Extreme Gaspreise: Mit diesen 10 Spartipps kommst du durch den Winter

Extreme Gaspreise: Mit diesen 10 Spartipps kommst du durch den Winter
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Der Winter nähert sich mit großen Schritten. Wir zeigen dir, wie du während der Fröstelzeit jede Menge Gas sparen kannst.

In nur einem Jahr haben sich die Erdgaspreise in Deutschland nahezu verdreifacht, wie das Vergleichsportal Verivox berichtet. Für die kommenden Monate werden weitere Preissteigerungen erwartet. Gleichzeitig heizt fast die Hälfte der deutschen Haushalte mit Erdgas. Eben jene Haushalte sind es nun, die sich fragen, wie sie die hohen Preise noch tragen sollen. Manch einer fürchtet sich sogar, im Winter frieren zu müssen.

Damit du trotz Energiekrise gut durch den Winter kommst, haben wir einige Spartipps für dich aufgelistet. Diese kannst du sowohl im beheizten Wohnbereich anwenden als auch in der Küche und im Bad.

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1. Nicht mehr heizen als nötig

Jedes Grad weniger im Haushalt kann bis zu 6 Prozent an Energiekosten einsparen. Das Umweltbundesamt empfiehlt deshalb, nur so viel heizen, wie absolut nötig. Wenn du kurzzeitig das Haus verlässt, reichen auch 18 Grad Raumtemperatur, um in ein warmes Zuhause zurückzukehren. Wer mehrere Tage wegbleibt, sollte das Thermostat auf 15 Grad herunterdrehen. Für die Nachtstunden empfiehlt das Amt eine Temperatur von 5 Grad.

Bei Anwesenheit sollte man das Thermostat im Wohnbereich auf 20 Grad einstellen. Die meisten Menschen empfinden diese Temperatur noch als warm genug. Für die Küche rät das Umweltbundesamt zu 18 Grad, für das Schlafzimmer zu 17 Grad. Das sind aber nur Richtwerte. Wichtig ist, dass du das einsparst, was deine Lebensqualität nicht unweigerlich behindert.

2. Heizkörper freihalten

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz rät dazu, Heizkörper nicht mit Möbeln oder anderen Gegenständen zu verdecken. Andernfalls können diese nämlich nicht effizient heizen. Selbst ein Vorhang wirkt hinderlich. Beachtet man diesen Tipp, lassen sich bis zu 12 Prozent der Heizkosten einsparen.

3. Heizung entlüften

Wenn du gluckernde Geräusche in einem Heizkörper hörst, könnte das bedeuten, dass darin zu viel Luft und zu wenig Wasser enthalten ist. Die Folge davon ist eine schlechtere Heizleistung. Um effizienter heizen zu können, musst du den Apparat entlüften. Schwer ist das nicht. Alles was du dafür brauchst ist ein Entlüftungsschlüssel, mit dem sich das Ventil des Heizkörpers öffnen lässt

4. Alten Heizkessel ersetzen

Wer einen alten Heizkessel verwendet, sollte diesen durch eine moderne Gastherme ersetzen. Laut Gesetz muss der Kessel nur alle 30 Jahre ausgetauscht werden. Manchmal lohnt es sich aber, eine Modernisierung der Heizungsanlage schon vorzeitig anzupacken. Mit einer modernen Gastherme kann man bis zu 29 Prozent Gas im Gegensatz zum alten Heizkessel sparen.

5. Fenster und Türen verdichten

Damit die warme Luft nicht entweichen kann, solltest du die Türen in deiner Wohnung immer geschlossen halten. Auch solltest du darauf achten, dass Fenster und Türen ausreichend verdichtet sind. Bei Spalten unter der Tür kann ein Zugstopper helfen. Ist ein Fenster nicht ausreichend isoliert, lohnt sich eine Isolierverglasung oder zur Not auch Klebeband. Nachts empfiehlt es sich außerdem, die Rollläden runterzumachen, da so etwa 30 Prozent weniger Wärme durch die Fenster entflieht.

6. Mit Deckel kochen

Auch in der Küche können die Gaskosten gesenkt werden. Wer einen Gasherd nutzt, sollte darauf achten, stets mit einem Topfdeckel zu kochen. So wird das Essen schneller warm. Zudem geht weniger Wärme an die Raumluft verloren, was das Kochen wiederum effizienter macht. Kaum ein anderer der hier genannten Spartipps ist leichter umsetzbar.

7. Passende Kochplatte verwenden

Kochplatten haben oft unterschiedliche Größen für mehrere Arten von Kochgeschirr. Um Gas zu sparen solltest du darauf achten, dass die Pfanne oder der Topf genau auf die Platte passt – ansonsten verschwendest du unnötig Energie. Dabei ist es egal, ob das Kochgeschirr zu groß oder zu klein ist. In beiden Fällen geht das Kochen ineffizienter vonstatten.

8. Duschen statt baden

Baden ist ein Luxus, auf den viele Menschen nicht verzichten wollen. Zeitgleich kann mit dem Wasserverbrauch einer vollen Wanne gleich dreimal geduscht werden. Die Temperatur beim Duschen ist zudem häufig bis zu fünf Grad kälter gestellt als die für ein warmes Bad. Hier besteht großes Sparpotenzial.

9. Kaltes Wasser nutzen

Wer sich morgens das Gesicht wäscht, kann auch kaltes Wasser dafür verwenden. Das hilft nicht nur dabei, wach zu werden, sondern spart auch Energie. Ähnliches gilt fürs Zähneputzen, Händewaschen und Rasieren. Achte außerdem darauf, das Wasser nicht unnötig laufen zu lassen. Wer sich die Hände einseift, benötigt in diesem Moment keinen Wasserstrahl, auch wenn es vielleicht einfacher ist, diesen anzulassen.

Theoretisch kannst du auch beim Duschen kaltes Wasser verwenden. Im Winter ist das nochmal ein wenig heftiger als im Sommer. Wer hartgesotten ist kann dadurch aber immerhin 400 Euro sparen, wie der Bund der Energieverbraucher berechnet hat. Die gesundheitlichen Vorteile, wie eine bessere Durchblutung und Stressreduktion, kommen gratis obendrauf.

10. Sparduschkopf verwenden

Ein Sparduschkopf kostet laut Verbraucherzentrale nur 20 Euro und spart bis zu 50 Prozent des Warmwasserverbrauchs. Im Gegensatz zu normalen Duschköpfen verbraucht er weniger als neun Liter pro Minute. Das senkt nicht nur den Wasser- sondern auch den Energieverbrauch.

Keine Sorge: Das Duschgefühl wird durch den Sparduschkopf nicht beeinträchtigt. Der Wasserstrahl ist genauso stark wie bei der gewöhnlichen Brause. Das funktioniert deshalb, weil der Sparduschkopf dem Wasser Luft beimischt. Für den Winter könnte sich eine solche Anschaffung mehr als nur lohnen.

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