ETFs als Altersvorsorge: Ist das eine gute Idee?

ETFs als Altersvorsorge: Ist das eine gute Idee?
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In Zeiten niedriger Renten gewinnt die private Altersvorsorge an Relevanz. Eine Möglichkeit, sich finanziell abzusichern, sind ETFs. Wir erklären, wie diese Form des Sparens funktioniert und was du dabei beachten solltest.

Nach jahrzehntelanger Arbeit im Alter ohne finanzielle Sorgen unbeschwert leben – wer möchte das nicht? Doch leider sieht die Realität momentan anders aus. Das sinkende Rentenniveau und der demografische Wandel sorgen dafür, dass immer mehr Menschen in Deutschland von Altersarmut betroffen sind. Für knapp ein Fünftel der Senioren reicht die staatliche Rente inzwischen nicht aus.

Kein Wunder, dass sich viele Menschen zusätzlich privat absichern wollen. Eine Möglichkeit bieten Wertpapiere – genauer gesagt, börsengehandelte Indexfonds. Denn das Ansparen von ETFs als Altersvorsorge hat viele Vorteile und ist gar nicht schwer. Mehr dazu erfährst du im Folgenden.

Warum sich ETFs als Altersvorsorge eignen

Ein börsengehandelter Indexfonds, auf Englisch “Exchange Traded Fund” oder kurz ETF, bildet die Wertentwicklung bekannter Börsenindizes nach. Anleger können dadurch beispielsweise in den DAX oder S&P 500 investieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fonds werden sie passiv gemanagt und nehmen geringere Gebühren in Anspruch. Das macht sie für Privatanleger besonders interessant.

Als Altersvorsorge lohnt sich vor allem ein ETF-Sparplan. Das heißt, in regelmäßigen Abständen investierst du eine von dir festgelegte Sparrate in dein Depot. Ein großer Vorteil ist hierbei die Flexibilität der Wertanlage. Falls du das Geld, das monatlich in deinen ETF fließt, zeitweilig für andere Ausgaben benötigst, kannst du die Sparrate anpassen oder pausieren. Darüber hinaus lässt sich dein Depot jederzeit auflösen.

Auch interessant: 5 Argumente gegen ETFs, die du kennen solltest

Sind ETFs eine sichere Wertanlage?

Im Gegensatz zu Investitionen in einzelne Aktien gelten ETFs als risikoarm. Gerade große Indexfonds streuen das Anlagerisiko, da sie viele verschiedene Titel enthalten. Zwar kommt es immer wieder zu Kursschwankungen, doch können diese durch ein Investment über einen längeren Zeitraum ausgeglichen werden.

Nicht umsonst gehören ETFs zu den langfristigen Geldanlagen schlechthin. Den Beweis dafür liefern beliebte Indizes wie der internationale MSCI World, der seinen Kurs in den letzten 50 Jahren beinahe verdreißigfachte. Damit hatte der Index ein jährliches Wachstum von knapp sieben Prozent. Die Beständigkeit von ETFs lässt sich anhand der Vergangenheit ablesen und zeigt, dass diese auch als Altersvorsorge taugen.

Wie funktioniert die Altersvorsorge mit ETFs?

In den letzten Jahren ist das Rentenniveau kontinuierlich gefallen und liegt nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung bei mittlerweile 47,3 Prozent. Um die Rentenlücke zu schließen, muss zunächst der persönliche Bedarf ermittelt werden. Damit du deinen gewohnten Lebensstil auch im Ruhestand ohne größere Abstriche aufrechterhalten kannst, sollten dir etwa 80 Prozent von deinem letzten Nettogehalt zur Verfügung stehen.

Hast du die Summe ermittelt, welche du für deine private Altersvorsorge benötigst, kannst du auch die Sparrate bei deinem ETF-Sparplan festlegen. Diese sollte im Idealfall die spätere Rentenlücke komplett decken. Doch keine Sorge: Falls du dich verkalkulierst oder dein Lebensstandard steigt, kannst du die Höhe der Sparrate jederzeit anpassen.

Nun gilt es, eine geeignete Bank oder einen Online-Broker für dein Wertpapierdepot zu finden. Günstige Konditionen und eine breite Auswahl bietet der deutsche Neobroker Trade Republic*, bei dem über 1968 verschiedene ETF-Sparpläne kostenfrei zur Verfügung stehen. Im Gegensatz zu Einmalkäufen fällt bei den Sparplänen auch keine Fremdkostenpauschale an. Darüber hinaus ist dein Geld durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 Euro geschützt.

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