ETF wird aufgelöst: Das passiert jetzt mit deinem Geld

ETF wird aufgelöst: Das passiert jetzt mit deinem Geld
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“Was passiert mit meinem Geld, wenn mein ETF aufgelöst wird?” Wir beantworten diese Frage für dich – und nehmen dir gleich noch jede Sorge.

Wenn ein ETF nicht die Erwartungen des Herausgebers erfüllt, kann es sein, dass dieser geschlossen wird. Für den Anleger klingt ein solches Szenario erst einmal schockierend. Doch keine Sorge: Fondsschließungen sind deutlich weniger gefährlich für das Kapital der Investoren als man vermuten würde – jeder Cent geht schlussendlich wieder in die Tasche des rechtmäßigen Besitzers. Wie das genau funktioniert, wollen wir dir im Folgenden erklären.

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ETF wird vom Markt genommen – was jetzt?

Vorab ein Hinweis: Große ETFs, die bereits mehrere Jahre am Markt sind, werden nur selten aufgelöst. Die Fondsschließung betrifft eher solche Indexfonds, die nach zwei bis drei Jahren noch immer nicht die maßgebende Größe von rund 50 Millionen Euro Volumen überschritten haben. In einem solchen Fall sieht der Anbieter aufgrund mangelnder Nachfrage keinen Grund mehr, den ETF weiter zu verkaufen.

Solltest du einen oder mehrere sehr kleine ETFs besitzen, brauchst du dich trotzdem nicht zu fürchten. Eine Fondsschließung passiert nicht von heute auf morgen, sondern wird im Vornherein bekanntgegeben. Zudem solltest du wissen, dass bei einer solchen Schließung kein Totalverlust entstehen kann. Sowohl bei der Liquidation als auch der Fondsfusion, behältst du dein Kapital. Die beiden Fremdwörter sind schnell erklärt:

Liquidation: Häufig entscheidet sich der ETF-Anbieter bei der Fondsschließung zu einer Liquidation. Dabei verkauft er zu einem bestimmten Stichtag alle Vermögenswerte, die in dem Fonds enthalten sind (er liquidiert sie). Im Anschluss werden diese Vermögenswerte dann an die Anleger ausgeschüttet.

Fondsfusion: Kommt es zu einer Fondsfusion, übernimmt ein vorab ausgewählter Fonds die Vermögenswerte des aufgelösten Fonds. Die Anteile der Anleger werden zu einem festgelegten Stichtag in die Anteile des neuen Fonds umgetauscht. Bleibt bei der Fondsfusion ein Restvermögen übrig, das nicht umgetauscht werden kann, wird dieses den Anlegern gutgeschrieben.

Wie gefährlich sind Fondsschließungen?

Eine Fondsschließung ist nicht gefährlich, weil der Anleger durch sie schlussendlich keine finanziellen Nachteile erfährt – auch nicht steuerlich. Eines sind sie aber zweifellos: Nervtötend. Denn bei einer Liquidation muss der Anleger sein Kapital neu anlegen und dafür einen geeigneten ETF finden. Bei einer Fondsfusion erhält er möglichweise Anteile eines ETFs, den er überhaupt nicht möchte.

Damit für dich später kein Mehraufwand entsteht, solltest du vor dem Kauf auf verschiedene Faktoren achten, die eine Fondsschließung ankündigen könnten. Möchtest du eine Liquidierung oder Fondsfusion bestmöglich umgehen, ist es etwa ratsam, nur am Markt etablierte ETFs zu kaufen. Erwerben kannst du solche ETFs beim deutschen Online-Broker Trade Republic*.

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