Bis zu 200.000 Euro: Darum ist Champagner so teuer

Bis zu 200.000 Euro: Darum ist Champagner so teuer
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Champagner steht als Sinnbild für exklusiven Genuss. Doch weshalb ist das so und warum kostet der französische Schaumwein so viel mehr als gewöhnlicher Sekt?

Zu gehobenen Anlässen darf Champagner nicht fehlen. Das französische Getränk hat sich in unserer Gesellschaft als Sinnbild für Exklusivität und Luxus etabliert. Dafür verantwortlich ist vor allem sein Preis. Eine Flasche des legendären 1907er Heidsieck Champagner kostet beispielsweise stolze 200.000 Euro. Aber auch günstigere Sorten stechen mit ihrem Preis gegenüber herkömmlichem Wein deutlich hervor.

Champagner-Produktion nur mit drei Rebsorten erlaubt

Warum Champagner so teuer ist, lässt sich in erster Linie damit erklären, dass nur begrenzt viele Trauben pro Jahr gewonnen werden können. Angebaut, geerntet und verarbeitet werden dürfen sie nämlich ausschließlich in der französischen Region Champagne. Zwischen 1927 und 2008 umfasste das Anbaugebiet eine Fläche von gerade einmal 33.500 Hektar.

Außerdem darf Champagner nur aus ganz bestimmten Rebsorten hergestellt werden. Zu diesen Sorten gehören: Pinot Noir, Meunier und Chardonnay. In der Theorie sind auch die Rebsorten Arbane, Petit Meslier und Pinot Blanche erlaubt. Doch sind diese infolge der Reblauskrise im 19. Jahrhundert sowie aufgrund schwerer Frostschäden mittlerweile aus dem Gebiet fast vollständig verschwunden. Darüber hinaus haben Winzer strenge Ertragsbeschränkungen zu beachten. So gilt, dass in einer Menge von 102 Litern Most mindestens 160 Kilogramm Trauben enthalten sein müssen.

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Aufwendiger Herstellungsprozess

Trauben, die später zu Champagner verarbeitet werden, müssen von Hand geerntet und auf eine besonders schonende Art gepresst worden sein. Die maschinelle Ernte ist streng untersagt. Des Weiteren gibt es fest vorgeschriebene Minimalzeiten bei der Lagerung und Gärung. Während beim Crémant und beim Sekt das Transitverfahren zur Entfernung der Hefe erlaubt ist, ist dieses beim Champagner verboten.

Auch die Historie einzelner Sorten hat einen großen Einfluss auf den Preis. Der legendäre 1907er Heidsieck Champagner, der für 200.000 pro Flasche den Besitzer wechselte, stellt ein gutes Beispiel dar. 2.000 Flaschen lagerten 82 Jahre lang bei 4 Grad an Bord eines gesunkenen Schlachtschiffes auf dem Meeresgrund. Als sie schließlich im Jahr 1998 geborgen wurden, bestand ein großes Käuferinteresse. Der Wert der Flaschen hat sich über die Jahrzehnte und durch die damit einhergehenden Reife vervielfacht.

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