Colonel Sanders: Die Geschichte des KFC-Gründers erinnert uns daran, niemals aufzugeben

Colonel Sanders: Die Geschichte des KFC-Gründers erinnert uns daran, niemals aufzugeben
© KFC

KFC ist heute eine der größten Fastfoodketten der Welt. Bis zum großen Durchbruch musste der Gründer Colonel Sanders jedoch viele Rückschläge in Kauf nehmen.

Wenn du schon mal an einem KFC vorbeigefahren bist, wird dir vermutlich der weißbärtige, lächelnde Mann auf dem Logo aufgefallen sein. Dieser Mann heißt Harland D. Sanders und ist niemand geringeres, als der Gründer der Fastfoodkette. Er ist die Person, welche das wohl legendärste Hähnchenrezept der Vereinigten Staaten zubereitete und in der ganzen Welt bekanntmachte. Seine Geschichte ist faszinierend – doch der Weg zum Erfolg war alles andere als einfach für Sanders.

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Das außergewöhnliche Leben des Colonel Sanders

Sanders wird am 9. September 1890 im US-Bundesstaat Indiana in der kleinen Siedlung Henryville geboren. Schon im Alter von sechs Jahren verliert er seinen Vater. Damit sich seine Mutter nicht alleine um den Familienunterhalt kümmern muss, beschließt der junge Harland, an den Aufgaben des Haushalts teilzunehmen. Besonders das Kochen scheint dem gebürtigen Amerikaner zu liegen. Wenige Jahre später, im Alter von zehn Jahren, beginnt Sanders, nebenbei auf einer Farm zu arbeiten. Zeit für Bildung bleibt dem vielbeschäftigten Jungen kaum, weshalb er die Schule in der sechsten Klasse abbricht.

Während der nächsten zehn Jahre arbeitet Sanders in den verschiedensten Berufen. Vom Straßenbahnschaffner, Versicherungsmakler und Feuerwehrmann bis zum freiwilligen Soldaten, Rechtsanwaltsgehilfe, Eisenbahner und Geburtshelfer probiert er alles einmal aus. Im Alter von 40 Jahren setzt sich Sanders nieder und eröffnet eine Tankstelle in Corbin, Kentucky. Reisende bewirtet er dort mit traditioneller Südstaatenküche, direkt in seiner angrenzenden Privatwohnung. Auf der Speisekarte lässt sich schon jetzt sein berühmtes Brathähnchen finden.

Mit der Zeit erlangen Sanders Speisen immer mehr Bekanntheit, worauf der Amerikaner ein Restaurant mit 142 Sitzplätzen eröffnet – weiterhin Nahe der Tankstelle. Um die hohe Kundenzahl schnell bedienen zu können, steigt er von der Pfannenzubereitung auf den Dampfkochtopf um. Ende der 30er-Jahre entwickelt Sanders ein noch effektiveres Gerät, in Form einer speziellen Hochdruckfritteuse. Diese neue Art der Zubereitung hilft Sanders dabei, seine Hähnchen schneller und knuspriger zu braten.

Colonel Sanders: Die Geschichte des KFC-Gründers erinnert uns daran, niemals aufzugeben
Colonel Sanders im jungen Erwachsenenalter. | © KFC

Der Traum vom perfekten Brathähnchen

Im selben Jahrzehnt wird Sanders vom Gouverneur von Kentucky mit dem Ehrentitel “Colonel” ausgezeichnet. Diesen Titel und einen weißen Anzug im typischen Südstaaten-Look nutzt der Koch jetzt zur Selbstvermarktung. Über die Jahre arbeitet Sanders nicht nur an seinem Auftreten, sondern auch an seinem Brathähnchen. Immer wieder feilt der Colonel an dem Rezept, bis er im Jahr 1940 die perfekte Mischung aus elf Kräutern und Gewürzen findet. Bis heute ist das Rezept des “Kentucky Fried Chicken” unverändert.

Im Alter von 62 Jahren entscheidet Sanders einen neuen Schritt zu gehen und seine Rezepte auch im Rest der USA zu verbreiten. Durchs gesamte Land streift der Koch, auf der Suche nach Franchisenehmern, die von seiner Geschäftsidee überzeugt sind. Doch am Anfang stößt Sanders auf Ablehnung. Ganze 1.009 mal wird sein Rezept verstoßen, bis der Geschäftsmann Pete Harman im Jahr 1952 am KFC-Franchise teilnimmt. An jedem verkauften Hühnchen soll Sanders nun mit fünf Cent beteiligt werden. Darauf geben sich die beiden Restaurantbesitzer die Hand.

KFC: Sanders verwandelt den Rückschlag zum Erfolg

Nicht viele Jahre später verliert der Colonel jedoch sein eigenes Restaurant in Corbin, aufgrund der Errichtung eines neuen Highways. Nach dem Verkauf des Gebäudes steht der leidenschaftliche Koch wieder am Anfang. Um Geld zu sparen schläft er zwischenzeitlich im Auto. Doch was andere Menschen als einen Tiefpunkt betrachten, erweckt in Sanders das Verlangen nach größerem Erfolg. Seine Zeit investiert der US-Amerikaner aus Kentucky nun vollkommen für das Anwerben neuer Franchisenehmer.

Die Anstrengungen des Colonels bleiben nicht ohne Ergebnis. Im Jahr 1964 existieren bereits 600 KFC Restaurants in den Vereinigten Staaten und Kanada. Mittlerweile ist der Schulabbrecher vielfacher Millionär. Am Höhepunkt seiner Karriere entscheidet sich Harland D. Sanders dazu, sein Unternehmen zu verkaufen und nur noch als Sprecher und Markenbotschafter von KFC zu agieren. Die neugewonnene Zeit nutzt der Colonel, um die Welt zu bereisen und KFC-Restaurants auf jedem Flecken der Erde zu besuchen.

Colonel Sanders: Die Geschichte des KFC-Gründers erinnert uns daran, niemals aufzugeben
Eine KFC-Filiale in Leipzig. | © KFC

Im Alter von 90 Jahren stirbt Colonel Sanders. Sein Hähnchen ist zu diesem Zeitpunkt bereits so bekannt, dass auch Sanders selbst zu einer Ikone geworden ist. Der Koch aus prekären Verhältnissen hatte es nicht immer leicht, doch dank seines Fleiß, seines Tatendrangs und seiner Leidenschaft, ist KFC heute eine der größten Fastfoodketten der Welt. Die Geschichte des KFC-Gründers erinnert uns daran, niemals den Glauben zu verlieren – auch wenn dies bedeutet, mehr als 1000 mal abgelehnt zu werden.

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