ETF-Check: Was kann der billigste Aktien-ETF der Welt?

ETF-Check: Was kann der billigste Aktien-ETF der Welt?
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Kann der billigste Aktien-ETF der Welt auch mit seinen restlichen Qualitäten überzeugen? Wir haben den Test gewagt.

Wer einen Aktien-ETF erwirbt, hat die Möglichkeit, in mehrere Unternehmen gleichzeitig zu investieren. Die Anlagemethode ist passiv, weil ETFs einen Index, wie z.B. den DAX oder den MSCI World, nachbilden. Zu den wichtigsten Kennzahlen, auf die Anleger beim Kauf achten sollten, zählt die Gesamtkostenquote (TER). Sie gibt an, wie hoch die jährlichen Gebühren eines Indexfonds ausfallen.

ETFs sind, verglichen mit aktiven Fonds, sowieso schon besonders günstig, was die Gesamtkostenquote betrifft. Ein durchschnittlicher Aktien-ETF verlangt von seinen Kunden jährlich 0,32 Prozent des Anlagevermögens. Allerdings lassen sich die Kosten noch weiter drücken, wenn man bei der Auswahl auf Schnäppchenjagd geht. Selbst die Gebühren von ETFs desselben Index können untereinander noch stark variieren.

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Der günstigste Aktien-ETF der Welt im Check

Der günstigste Aktien-ETF, den man hierzulande kaufen kann, ist der “Lyxor Core Morningstar US Equity (DR) UCITS ETF”. Der zugrundeliegende Index bildet die Wertentwicklung mittelgroßer und großer Unternehmen des US-Markts ab (gemessen an der Marktkapitalisierung). Die Gesamtkostenquote liegt bei sage und schreibe 0,04 Prozent.

Was die Kosten anbelangt, sticht der USA-ETF von Lyxor heraus – doch gilt das auch für die restlichen Qualitäten des Fonds? Ein Blick auf die Tracking Difference lässt zumindest schon mal Freude aufkommen. Diese liegt bei 0,06 Prozent, was bedeutet, dass die jährliche Abweichung der Wertentwicklung vom ETF zum Index verschwindend gering ausfällt.

Weiter überzeugt die Tatsache, dass der Fonds seit seiner Auflage im Jahr 2018 eine durchschnittliche Jahresrendite von 13,83 Prozent erzielte. Doch sollten Anleger bedenken, dass eine solche Performance demnächst vermutlich ausbleibt. In den vergangenen 365 Tagen schwand der Wert des Lyxor-ETFs um 1,90 Prozent. Im Hinblick auf die Rezession in den USA könnte der ETF auch in den kommenden Monaten noch an Wert verlieren.

Die weiteren Eigenschaften des ETFs lassen sich nicht als objektiv positiv oder negativ deklarieren, weil sie einzig von den Präferenzen des Anlegers abhängen. So ist zu erwähnen, dass der ETF auf eine physische Abbildung setzt. Die Dividenden werden ausgeschüttet. Als Fondswährung wird der US-Dollar genutzt. Die Fondsgröße beläuft sich auf 19,55 Millionen Euro, was im Vergleich zu anderen USA-ETFs recht wenig ist.

Name:Lyxor Core Morningstar US Equity (DR) UCITS ETF
WKN:LYX0YB
Ertragsverwendung:Ausschüttend
Indexabbildung:Physisch
Performance (seit Auflage):13,83 % p.a.
TER:0,04 %
Fondsgröße:19,55 Mio. €
Währung:USD

Lyxor Core Morningstar US Equity: Welche Aktien sind enthalten?

Der Lyxor Core Morningstar US Equity besteht aus 718 Positionen. Die 10 größten Unternehmen machen alleine mehr als 24 Prozent des Gesamtvolumens aus. Welche Unternehmen das sind, kannst du in einer Tabelle nachlesen:

NameSektorGewicht
AppleTechnologie6,53 %
MicrosoftTechnologie4,87 %
AmazonKonsumgüter2,46 %
TeslaKonsumgüter1,74 %
Alphabet (A)Kommunikation1,55 %
Berkshire Hathaway (B)Finanzen1,53 %
UnitedHealthGesundheitswesen1,47 %
Alphabet (C)Kommunikation1,39 %
Exxon MobilEnergie1,34 %
Johnson & JohnsonGesunheitswesen1,31 %

Lohnt sich der Kauf des ETFs?

Mit Aktien aus den Vereinigten Staaten ließen sich in den letzten Jahrzehnten starke Renditen erzielten. Zudem stellen die USA einen stabilen Markt dar, der sich seit zwei Jahrhunderten im Wachstum befindet. Gegen eine hohe Gewichtung von US-Aktien im eigenen Depot lässt sich deshalb nur wenig einwenden.

Allerdings sollten Anleger bei der Geldanlage nicht nur auf den Lyxor Core Morningstar US Equity setzen. Mit mehr als 700 Aktien aus den unterschiedlichsten Branchen bietet der ETF zwar eine gewisse Diversifikation – über den US-Markt hinaus geht diese aber nicht. Wer nur in den Indexfonds investiert, macht sein gesamtes Depot von der wirtschaftlichen Lage der Vereinigten Staaten abhängig.

Für eine bessere Risikostreuung empfehlen sich ETFs auf einen Weltaktien-Index. Das könnte etwa der MSCI ACWI sein, welcher rund 2.900 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern beinhaltet. Die USA sind darin “nur” mit 62 Prozent vertreten. Darauf folgen Japan mit einer Gewichtung von 5,46 Prozent und Großbritannien mit 3,68 Prozent. Die Kosten sind hier zwar ein wenig höher, dafür kann man so aber vom US-Markt profitieren, ohne sein Kapital einer mangelhaften Diversifikation auszusetzen.

Weltaktien-ETFs und der Lyxor Core Morningstar US Equity können übrigens beim Online-Broker Trade Republic* gekauft werden. Die Eröffnung eines Depots ist dort kostenlos.

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