Bessere Rendite als Fondsmanager erzielen: Schwer ist das nicht

Bessere Rendite als Fondsmanager erzielen: Schwer ist das nicht
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Fondsmanager erzielen oft eine schlechtere Rendite als der Markt. Anleger sollten ihr Geld deshalb nicht in aktive Fonds stecken, sondern anderweitig investieren.

Wer sein Vermögen an der Börse vermehren möchte, legt sein Geld häufig in die Hände eines professionellen Fondsmanagers. Der Gedanke hinter: Die Profis verfügen über Expertenwissen und können auf jede Änderung am Markt präzise reagieren. Für ihre Kompetenzen verlangen sie oft einen Ausgabeaufschlag von einigen Prozent. Doch Privatanleger sollten gut überlegen, ob sie diese Gebühren zahlen möchten. Denn Studien zeigen, dass Fondsmanager den Markt üblicherweise nicht schlagen können.

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Fondsmanager haben keine Chance gegen den Markt

Dass Fondsmanager meistens gegen ihren Vergleichsindex verlieren, ist in der Finanzwelt kein Geheimnis. Schon seit Jahren kommen Studien immer wieder zu dem selben Ergebnis. Laut einer Studie von Business2Community gelang es im Jahr 2022 etwa nur einem Drittel der aktiven Fonds, ihren jeweiligen Vergleichsindex zu schlagen. Dabei hatten Fondsmanager genau in diesem Marktumfeld, das von Krieg, steigenden Energiepreisen und hoher Inflation geprägt war, gute Chancen den Markt zu abzuschütteln.

Im Vorjahr schafften es sogar lediglich 29 Prozent der aktiven Fonds eine Überrendite zu erzielen. Auch im Corona-Jahr 2020 gelang es mit einem Anteil von 46 Prozent weniger als der Hälfte, die Benchmark zu übertreffen. Noch miserabler werden die Ergebnisse, wenn man seinen Blick auf längere Zeiträume erweitert. Denn umso mehr Jahre beim Investieren vergehen, desto schlechter schneiden Fondsmanager ab. Im Zehn-Jahres-Rückblick konnten etwa nur zwei Prozent der aktiven Fonds gegen die Börse gewinnen.

Zuletzt befleckte ebenfalls die bekannte SPIVA-Studie den Ruf der Fondsmanager, auch wenn die Ergebnisse hier etwas besser ausfielen. Über 20 Jahre hinweg verloren demnach 89,39 Prozent aller globalen Fonds gegen ihren Vergleichsindex. Bei US-Fonds erzielten sogar 96,85 Prozent eine Underperformance.

Vergiss aktive Fonds: So sollten Anleger stattdessen investieren

Die schlechten Ergebnisse der Studien sprechen dafür, dass Anleger ihr Geld besser nicht einem Fondsmanager anvertrauen sollten. Stattdessen empfiehlt es sich, mit einem ETF in die Märkte zu investieren. ETFs (Exchange Traded Funds) bilden einen Index nach – etwa den DAX oder den MSCI World. Obwohl diese passiven Fonds nicht auf aktuelle Marktlagen reagieren können, übertreffen sie durch die stumpfe Indexabbildung häufig ihre aktiven Gegenstücke.

Hinzu kommt, dass die Kosten bei ETFs deutlich geringer ausfallen als bei aktiven Fonds. Der Verbraucherzentrale zufolge, liegen die Verwaltungsgebühren für aktive Fonds in der Regel zwischen 1,5 bis 2 Prozent des Fondsvermögens. Für ETFs müssen Anleger oft nur mickrige Gebühren von 0 bis 0,8 Prozent des Fondsvermögens jährlich zahlen. Weiterhin fällt bei Indexfonds der Ausgabeaufschlag weg.

ETFs lassen sich ganz einfach bei einem Online-Broker wie Scalable Capital kaufen. Neben Indexfonds können Anleger dort auch Aktien, Derivate und Kryptowährungen handeln. Die Eröffnung eines Depots* ist bei Scalable Capital vollkommen kostenlos. Auch die Einrichtung eines ETF-Sparplans zieht keine Gebühren nach sich.

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