem sehr frühen Stadium und sei noch nicht bereit für eine großflächige Einführung in Branchen wie dem Bankwesen, so die Einschätzung von Mostaque. “Ich nenne es die ‘Dot AI’-Blase, und sie hat noch nicht einmal begonnen”, sagte er im Gespräch mit UBS. Eine deutliche Anspielung an die Dotcom-Blase der späten 90er, deren Platzen viele große Technologiefirmen in den Abgrund stürzte.

Auch interessant: Künstliche Intelligenz: Die 5 besten Aktien 2023

Unternehmen ohne KI werden “bestraft”

Unternehmen, die KI nicht angemessen in ihren Geschäftsmodellen einsetzen, werden laut Mostaque von der Börse “bestraft”. Er verwies auf die Google-Mutter Alphabet, die an einem einzigen Tag 100 Milliarden US-Dollar verlor, nachdem der hauseigene KI-Chatbot Bard in einem Werbevideo falsche Informationen gegeben hatte.

Mostaque ist der Ansicht, dass noch ein Mangel an Investitionsmöglichkeiten bestehe. Perspektivisch würden die Investoren jedoch von den besten Chip-Herstellern (beispielsweise Nvidia, ASMI und TSMC) zu Unternehmen wechseln, welche die neuartige Technologie nutzen, um ihre Gewinne und Umsätze nachhaltig zu steigern. “Dies wird eines der größten Investmentthemen der nächsten Jahre sein”, fügte er hinzu.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

 

Mehr aus dem Netz

Related Posts